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Krankheiten der Katze


Ein verantwortungsbewusster Tierhalter sollte sich dar√ľber informieren, welche Krankheiten und Gefahren seinem Haustiger drohen, und vor allem, was vorbeugend unternommen werden kann, um Krankheiten zu verhindern. Schutzimpfungen sind ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugung. Eine regelm√§√üige und sorgf√§ltige Schutzimpfung kann Sie vor vielen K√ľmmernissen mit Ihrer Katze bewahren. Ihr Stubentiger wird es Ihnen danken - t√§glich, jahrein, jahraus.


FOLGENDE MASSNAHMEN K√ĖNNEN IHRER KATZE DAS LEBEN RETTEN !
Bringen Sie an den Fenstern stabile und fachmännisch montierte Katzenschutzgitter an.
Auch wenn jahrelang "nichts passiert", ein Fenstersturz kann schlimmste oder sogar tödliche Verletzungen nach sich ziehen und das mindeste, das passiert: Ihre Katze läuft in Panik davon !
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Lassen Sie niemals in Ihrer Abwesenheit ein Fenster oder T√ľre in gekipptem Zustand zur√ľck!
Kippfenster oder Kippt√ľren k√∂nnen absolute Todesfallen sein, denn ist das Tier einmal eingeklemmt und wird nicht sofort befreit, sind die dabei erlittenen (nach sehr langem Todeskampf) Verletzungen meist t√∂dlich.
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Bitte denken Sie daran - diese minimalen Vorsichtsma√ünahmen bieten maximale Sicherheit f√ľr Ihre Katze !




Katzenschnupfen
Unter Schnupfen im herkömmlichen Sinn versteht man einen Katarrh der oberen Luftwege mit tränenden Augen und verstopfter Nase. Beim Menschen ist diese jahreszeitlich typische Erkrankungsart zwar lästig, aber nicht gefährlich. Ganz anders hingegen die Situation bei Katzen. Katzenschnupfen ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die nicht verharmlost werden darf. Die Ursache sind verschiedene Infektionserreger wie Herpesviren, Caliciviren und Chlamydien. Die Erkrankung tritt unabhängig von der Jahreszeit auf. Infizierte, äußerlich aber nicht unbedingt sichtbar kranke Katzen, verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche, nicht geimpfte Katzen an.

Besonders gef√§hrdet sind Jungkatzen, Katzen mit Auslauf, solche die in eine Tierpension oder eine Klinik gebracht werden m√ľssen und Katzen, die an einer anderen Grundkrankheit, wie der Katzenleukose leiden.

Die Krankheit beginnt mit tr√§nenden Augen, klarem, w√§sserigen Nasenausfluss, Niesen, Fieber und Appetitmangel. Diese eigentlich harmlosen Anfangssymptome k√∂nnen sich jedoch schnell zum wirklichen ‚ÄěKatzenschnupfen‚Äú verschlimmern. In diesem Fall wird der Augen- und Nasenausfluss eitrig, und es treten schmerzhafte, blutige Geschw√ľre in der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen auf. Solcherart betroffene Katzen verweigern jede Nahrungsaufnahme, weil der f√ľr Katzen wichtige Geruchssinn stark eingeschr√§nkt ist, und das Zerkleinern und Abschlucken der Nahrung sehr schmerzhaft ist. Daraus entsteht ein Teufelskreis, der zu einer rasch fortschreitenden Schw√§chung der Katze und schlie√ülich zum Tod f√ľhrt. Man sollte daher schon bei den geringsten Anzeichen, wie Niesen und tr√§nenden Augen, den Tierarzt aufsuchen.

Katzenseuche
oder Panleukopenie ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung. Der Erreger, der von infizierten Katzen haupts√§chlich mit dem Kot ausgeschieden wird, ist extrem widerstandsf√§hig und beh√§lt seine krank machenden Eigenschaften unter Umst√§nden √ľber ein Jahr. Selbst eine ausschlie√ülich in der Wohnung gehaltene Katze ist gef√§hrdet. Das Virus wird n√§mlich nicht nur direkt von kranken auf gesunde Katzen √ľbertragen, sondern kann auch indirekt an Schuhen oder der Bekleidung haftend ‚Äěmit nach Hause gebracht werden‚Äú und zur Ansteckung der Katze f√ľhren.
Die Krankheit nimmt besonders bei Jungtieren oft einen rapiden, t√∂dlichen Verlauf. Ein erster Hinweis sind pl√∂tzlicher Appetitmangel und Bewegungsunlust. Mit dem Auftreten von Fieber verschlimmert sich der Zustand sehr schnell. Es kommt zu Erbrechen und schlie√ülich zu Durchfall mit w√§ssrig-blutigem Kot. Die Katze verliert dadurch sehr schnell gro√üe Mengen Fl√ľssigkeit, sie leidet unter starkem Durst, ist aber in diesem Zustand bereits zu geschw√§cht, um noch selbst zu trinken. Beim ersten Anzeichen von Katzenseuche ist sofortige tier√§rztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leider sind trotz einer Intensivtherapie vor allem Jungkatzen h√§ufig nicht mehr zu retten.
Wenn sich trächtige, ungeimpfte Katzen infizieren, sind auch die Kätzchen im Mutterleib gefährdet. Es kommt dadurch zu irreparablen Schäden am Gehirn, Fachleute sprechen hier von Kätzchen-Ataxiesyndrom.

FIP
Die Bezeichnung FIP steht f√ľr Feline Infekti√∂se Peritonitis, was soviel wie ansteckende Bauchfellentz√ľndung bedeutet. Die Ursache ist eine Virusinfektion. Die Krankheit √§u√üert sich im ersten Stadium oft in Form von Fieber, Appetitmangel und leichten Atembeschwerden. Nach Abklingen dieser Symptome kann es unterschiedliche Zeit sp√§ter zum zweiten Stadium der Erkrankung kommen. Hierbei unterscheidet man dann eine sogenannte feuchte Form der FIP, die in typischen F√§llen mit einer "Bauchwassersucht" einhergeht. So erkrankte Katzen sind am ganzen K√∂rper abgemagert, haben aber einen dicken, fl√ľssigkeitsgef√ľllten Bauch. Auch in der Brusth√∂hle k√∂nnen solche Fl√ľssigkeitsansammlungen vorkommen.

Bei der so genannten trockenen FIP kommt es zu einer Entz√ľndung der inneren Organe (Leber, Niere, Milz usw.) mit Fiebersch√ľben und teilweise Atembeschwerden. Weil hierbei die typischen Fl√ľssigkeitsansammlungen fehlen, ist die Diagnose wesentlich schwieriger als bei der feuchten Form. (Der so genannte FIP-Test, f√ľr den der Tierarzt der Katze eine kleine Menge Blut abnimmt, kann bei kranken Katzen den FIP-Verdacht erh√§rten.)
FIP ist die häufigste tödlich verlaufende Infektionskrankheit bei Jungkatzen.
Wirksame Behandlungsmethoden existieren bislang nicht.
Die FIP-Schutzimpfung ist aus diesem Grund besonders wichtig.

FIV oder Katzenaids
Relativ neu ist die Erkenntnis, dass au√üer dem FeLV auch noch ein zweites, FIV genanntes Virus zu schweren Beeintr√§chtigungen des Immunsystems f√ľhren kann. Die √úbertragung des FIV findet haupts√§chlich durch Bisse statt. Aus diesem Grund tritt diese Krankheit geh√§uft bei frei laufenden Katern (Revierk√§mpfe) auf.
Die Symptome einer FIV-Infektion ähneln denen der Katzenleukose, sodass nur allein anhand des klinischen Bildes keine Differenzierung getroffen werden kann. Mittels eines speziellen Testverfahrens ist es Ihrem Tierarzt jedoch möglich, zwischen beiden Krankheiten zu unterscheiden.
Eine Schutzimpfung gegen FIV-Infektionen ist derzeit nicht möglich.

Katzenleukose
Katzenleukose ist eine Virusinfektion, die durch das Katzenleuk√§mievirus, abgek√ľrzt FeLV, hervorgerufen wird. Untersuchungen haben klar gezeigt, dass beinahe jeder 6. Todesfall bei Katzen durch Leukose verursacht wird.
Diese Krankheit kommt weltweit vor und betrifft Katzen jeden Alters. Von der Ansteckung bis zur Erkrankung k√∂nnen Jahre vergehen. In dieser Zeit wird aber der Erreger millionenfach mit dem Speichel ausgeschieden. Nicht nur kranke, sondern auch gesund erscheinende Katzen k√∂nnen das Virus √ľbertragen.
Ansteckungsgefahr besteht also auch durch gesund erscheinende, dauerhaft infizierte Katzen !

Die Katzenleukose kann mit den vielf√§ltigsten Krankheitserscheinungen einhergehen. Beginnend mit Lustlosigkeit, Fieber, pl√∂tzlicher Abmagerung, blassen Schleimh√§uten (An√§mie), Zahnfleischentz√ľndungen bis hin zu b√∂sartigen Wucherungen in der Brusth√∂hle und im Bauch (Leber, Niere, Darm).
Die gr√∂√üte Gefahr bei der Katzenleukose besteht jedoch in einer Schw√§chung der Abwehrkraft durch das Virus. Betroffenen Katzen sind den verschiedensten Infektionserregern praktisch schutzlos ausgeliefert. Die Leukose ist somit auch Grundlage f√ľr viele andere, oft t√∂dlich verlaufende Infektionskrankheiten.
Solche Folgekrankheiten √ľberdecken oft die eigentliche Ursache, wodurch die richtige Diagnosestellung manchmal sehr erschwert wird. Als Faustregel kann aber gelten:
Pl√∂tzlich auftretende Mattigkeit, unerkl√§rliche Gewichtsabnahme, Durchfall oder Verstopfung, Schweratmigkeit, bei Zuchtkatzen Fruchtbarkeitsst√∂rungen, Zahnfleischentz√ľndungen und vieles mehr k√∂nnen Hinweise auf Leukose sein.
Ebenso gilt auch: Jede Gesundheitsst√∂rung bei der Katze, die sich schon √ľber l√§ngere Zeit hinzieht, d. h. chronisch ist, bei der eine Behandlung keine oder nur eine vor√ľbergehende Besserung bewirkt, ist leukoseverd√§chtig. Bei kranken Katzen kann der Tierarzt bereits durch seine Untersuchung einen Leukoseverdacht aussprechen. Der sog. Leukosetest kann diesen Verdacht erh√§rten.
Katzenleukose ist leider unheilbar aber eine Schutzimpfung kann helfen !

Tollwut
Wie andere Haustiere, sind auch Katzen mit Freilaufm√∂glichkeit tollwutgef√§hrdet. Nachgewiesene Tollwutf√§lle sind bei Katzen etwa 2- bis 3-mal so h√§ufig wie bei Hunden. Die Tollwut wird haupts√§chlich durch F√ľchse, daneben aber auch durch andere Wildtiere (Marder usw.) durch Biss √ľbertragen. Neu sind Berichte √ľber das Vorkommen von Tollwutviren bei Flederm√§usen.
Tollwut z√§hlt nach wie vor zu den gef√§hrlichsten Infektionskrankheiten f√ľr Mensch und Tier. Wegen der starken Gef√§hrdung des Menschen sind bei betroffenen Tieren Behandlungsversuche verboten.

Das Tollwutvirus befällt bei infizierten Tieren das Gehirn und ruft Verhaltensänderungen, Aggressivität, Beißwut, Raserei und schließlich, unter Lähmungserscheinungen, den Tod hervor. Bei jedem Kontakt mit einem tollwutkranken oder -verdächtigen Tier sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen!

Falls Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katze Kontakt mit einem tollwutkranken Tier hatte, m√ľssen Sie auf jeden Fall - schon im eigenen Interesse - umgehend einen Tierarzt und Arzt aufsuchen. F√ľr das weitere Vorgehen ist dann ma√ügeblich, ob die Katze eine g√ľltige Impfung aufweist. Das Tier muss bei der Tollwutimpfung mindestens 12 Wochen alt sein. Damit ein gesetzlich anerkannter Impfstatus besteht, darf die Impfung fr√ľhestens ab der 12. Lebenswoche erfolgen und muss mindestens 4 Wochen und h√∂chstens 1 Jahr zur√ľckliegen.


Hier einige Buchtipps zu diesem Thema: