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ĂĽber Hunde


Jede Tierschutzorganisation und jedes Tierheim freut sich, wenn ein SchĂĽtzling ein neues, liebevolles Zuhause findet.
Die folgenden Überlegungen sollen keinesfalls grundsätzlich davor abschrecken, sich ein Tier anzuschaffen, noch sollen sie vergessen lassen, wieviel Freude ein Tier machen kann. Aber selbstkritisches Hinterfragen vor der Anschaffung eines Haustieres, ob man tatsächlich bereit und in der Lage ist, die Verantwortung für das Leben eines Tieres mit allen Konsequenzen zu übernehmen, kann dazu beitragen, Fehlentscheidungen zu vermeiden, die zur Abgabe oder Rückgabe eines Tieres ins Tierheim führen können.


Welcher Hund passt zu mir ?

Sehr hilfreich ist es, wenn man sich ein Basiswissen ĂĽber die Hunderasse, fĂĽr die man sich interessiert, aneignet. Hier sind FachbĂĽcher und Videos sehr gut geeignet.
Will ich einen Sporthund, einen Begleiter oder einen Spielkameraden ?
Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung einverstanden.

Artgerechte Haltung
Lässt Ihr Lebensstil die artgerechte Haltung des bevorzugten Hundes zu ?
Ist die Betreuung des Tieres rund um die Uhr (Urlaub, Beruf) möglich ?
Sind Sie bereit, einen großen Teil Ihrer Freizeit auf das Tier abzustimmen ? Ein Hund braucht je nach Größe mindestens 1 - 2 Stunden Auslauf täglich, und das bei jedem Wetter !
Sind Tierhaare und Schmutz in Ihrer Wohnung ein Problem fĂĽr Sie?

Erziehung und Ausbildung
Ist die absolut notwendige Ausbildung (Hundeschule) möglich ?
Tiere haben bzw. entwickeln manchmal Eigenheiten. Sind Sie bereit, diese zu ertragen bzw. dort, wo es möglich und notwendig ist, diese Uneigenarten abzuerziehen (Besuch in der Hundeschule, Austausch mit anderen Hundebesitzern)?
Ein Hund kann 10 bis 16 Jahre oder älter werden. Soweit dies möglich ist, bedenken Sie bitte, ob massive Änderungen in Ihrem Leben auftreten könnten, die vielleicht jetzt schon für Sie absehbar sind und ob die optimale Betreuung für das Tier dann immer noch gewährleistet ist.

Pflege für Körper und Seele
Jeder Hund braucht regelmäßig Fellpflege aber bei einigen Hunderassen (Spaniel, Colli, Neufundländer, andere langhaarige Rassen) ist die tägliche Fellpflege ein absolutes Muss !Haben Sie dafür genügend Zeit ?
Bleibt genügend Zeit um sich mit dem Tier bewußt und eingehend zu beschäftigen und ihm die nötige Zuwendung zukommen zu lassen?

Räumliches Umfeld
Unbedingt abzuklären ist, ob Tierhaltung in Ihrer Wohnung/Haus erlaubt ist.
Haben Sie genĂĽgend und den richtigen Platz fĂĽr Ihren Wunschhund?
Jedes Tier braucht nicht nur genügend Auslauf sondern auch geeignete Ruheplätze innerhalb des Wohnraumes.

Wenn noch andere Haustiere bei Ihnen leben, muss vorab unbedingt genau abgeklärt werden, ob sich der neue Hund mit den ansässigen Tieren versteht. Es ist auch sehr wichtig, auf den Altersunterschied und die verschiedenen Charaktereigenschaften aller beteiligten Tiere Rücksicht zu nehmen. Einem sehr betagten Hund einen "Neuen" in sein Revier zu bringen, bedeutet mitunter sehr großen Stress und eventuell sogar Rücksichtslosigkeit gegenüber dem ansässigen Tier.

Kann ich mir einen Hund finanziell leisten ?
Haben Sie schon die Kosten kalkuliert, die auf Sie zukommen ? Neben den regelmäßigen Ausgaben für Ernährung des Hundes fallen auch noch Tierarztkosten und Hundesteuer an. Hunde müssen regelmäßig geimpft und entwurmt und gemäß dem aktuellen Tierschutzgesetz ab 1.1.2005 auch elektronisch registriert (gechippt) werden. Weiters fällt die jährliche Hundesteuer an, die in Österreich, je nach Bundesland und Anzahl der gehaltenen Hunde bis zu 120 Euro im Jahr beträgt. Ist der Hund krank oder verletzt, muss die sofortige tierärztliche Betreuung gewährleistet sein.

Eine deutsche Fachzeitschrift hat eine Studie mit folgenden Zahlen veröffentlicht:
Ein mittelgroĂźer Hund kostet pro Jahr etwa 680 Euro, eine Katze 540 Euro und ein Wellensittich 50 Euro.

Wie steht mein ĂĽbriges Umfeld zu dieser Entscheidung ?
Wenn Sie nicht alleine leben, stellt sich die Frage, ob das Tier wirklich in Ihrer gesamten Wohngemeinschaft willkommen ist. Wenn Ă„rger vorprogrammiert ist, leidet meist zuerst das Tier darunter.

Wenn Kinder im Haushalt leben, sollten sie alt und vernĂĽnftig genug fĂĽr einen Hund sein. Ein Tier ist kein Kinderspielzeug !

Wird Sie ihr Hund bei Besuchen bei Freunden und Verwandten begleiten dĂĽrfen ?
Unsere Gesellschaft ist sehr stark in Hundefreunde und Hundegegner gespalten. Sie sollten gegenĂĽber Anfeindungen von Nicht-Hundebesitzern innerlich gewappnet sein und hinter Ihrem Hund stehen.

Gesundheit
Vor der Anschaffung eines Hundes oder anderen Haustieres muss vorher abgeklärt werden, ob Sie oder andere Familienmitglieder jemals allergische Reaktionen auf Tierhaare gezeigt haben. Die Rückgabe eines Tieres aus diesem Grund ist häufiger als gedacht (wenn auch sicherlich manchmal vorgeschoben).
Bei eventuellen Beschwerden der Atemwege oder Ahstma-Patienten sollten vor der Anschaffung den Facharzt konsultieren, um den Status der Allergien zu prĂĽfen.

Betreuung wegen Urlaub oder Krankheit
Bitte überlegen Sie ganz genau, was Sie mit Ihrem Hund ier während des Urlaubs machen oder falls Sie erkranken würden. Haben Sie Freunde oder Verwandte, die sich dann um das Tier kümmern? Falls Sie auf Tierpensionen oder Urlaubspflegeplätze zurückgreifen müssen, überzeugen Sie sich vorab davon, dass Ihr Tier dort gut untergebracht und nicht einfach nur abgeschoben ist.

Wenn der Hund krank ist
Wer pflegt das Tier, wenn es krank wird? Wer bringt es zum Tierarzt? Fallweise kommt es vor, dass Erbrochenes oder Durchfall im Wohnraum zu beseitigen ist - sind Sie dazu in der Lage ? Sind Sie in der Lage, Ihrem kranken Tier in solchen Notfällen zu helfen ?


10 Bitten eines Hundes an den Menschen
1. Mein Leben dauert 10 – 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, eh` Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3. Setze Vertrauen in mich - ich lebe davon.

4. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde – ich habe nur Dich.

5. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird – ich vergesse es nie.

7. Bedenke, eh` Du mich schlägst, daß meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel an Deiner Hand zerquetschen könnten, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.

8. Ehe Du mich bei der Arbeit „unwillig“ schiltst, „bockig“ oder „faul“, bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde – auch du wirst einmal alt sein.

10. Geh jeden schweren Gang mit mir. Sag nie: „Ich kann sowas nicht sehen“ oder „es soll in meiner Abwesenheit geschehen.“ Alles ist leichter für mich mit Dir !

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