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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 geführt, da über die länger zurückliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr möglich wäre. Da wir Sie beim Lesen ja nicht ermüden wollen, haben wir uns bei unseren Einträgen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschränkt, die täglichen 20 bis 30 Telefongespräche sind nicht extra angeführt.

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Samstag, 11.02.2012

Heute durfte der "bürstenscheue" Perserkater Leonardo endlich in ein tolles und sehr liebevolles neues Heim übersiedeln. Seine neue Familie lernte den hübschen Langhaarigen ja bereits vor einer Woche mit voller Haarpracht kennen - heute sah er mehr nach einem gerupften Hühnchen aus. Aber darauf war Britta mit ihrer Familie ja bereits vorbereitet und ausserdem wachsen die Haare ja wieder nach *ggg*.
Leonardo wird mit zwei anderen Samtpfoten sein schönes Zuhause in Wien teilen und wir wünschen dem lieben Schmusekater und seiner Familie alles Liebe und Gute !



.... die etwa dreijährige getigerte PAM

.... und die hübsche Tigerkatze mit rötlichem Farbstich heißt KATHI und ist etwa 5 Jahre jung

Diese beiden lieben Katzendamen kamen heute abend wieder direkt aus Nitra zu uns ins "Warme" und sind beides bestimmt sehr problemlose Samtpfoten. Kathi hat sofort mit dem Kratzbaum geköpfelt (siehe Foto) ganz so als wollte sie ihre Dankbarkeit ausdrücken.
Die zartwüchsige PAM war bei der Einlieferung in Nitra sehr abgemagert und musste er aufgepäppelt werden - ihr Überleben in dem eiskalten und engen Notunterkünften stand lange auf des Messer´s Schneide. Jetzt wird die hübsche "gefressige" Pam noch weiter Kraft und Gewicht zulegen.


Donnerstag, 09.02.2012

Der enorme Mangel an passenden Fixplätzen und dem gegenüber der enorme Andrang an Notfellchen hat eine Umschichtung unserer Schützlinge innerhalb unserer kleinen Gruppe notwendig gemacht. Obwohl wir es selbstverständlich tunlichst vermeiden, während der Betreuungszeit unseren Pfleglingen einen nochmaligen Platzwechsel zuzumuten, ist es in Ausnahmesituationen wie jetzt leider notwendig, um die eine oder andere Fellnase doch noch aufnehmen zu können. "Der Zweck heiligt die Mittel" sozusagen und der neueste Standort unserer Pflegehunde (natürlich zusätzlich zu unser aller eigenen Vierbeiner) sieht jetzt ganz aktuell seit heute wie folgt aus:

Claudia und Manfred betreuen seit Anfang November 2011 die kleine Pinscherhündin LILLY. Sie übersiedelte heute zu mir (und hat sich sofort spielend auf ihr kleines Töchterchen BIENCHEN, die ja seit einigen Wochen bei uns lebt, "gestürzt" und sie gewaschen und geputzt!)
Anstatt Lilly übernahm Claudia von Nora den braunen Mixrüden LUCA, weil Luca zunehmend zeigt, dass er eine Bezugsperson braucht und regelmässig Baustellen im Wohnbereich verursachte.
Luca hat sich gleich gut bei Claudia zurecht gefunden - für den sanftmütigen Schmuser ist es ohnehin am Wichtigsten, wenn er seine Streicheleinheiten erhält und sein Köpfchen auf einen Schoß legen darf !!!
bei Nora und Thomas leben daher der beige Shar-Pei-Rüde HUGO, der schwarze Spanielmixrüde ENKO und der weiße Mittelspitzrüde TRISTAN.
Auch Tristan beginnt schön langsam seinen großen Trennungsschmerz zu überwinden - für ihn wiederum ist es sehr wichtig zur Ruhe zu kommen und dabei "stört" ihn der problemlose Enko rein gar nicht.
Die süße Dackelmixhündin SUNNY darf ja seit einer Woche bei Renate und Christoph leben und ist so dem tristen und eiskalten Hundelager in Nitra entkommen. Sie versteht sich mit Renate´s Langzeitschützling GISMO im Großen und Ganzen sehr gut und die kleinen Rivalitätsspielchen können die geeichten Pflegemama Renate nicht aus der Ruhe bringen.
Bei uns in Reyersdorf leben jetzt die kleine Bienchen mit Mama Lilly (sie wird übrigens am Montag, den 13.2. kastriert)

Leider trägt die momentane frostige Wetterlage nicht wirklich dazu bei, dass sich Interessenten für unsere Schützlinge interessieren - dieses Vergabeloch im tiefsten Winter gehört leider zur alljährlichen Realität. Ist nicht nur bei uns so, sondern auch bei den anderen Tierschutzkollegen mit denen ich gesprochen habe.
Ich bin sehr froh und dankbar, dass meine Freunde so viel Geduld und Verständnis haben und wir in aller Ruhe und ohne Druck und Stress unseren Schützlingen die allerbesten und allerpassendsten Plätze erwarten lassen können. Ich habe es auch schon anders erlebt und weiß das sehr zu schätzen !! Vielen Dank !



Dienstag, 07.02.2012

Endlich wurden die Nähte an meinem Knie, die schon ziemlich gespannt und gejuckt hatten, entfernt und morgen beginne ich mit der Physiotherapie. Obwohl ich wirklich permanent Übungen mache, damit ich schnellst möglich wieder mobil bin (das Krücken-Getanze ist schon sehr nervig ...) sind diese Therapien bestimmt sehr wichtig und hilfreich. Auf jeden Fall geht es steil bergauf und wenn ich denke, dass ich gestern vor zwei Wochen operiert wurde, weiß ich echt nicht, wo die Zeit schon wieder hin gekommen ist. Für meine Tierchen ist es natürlich supercool mich den ganzen Tag um sich zu haben aber ich freue mich ehrlich gesagt schon wieder sehr auf mein Büro.
Als ich vor einigen Monaten erfuhr, dass mir eine Meniskusoperation ins Haus steht musste ich sofort an meine Professorin in der Mittelschule denken. Auch sie hatte damals eine solche OP und war monatelang auf Krücken im Klassenzimmer. Das war natürlich vor einigen Jahrzehnten und ich bin heilfroh, dass die Medizin zwischenzeitlich solche Fortschritte machte.
Heute hatte ich das erste Mal seit meiner OP eine normale Jeanshose an und morgen werde ich das erste Mal seit 17 Tagen wieder selbst Autofahren. So habe ich doch jeden Tag ein persönliches Highlight *gg*.


Montag, 06.02.2012

Diese beiden Seniorkatzen LILLY (schwarz) und der getigerte "Tiger" leben bereits seit zwei Jahren bei Pflegemama Traude in Favoriten. Während Lilly noch gesund ist, laborierte der anhängliche Tiger schon seit einigen Monaten mit einem Tumor an der rechten Schulter. Nach zwei Operationen, wobei die letzte schon eine Größere war, baute Tiger jetzt immer mehr ab und mußte nun erlöst werden.
Uns bleibt nur noch, für den dankbaren Kater eine Kerze zu entzünden .....

Ich möchte mich an dieser Stelle für die liebevolle Pflege und Hilfe bei Traude bedanken und auch dafür, dass die betagte Katze Lilly nun bei Traude bleiben darf und keinen weiteren Platzwechsel mehr verkraften muss. Vielen, vielen Dank dafür !


Sonntag, 05.02.2012

Bereits vergangene Woche musste die geplante Komplettrasur des verfilzten Perserkaters Leonardo frustriert abgebrochen werden.
Wir brachten Leonardo um 17.00 wie vereinbart zum "Friseur" und während Adi und ich beim Arzt zur Kontrolle war, bemühte sich unser Reyersdorfer Hunde- und Katzenfriseur vergeblich die notwendige Schur durchzuführen. Als wir nach 90 Minuten wieder da eintrafen traute ich meinen Augen nicht: Herr S. saß mit Leonardo am Schoß im Arbeitszimmer der kleinen aber feinen Schuranstalt und kraulte ihn mit gleich zwei eingebundenen Fingern. So sehr hatte Leonardo sich gewehrt und bis auf zwei dünne Streifen am Rücken war er fellmässig immer noch der alte !!
Es blieb also nichts anderes übrig, als Leonardo unter Kurznarkose zu setzen und das geschah heute vormittag bei unserem Tierarzt. Als ich den hübschen Katermann dann nach zwei Stunden wieder sah, war das Erscheinungsbild natürlich ein anderes. Aber das Fell wächst nach und bei permanenter Fellpflege wird es auch kein Verfilzen mehr geben.



Samstag, 04.02.2012

Der Winter hat uns fest im Griff und heute nacht hatten wir minus 13 Grad im Garten. Wenn ich daran denke, wie sehr all die armen Geschöpfe in den verschiedenen Tierasylen und überhaupt alle, die keine warmen Unterkünfte haben, unter diesen Bedingungen zu leiden haben, werd ich einfach nur traurig.
Seit heute mittag war Hochbetrieb bei uns und gleich drei neue Schützlinge fanden an diesem Nachmittag in unserer Gruppe vorübergehend eine Bleibe.

Das ist die etwa zweijährige, kastrierte Dackelmixhündin Sunny. Sie kam namenlos direkt aus dem eiskalten Nitra und wurde noch am Abend von ihren Pflegeeltern Renate und Christoph bei uns abgeholt. Als Renate von den vielen Notfällen in diesem Hundelager erfuhr, sagte sie sofort zu mindestens ein Weibchen (Rüden verträgt ihr Langzeitpflegling Gismo leider nicht) aufzunehmen. So darf jetzt die Kuschelmaus Sunny in dieser lieben Pflegefamilie auf eine eigene Familie warten.

Zusammen mit Sunny kam auch ein ganz reizender Tigerkater, der bereits während er aus dem Transport stieg, zu schnurren begann. Daraufhin habe ich ihn ganz spontan SCHNURLI genannt - treffender geht´s glaube ich nicht ! Schnurli fehlen sämtliche Vorderzähne, die Zähne im hinteren Bereich sind noch vorhanden und sehen nicht krank aus. Ob die Vorderzähne dem armen Tier, über dessen Vergangenheit es absolut keine Informationen gibt, ausgeschlagen wurden oder durch einen Unfall abhanden kam, ist und bleibt ungewiss. Er selbst leidet darunter aber in keiner Weise, knabbert mit Genuß am Trockenfutter und ist halt andauernd am Schnurren. Mit den anderen Katzen gibt es überhaupt keine Probleme, wenn Schnurli sich anderen nähert geschiet das seitlich mit einem dezenten Buckel und: schnurrend !! Ein ganz besonders liebes Tier, das da heute in unsere Obhut kam.

Obwohl Pflegemama Nora bereits zwei Schützlinge bei sich hat (LUCA und ENKO) hat auch sie sich sofort angeboten zu helfen, damit der 9-jährige Polarspitz TRISTAN auch weiterhin gut versorgt bleibt.
Sein Frauchen verstarb heute im Spital nach einem tragischen Sturz und seit dem Unfall lebte Tristan bei Tochter und Schwiegersohn, wo allerdings auch zwei Katzen leben, die schwer gestresst reagierten. Daher war die Familie auf der dringenden Suche nach einer Lösung und war sehr angetan und auch überrascht wie problemlos und "so ganz anders" als erwartet sich der Besuch mit Tristan bei uns in Reyersdorf abspielte.
Wie sich das Zusammenleben bei Nora so abspielt, hat Nora wieder in unserem Gästebuch sehr bildlich und lesenswert geschildert.
Tristan hat das gleiche "Problem", das sehr viele Hunde speziell bei übervorsichtigen, zumeist älteren Hundehaltern haben. Er reagierte auf die Unsicherheiten und übernahm sukzessive die Führungsrolle. Bedeutet: alles Fremde wird verbellt, verknurrt und man kann förmlich körperlich den Stress fühlen, den dieser Hund ausstrahlt. Aber bereits nach zwei Stunden hatte sich die Situation sichtbar gebessert und Nora wird mit Tristan eben in dieser Richtung arbeiten. Weitere Berichte werden uns einen Einblick in die Fortschritte geben.



Dienstag, 31.01.2012


Diesel und ...

Joyi

Diese beiden 4-jährigen Katerbuben Diesel und Joyi zogen heute bei uns ein, weil die bisherige Besitzerin einen neuen gemeinsamen Haushalt mit ihrem Partner gründet und dieser leider an einer Katzenallergie leidet !
Während der grau getigerte Diesel schon nach kurzem zum Schmeicheln kommt, fällt dem etwas scheuerem schwarzen Joyi die Umstellung bedeutend schwerer. Die Tatsache, dass die beiden keine Geschwister sind und sich auch nicht sehr zugetan sind könnte die Aufenthaltsdauer bei uns verkürzen, da die beiden auch getrennt werden können. Angeblich wurde der schmusige Diesel vom schwarzen Joyi regelmässig gemobbt - eine Tatsache die ich bisher (noch) nicht bestätigen kann.


Montag, 30.01.2012


Unsere alte Maus namens "Elli" macht uns bereits seit einiger Zeit große Sorgen. Sie kommt einfach nicht mehr selbstständig hoch und muß die meiste Zeit von Adi (Elli wiegt knapp 30 kg) die einzigen sechs Stufen in unserem Haus bis zum Garten hinunter getragen werden. Im Garten geht Elli dann dank des rauhen Untergrundes (im Haus haben wir Fliesenboden, auf dem sie leider wenig bis gar keinen Halt findet) noch recht tapfer und erledigt ihre Geschäfte. Es macht nur unglaublich traurig, wie schwerfällig sie schon geht und ihre Hinterbeine immer öfter nicht gehorchen. Die tägliche Medikation wurde nach Rücksprache mit unserem Tierarzt noch ein wenig erhöht aber die Dosierung des Schmerzmittels ist bereits auf dem Maximum und es gibt doch noch Tage wo es ihr besser geht - aber die werden leider immer seltener.
Es gäbe noch die Möglichkeit unsere Stufen zu umgehen, indem Elli ihren Polster unten im Wohnzimmer, gleich neben der Terrassentüre beim Heizkörper, hätte, aber das möchte sie pardut nicht !! Damit hätte sie uns zwar im Auge aber wäre dennoch nicht nah genug bei uns. Sie hat mir ganz deutlich gezeigt, dass dies keine Option für sie ist und sie sich lieber tragen lässt, bevor sie unten liegen bliebe. Dazu muss ich anmerken, dass unser Schatz doch sehr eitel ist - wenn die Notwendigkeit des Gassigehens nicht absolut gegeben ist, dreht sie sich ganz demonstrativ zur Seite, sodass es fast nicht möglich ist, sie hoch zu heben. Nur wenn es wirklich notwendig ist, was ich aber bereits auf ihrem grauen Gesicht ablesen kann, dann lässt sie die Prozedur über sich ergehen. Unrein ist Elli bis jetzt nicht.
Andererseits nimmt sie an unserem täglichen Leben noch voll aktiv teil, sie verbellt klein Bienchen, wenn ihr das Herumtollen zu bunt wird und verlangt auch nach ihren geliebten Leckerlis. Den Futternapf und auch das Wasser reichen wir Elli direkt zum Polster, damit sie sich diesen Weg ersparen kann.
Unsere gemeinsame Zeit neigt sich dem Ende zu, dieser traurigen Tatsache müssen wir leider ins Auge sehen. Der letzte Dienst, den wir dieser lieben, dankbaren und tapferen Hündin bereiten können ist der, den optimalen Zeitpunkt zu sehen und gegen alle unsere Gefühle und Egoismus alleine, und ganz alleine in ihrem Sinne zu handeln. Ich hoffe dennoch, dass dieser Moment noch einige Zeit auf sich warten lässt ...




Samstag, 28.01.2012

Lilli´s kleiner Welpe DIESEL wurde heute von seiner neuen lieben Familie aus Abtenau im schönen Salzburger-Land in die Arme geschlossen und verhielt sich während der vierstündigen Heimfahrt absolut "nicht-spürbar". Überhaupt ist der kleine Diesel ein wahrer Wonneproppen, einfach nur lieb, anhänglich und superschmusig.
Während unserer diversen Gespräche mit Melanie stellte sich heraus, dass sie eine sehr gute Bekannte von Laura ist, die vor einigen Wochen unseren Schützling TIMON (Spanielrüde) adoptiert hatte. Die Welt ist wahrlich ein Whirlpool ....
Jedenfalls ist für morgen schon ein gemeinsamer Spaziergang geplant und wir freuen uns wirklich sehr über diese beiden prima Plätze für unsere Schützlinge !


Und noch ein sehr lieber Schützling verliess uns heute bereits in ein sehr liebes fixes Zuhause. Nicht ganz so weit wie Dieselchen, sondern nur quasi um´s Eck in den 10. Bezirk nach Wien. Familie R. hat bereits eine 17-jährige Katze, sonst bleibt die gesamte Betreuungszeit für die anhängliche und sehr liebe kleine Malteserhündin. Frau R. ist bereits in Pension und kann sich also den ganzen lieben Tag um die süße Maus kümmern. Das ist genau was Tessy braucht - seit dem ersten Tag bei uns wich sie mir nicht von den Fersen und wollte immer und überall mit dabei sein. Das wird ihr jetzt gegeben und darüber freuen wir uns sehr !



Dienstag, 24.01.2012

Meine gestrige Knieoperation ist sehr gut verlaufen und seit heute nachmittag bin ich gottlob auch schon wieder Zuhause. Mein Adi und meine Yvonne sind mir eine riesengroße Stütze, "überwachen" mich mit liebevollen Augen und ich werde verwöhnt und umsorgt und jede - auch so kleine Last - wird mir abgenommen. Meine Yvonne hat sich extra heute und morgen Urlaub genommen um bei mir sein zu können und ich bin sehr stolz und sehr dankbar für so eine tolle Familie.
Aber auch meine Freunde haben mich sehr unterstützt, denn obwohl ich sonst nicht wirklich ein Angsthase bin, hatte ich vor der notwendigen OP bzw. vielmehr vor der Vollnarkose doch gehörigen Respekt. Jetzt im Nachhinein kann ich erleichtert sagen: alles halb so wild und auch die eine Nacht im Spital war zwar ungewohnt aber durchaus erträglich. Es war zwar nicht unbedingt eine ruhige Nacht, aber eben nur eine einzige und was ich so alles im Krankenhaus zu sehen bekam, ist meine Meniskusoperation wirklich ein Waldspaziergang gewesen und ich bin von Herzen dankbar, dass ich nur eine solche OP hatte ....
Apropos Spazierengehen: das geht im Moment bis zur Nahtentfernung nur mit zwei Krüken um das Kniegelenk nicht zu sehr zu belasten und ich bin meiner lieben Dani wirklich sehr dankbar. Sie hat das Katzenhaus ganz toll im Griff und mir bleibt nur noch zu streicheln und die Leckerlis zu verteilen, alles andere und einiges mehr im Haushalt erledigt meine liebe Freundin täglich.
Jetzt heisst es für mich nur noch schnell wieder voll mobil zu werden und meine Eisbeutel und Gelenksgymnastik greifen sehr gut und ich mache große Fortschritte.
DANKE nochmals an alle meine lieben Freunde und meine Familie für die vielen lieben Nachrichten und positiven Gedanken !!!!!


Sonntag, 22.01.2012

Seit gestern leben wieder zwei neue Schützlinge in unserer kleinen Tierschutzgruppe:
Abends zog die etwas ältere aber superfitte kleine Malteserhündin - wir nennen sie TESSY - direkt aus dem Tierlager Nitra bei uns ein. Ilka brachte die kleine Maus gegen 20.00 Uhr bei uns vorbei und es schien so, als hätte die kleine Tessy überhaupt keine Berühungsängste. Zumindest verhält sie sich wesentlich sicherer als viele andere ihrer Artgenossen, die aus Nitra bei uns eintrafen. Allerdings von oben zu streicheln geht nicht - da zuckt die Kleine sehr zusammen und geht in Deckung ... na sagt ja schon einiges ...

Und das ist der zweite Glückspilz der seit gestern bei Pflegemama Nora in Wien leben darf.
So liest sich der Bericht von Enko´s Pflegern in Nitra: ENKO ist ein ca. 4 jähriger, kastrierter Spanielmixrüde, der sein bisheriges Leben als Kettenhund fristen musste und vom Besitzer selbst als "nicht mehr gebraucht" im Auffanglager abgegeben wurde.
Er ist ein aktiver, lebhafter und verspielter Hundebub der noch nicht sehr viel in seinem bisherigen Leben kennenlernen durfte und daher riesigen Nachholbedarf hat. Enko ist unglaublich lieb und anhänglich, freut sich total über Streicheleinheiten und will alles richtig machen um „seinen“ Menschen zu gefallen. Der hübsche Bursche würde sich über den Besuch einer Hundeschule sicher freuen wo er sowohl geistig als auch körperlich gefordert wird. Enko ist mit anderen Hunden problemlos verträglich und genießt es zwar, sich im Auffanglager erstmals in seinem Leben ohne Einschränkung durch die Kette bewegen zu können, aber jetzt wieder durch Gitter in seiner Freiheit eingeschränkt zu sein macht ihn sehr unglücklich.
Wer will mit Enko die Welt neu entdecken und dafür von ihm mit Liebe überschüttet zu werden? Er würde sich natürlich auch über einen Pflegeplatz als Sprungbrett in sein neues Leben freuen.


Wie sich die Eingewöhnung von ENKO so gestaltet, hat Nora in unserem Gästebuch am 21.1. bereits sehr eindrucksvoll dokumentiert.


Samstag, 21.01.2012

Heute wurde der süße Pinscher-Dackelmixwelpe MIKKI von seiner neuen Familie aus Sitzendorf Bezirk Hollabrunn mit Freudentränen in den Augen übernommen. Familie M. lebt in Haus mit Garten und der kleine Racker wird als vierbeiniges Familienmitglied ein sehr schönes Hundeleben führen dürfen.

MIKKI´s Schwester WINNIE wurde bereits am 12. Januar von Familie T. aus Seyring adoptiert und das Foto wurde uns freundlicherweise schon von Winnie´s neuer Familie übermittelt. Es zeigt die verspielte, freche, kleine Pinschermixhündin mit ihrem "großen" Beschützer SPIKE beim Herumtollen und über die lieben Zeilen habe ich mich sehr gefreut:

21.1.2012
Liebe Frau Höss-Fillip,
Anbei sende ich Ihnen einige Fotos von Winnie. Die kleine Maus hat sich schon sehr gut bei uns eingelebt. Sie und Spike verstehen sich wirklich gut. Auch mit unserer Katze hat sie sich schon angefreundet. Da Susi aber schon fast 18 Jahre ist, hält sie nicht sehr viel vom Spielen. Deshalb muss die meiste Zeit Spikie herhalten. Und nach dem Spielen und Toben im Garten ist dann gemeinsamens kuscheln angesagt - dann ist einige Stunden Ruhe im Hause T.:-))


Bereits vergangenes Wochenende wurde die extrem schmusige Schildpattkatze ZWERGI von Frau G. aus Wien besucht und sofort ins Herz geschlossen. Da jedoch im gleichen Haushalt bereits eine neunjährige Katze lebt wollte Frau G. ganz auf Nummer sicher gehen und hat deshalb gebeten, bei Zwergi auf ihre Kosten einen Leukosetest vornehmen zu lassen. Da dieser Test negativ ausfiel, durfte die süße Schmuserin heute in ihr neues, liebevolles Zuhause übersiedeln. Da auch die ansässige Katzendame eine sehr ruhige und verträgliche ist (das war uns wichtig, denn Zwergi wurde ja von ihrer früheren Gefährtin Lilli sehr unterjocht und sollte es jetzt besser treffen ...) werden sich die beiden Katzenseniorinnen bestimmt sehr gut vertragen.
Wir wünschen dem "Dreimäderlhaushalt" alles erdenklich Gute und der Zwergi eine schnelle Eingewöhnung !



Samstag, 14.01.2012

Die zu anderen Katzen eher herrische aber zu Zweibeinern sehr liebe und schmusige Katzendame LILLI durfte heute in ihr neues Zuhause nach Großenzersdorf zu Margit und ihrem 14-jährigen Retrieverrüden Aladin übersiedeln. Wir kennen Margit als äußerst liebe Tierfreundin, die als wir noch in Großenzersdorf lebten, unsere tägliche Gassirunden mit ihren damals noch zwei Hunden begleitete. Sie war es auch, die vor jetzt 5 Jahren von unserem damaligen kleinen "Krokodil" FIDI (er starb leider schon vor zwei Jahren) so massiv in die Hand gebissen wurde, dass sie eine ganze Woche im Spital bleiben musste. Ihr Zeigefinger ist bis heute steif geblieben, aber unserem Dackelmixrüden Fidi war sie keine Sekunde böse darüber gewesen ....
Also bei dieser Tierfreundin lebt die selbstbewusste Lilli jetzt und wird verhätschelt und verwöhnt, was das Zeug hält. Es wird jetzt einige Zeit brauchen bis Lilli erkennt, dass auch der gutmütige und katzengewöhnte Aladin keine Gefahr darstellt - ab dann steht einem tollen Katzenleben rein nichts mehr im Wege !



Das sind die beiden achtjährigen Hauskatzen LILLI und ZWERGI, die seit heute in unserer Obhut leben müssen, da sie wegen Übersiedlung ihr Zuhause verlassen mussten. Die beiden sind absolute Schmuser, sehr anhänglich und menschenbezogen und haben sich zum Glück sehr schnell in unserem Katzenappartement zurecht gefunden *gg*.
Da die schildpattfarbene dunkle Schönheit Zwergi von ihrer Gefährtin Lilli ziemlich unterbuttert wird - und auch nach Angaben der Besitzer - können die beiden auch getrennt vermittelt werden. Und da es wahrliche Schmusekatzen sind, dürfte ein liebevoller neuer Platz nicht lange auf sich warten lassen.


Montag, 09.01.2012

Ich habe den Kampf gegen den massiven Erkältungsvirus kläglich verloren und meine Meniskusoperation muss daher auf den 25. Januar verschoben werden. Wirklich sehr bedauerlich, denn seit einiger Zeit schmerzt auch mein rechtes Knie nicht unerheblich (lt. Arzt eine Reaktion der Fehlhaltung wegen der linken Seite ...). Solange ich in Bewegung bin, sieht alles gar nicht sooooo miserabel aus, allerdings stehe ich aus der Sitzposition auf, mache ich eine echt bemitleidenswerte Figur in U-Hackerl-Stellung. Nicht, dass ich mich beklagen möchte, es gibt weit mehr Schlimmeres, aber lästig ist das schon und ohne diese Erkältung hätte ich alles heute schon hinter mir. Shit happens und an´s Bett bin ich ausserdem gefesselt. Momentan pendle ich zwischen Bett, Dusche und Inhalationsapparat hin und her, echt Sch..... und die Fieberblasenplage tut ihr übriges zu meinem echt traurigen Erscheinungsbild.



Sonntag, 08.01.2012

Das ist Benni! Ein richtiger Sonnenschein und einfach nur lieb, verträglich und problemlos. Sein eigener Besitzer brachte diesen süßen, mittelgroßen Wuschelrüden in die Tötung nach Filakovo (SK), einfach weil er sich nicht mehr um ihn kümmern wollte !! Er wurde vom Verein AnimalHopeNitra freigekauft und wartete fast zwei Monate in Nitra auf eine Ausreisemöglichkeit.
Pflegemama Nora nahm das arme Tier am 6.12.2011 in ihre liebevolle Obhut. Nicht nur Benni´s verwahrlostes Fell sondern auch seine geschundene Hundeseele musste dringend gepflegt werden.
Die beiden Fotoaufnahmen "vorher" und "nachher" sprechen Bände ...

Heute durfte Benni in seine ganz eigene Familie übersiedeln und seine Pflegemama hat über die Adoption folgendes berichtet:

Diesmal haben die Heiligen Drei Könige meinen Wunsch für einen sehr schönen und verantwortungsvollen Fixplatz für Benni in Erfüllung gehen lassen. Meine süße schwarze Pflegefellnase durfte gestern, den 08.01.12, zu seiner eigenen Familie übersiedeln. Benni ist jetzt ein Raasdorfer. Als wir gestern gegen 17 Uhr bei Familie M. eintrafen, lief mein felliger Bube gleich ganz selbstverständlich ins Haus und begrüßte alle neugierig. Mit der vierjährigen Golden Retriver Hündin vertrug er sich auf Anhieb. Die beiden Söhne waren so wie ihre Eltern von dem Wuschel entzückt und nach zwei Stunden war es beschlossene Sache, dass Benni als neues Familienmitglied aufgenommen wird. Maxi, der jüngere Sohn, konnte die Formalitäten kaum abwarten. "Ist er jetzt endlich unser Hund?", wollte er wissen, nachdem der Adoptionsvertrag unterzeichnet war. "Ja, jetzt ist er Euer neues Familienmitglied und Ihr alle seid seine ganze Welt!, bestätigte ich dem aufgeregten Maxi. Es ist so wundervoll zu sehen, wie die Augen aller leuchteten - nur Benni wusste noch nichts von seinem Glück. Die Verabschiedung von Benni viel mir schwer und ich hielt sie sehr kurz. Wie üblich machte ich meinem Ex-Pflegewuschel ein Kreuz auf die Stirne und drückte ihm einen letzten Kuss darauf. Glücksgefühl und Trauer liegen in solchen Momenten für mich ganz, ganz eng beieinander. Ich wünsche Dir, mein lieber felliger Engel den Hundehimmel auf Erden! Euch, liebe Familie M. so viel Freude mit Benni, Bella und den Sittichen, wie nur möglich ist. Nora

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