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Zum Nachdenken


Alle diese Beitr├Ąge und Geschichten habe ich im Laufe der Zeit in B├╝chern, Zeitschriften und auch im Internet gefunden - sie alle sind mehr als lesenswert und sehr ber├╝hrend und ich hoffe, dass sie auch etwas zum Umdenken anregen.



Eine Leihgabe von Gott
Ich werde Dir f├╝r eine Weile dieses Tier leihen, sagte Gott.
Damit Du es liebst, w├Ąhrend es lebt und damit Du um dieses Tier trauerst, wenn es gegangen ist.
Vielleicht bleibt es f├╝r zw├Âlf oder vierzehn Jahre, oder vielleicht auch nur f├╝r zwei oder drei Jahre. Aber wirst Du, bis ich es zur├╝ckrufe, f├╝r das Tier sorgen?
Es wird Dich mit all seinem Charme erfreuen und sollte auch sein Aufenthalt kurz sein, wirst Du Dich immer an das Tier erinnern, auch in Deinem gr├Â├čten Kummer?

Ich kann Dir nicht versprechen, dass es bleiben wird, weil alle von der Erde wieder zur├╝ckkehren. Denn es gibt Dinge die hier gelernt werden m├╝ssen, die dieses Tier lernen darf.
Ich habe um die ganze Welt geschaut, um einen geeigneten Lehrer zu finden. Und von allem Volk, das sich auf der Erde tummelt, habe ich Dich gew├Ąhlt.
Nun wirst Du ihm all Deine Liebe geben, nicht das Unvermeidliche scheuen, noch mich hassen, wenn ich komme, um es zur├╝ckzuholen.
Fr├╝her, wenn die Menschen sagten: "Mein Gott, Dein Wille geschehe" wussten sie, eine Seele darf nach Hause gehen, wenn seine Zeit gekommen ist.
Trotz aller Freude, die dieses Tier Dir bringen wird, gehst Du das Risiko von gro├čem Schmerz ein.
Wirst Du es mit Z├Ąrtlichkeit aufnehmen, wirst Du es lieben, w├Ąhrend Du darfst und f├╝r das Gl├╝ck, das Du kennen lernen wirst, f├╝r immer dankbar sein?
Aber sollte ich es fr├╝her zur├╝ckrufen, als Du rechnest, bitte trage tapfer den bitteren Schmerz der kommt und versuche zu verstehen, denn auch f├╝r Dich ist es eine Erfahrung, die Du nur auf der Erde machen kannst.
Erinnere Dich daran, als Du es mit Deiner Liebe umhegen konntest, halte jeden Moment eures vertrauten Bandes fest und sei sicher:
Es liebt Dich auch jetzt noch, denn unsere Seele ist ewiglich.
(Verfasser unbekannt)




Mein Freund der Hund
Ich spreche mit ihm, wenn ich einsam bin und ich wei├č genau, er versteht mich, wenn er mich aufmerksam anschaut und sanft meine H├Ąnde leckt.
An meinem besten Anzug reibt er seine Schnauze, aber ich sage keinen Ton.
Wei├č Gott, ich kann mir neue Kleidung kaufen, aber keinen Freund wie ihn !
[William Dayton Wedegefarth)



Testament eines Hundes
Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie besitzen denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich w├╝rde auch solch┬┤ein Testament machen, wenn ich schreiben k├Ânnte.
Einem armen, einsamen Streuner w├╝rde ich gerne mein Zuhause hinterlassen.
Meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Scho├č. Die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreiem Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann sag┬┤bitte nicht:
Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut zu weh!
Such┬┤Dir einen einsamen Hund aus und gib┬┤ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe!
Die Liebe, die ich zur├╝ck lasse, ist alles, was ich geben kann.



Katzengl├╝ck
Tr├Ąnen rinnen ├╝ber meine Wangen
Sanft streicheln Deine Pf├Âtchen mein Gesicht.
Ich wei├č, Du kommst, um mich zu tr├Âsten
und das vergesse ich Dir nicht.

Ob ich weine oder lache,
Du bist immer f├╝r mich da,
legst Dich schnurrend auf mich nieder,
mein K├Ątzchen, Du bist wunderbar.

Keiner hat mich je so verstanden,
wie Du, mein kleiner Freund.
Du gibst mir so viel Liebe
wie es sich wohl jeder im Leben ertr├Ąumt.

Ich m├Âcht┬┤Dich nie mehr missen,
meine Katze, mein Sonnenschein,
hab so sehr um Dich gek├Ąmpft,
hab nun keinen Grund mehr zum traurig sein...
Steph Will (September 2000)



"Lehrt eure Kinder, was wir unseren Kindern lehrten.
Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde bef├Ąllt,
bef├Ąllt auch die S├Âhne und T├Âchter der Erde.
Denn eines wissen wir : Die Erde geh├Ârt nicht den Menschen -
der Mensch geh├Ârt zur Erde.
Alles ist miteinander verbunden wie das Blut, das eine Familie vereint."
(Verfasser unbekannt)


WENN ICH ALT BIN...
werde ich t├╝rkis tragen und hellgraue Sweatshirts und ein Tuch in meinem silbergrauen Haar. Ich werde meine Gesundheitsvorsorge mit s├╝├čem Wein und meinen Hunden verbringen, in meinem Haus auf abgenutzten Sesseln sitzen und dem Atem meiner Hunde lauschen.

Ich werde mich in lauen Sommern├Ąchten aus dem Haus schleichen und meine Hunde zu einem Spaziergang einladen, falls es meine alten Knochen erlauben.
Und wenn ich Leute treffe, werde ich l├Ącheln und nicken und ihnen meine Hunde zeigen, von ihnen sprechen, von denen, die ich in der Vergangenheit liebte, von denen, die ich heute liebe. Ich werde immer noch hart arbeiten, indem ich hinter ihnen aufwische, sie f├╝ttere und ihre Namen rufe, in einer leisen fl├╝sternden Weise.
Ich werde den Schwei├č an meiner Kehle wie Juwelen tragen, vielleicht auch peinlich f├╝r einige sein, f├╝r meine Familie, welche noch nicht den Frieden gefunden hat, so frei zu sein, um Hunde als beste Freunde zu haben.

Diese Freunde, die immer warten, zu jeder Stunde, dass du dich zu ihnen hinabbeugst, und sie aus tiefem Schlaf erwachen, leichtf├╝├čig auf die Beine springen, um dich zu begr├╝├čen, als w├Ąrst du ihr Gott. Mit warmen Augen voller bewundernder Liebe, hoffend, dass du bleibst und ihren festen Hals streichelst, ihre lieben s├╝├čen K├Âpfe k├╝sst und leise in ihrer so speziellen Gesellschaft sprichst.
Ich sehe in den Spiegel und sehe, dass auch ich ├Ąlter werde. Ich sehe den Menschen, der ich bin und immer gewesen bin. Hunde zu lieben ist einfach, sie sind ein Teil von mir, akzeptieren mich so, wie ich bin, meine Hunde begr├╝├čen meine Anwesenheit in ihrem Leben.
Wenn ich alt bin, wird das sehr wichtig f├╝r mich sein; du wirst es verstehen, wenn du selbst einmal alt bist, und wenn du Hunde hast, die du liebst!
(unbekannter Autor)


Eine kleine Geschichte:
Als Gott die Welt erschuf, verga├č er den Hund.
Und so kam es, da├č bereits alle Namen vergeben waren.
Da kam ihm eine Idee.
Er drehte einfach seinen Namen um
und aus ÔÇ×godÔÇť (englisch f├╝r Gott) wurde ÔÇ×DogÔÇť.

Die meisten Hunde stehen seitdem unter Gottes Schutz
und werden obendrein von uns,
ihren besten Freunden, liebevoll beh├╝tet.


Schau ich in die tiefste Ferne

Schau ich in die tiefste Ferne meiner Kinderzeit hinab,
steigt mit Vater und mit Mutter auch ein Hund aus seinem Grab.

Fr├Âhlich kommt er hergesprungen, frischen Muts, den Staub der Gruft,
wie so oft den Staub der Stra├če, von sich sch├╝ttelnd in der Luft.

Mit den treuen braunen Augen blickt er wieder auf zu mir,
und er scheint, wie einst, zu mahnen: Geh` doch nur, ich folge dir!

Denn in uns`rem Hause fehlte es an Dienern ganz und gar;
doch die Mutter lie├č mich laufen, wenn er mir zur Seite war.

Besser gab auch keine Amme je auf ihren Sch├╝tzling acht,
und er hatte sch├Ąrf`re Waffen und gebrauchte sie mit Macht.

Seine eig`nen Kameraden hielt er mit den Z├Ąhnen fern,
und des Nachbars Katze ehrte ihn von selbst als ihren Herrn.

Doch, wenn ich dem alten Brunnen spielend nahte hinterm Haus,
bellte er mit heller Stimme meine Mutter gleich heraus.

Er erhielt von jedem Bissen seinen Teil, den ich bekam,
und er war mir so ergeben, da├č er selbst die Kirschen nahm.

Wie die beiden Dioskuren brachten wir die Tage hin,
einer durch den andern gl├╝cklich, jede Stunde ein Gewinn.

Macht` ich nicht auch halb vom Tode meinen treuen Pollux frei,
lie├č ich`s nur, weil ich nicht ahnte, da├č ich selbst der Kastor sei.

Aber allzubald nur tr├╝bte uns der heitre Himmel sich;
denn er hatte einen Fehler, diesen, da├č er wuchs, wie ich.

Und an ihm erschien als S├╝nde, was an mir als Tugend galt,
da man mich ums Wachsen lobte, aber ihn ums Wachsen schalt.

Immer gr├Â├čer ward der Hunger, immer kleiner ward das Brot,
und der eine konnte essen, was die Mutter beiden bot.

Als ich eines Morgens fragte, sagte man, er w├Ąre fort
und entlaufen wie ein Hase; doch das war ein falsches Wort.

Noch denselben Abend kehrte er zu seinem Freund zur├╝ck,
den zerbiss`nen Strick am Halse; doch das war ein kurzes Gl├╝ck.

Denn, obgleich er mit ins Bette durfte, ach, ich bat so sehr,
war er morgens doch verschwunden, und ich sah ihn niemals mehr.

Ward er an die Eisenkette jetzt gelegt von seinem Herrn,
oder fiel sein Los noch h├Ąrter, wei├č ich nicht, doch blieb er fern!

Schau` ich in die tiefste Ferne meiner Kinderzeit hinab,
steigt mit Vater und mit Mutter auch ein Hund aus seinem Grab.
(Friedrich Hebbel)

Das Weltgewissen

Es klagt das Weltgewissen die ganze Menschheit an:
was habt ihr mit den Tieren, was habt ihr mit dem Tier getan?

Das euch in Liebe nahte, das euch verbunden war,
und manches Opfer brachte, nicht achtend der Gefahr!

Nun sind sie ausgeliefert der gr├Â├čten Qual und Pein,
und sollten unsre Br├╝der in allen N├Âten sein!

Ihr aber seid so herzlos und h├Ârt ihr Klagen nicht!
Ihr kommt, wenn ihr┬┤s nicht ├Ąndert,
dereinst vor das Gericht!

Ihr seid schon jetzt gerichtet, durch euer eignes Tun,
euch ewig anzuklagen, wird keins der Tiere ruhn.

Gar gro├č ist die Bedr├Ąngnis, unsagbar Leid und Schmerz,
bis ihr begreift und umkehrt!
Gott gab auch euch ein Herz!

Dass es in Liebe schlage,f├╝r alles, was da lebt,
und ihr die volle W├╝rde den Tieren wiedergebt!

Denn eure eigne "W├╝rde", sie ist vor Gott nichts wert,
wenn ihr nicht in den Tieren, den Sch├Âpfer selber ehrt!
(S. Koerner)


Botschaft aus dem Himmel
Letzte Nacht stand ich an deinem Bett um einen Blick auf Dich zu werfen,
und ich konnte sehen, dass du weintest und nicht schlafen konntest.
Ich winselte leise um dir zu sagen:
"Ich bin`s, ich hab` Dich nicht verlassen. Ich bin wohlauf, es geht mir gut und ich bin hier."
Heute morgen beim Fr├╝hst├╝ck da, war ich ganz nah bei dir und ich sah dich den Kaffee einschenken
w├Ąhrend du daran dachtest,wie oft fr├╝her deine H├Ąnde zu mir heruntergewandert sind.

Ich war heute mit dir beim Einkaufen, deine Arme taten dir weh vom Tragen.
Ich sehnte mich danach, dir dabei zu helfen und w├╝nschte, ich h├Ątte mehr tun k├Ânnen.

Heute war ich auch mit dir an meinem Grab, welches du mit so viel Liebe pflegst.
Aber glaube mir ich bin nicht dort.Ich ging zusammen mit dir zum Haus, du suchtest nach dem Schl├╝ssel.
Ich ber├╝hrte dich mit meiner Pfote und sagte l├Ąchelnd:
"Ich bin`s."

Du sahst so m├╝de aus, als du dich auf die Couch sinken lie├čest.
Ich versuchte mit aller Macht, dich sp├╝ren zu lassen, dass ich bei dir bin.
Ich kann dir jeden Tag so nahe sein, um dir mit Gewissheit sagen zu k├Ânnen:
"Ich bin nie fortgegangen."

Du hast ganz ruhig auf deiner Couch gesessen, dann hast du gel├Ąchelt, und ich glaube,
du wusstest.... in der Stille des Abends...,dass ich ganz in deiner N├Ąhe war.
Der Tag ist vorbei..., ich l├Ąchle und sehe dich g├Ąhnen, und ich sag` zu dir:
"Gute Nacht, Gott sch├╝tze dich, ich seh` dich morgen fr├╝h."

Und wenn f├╝r dich die Zeit gekommen ist, den Fluss der uns beide trennt, zu ├╝berqueren,
werde ich zu dir hin├╝bereilen, damit wir endlich wieder zusammen, Seite an Seite sein k├Ânnen.
Es gibt so viel, das ich dir zeigen muss und es gibt so viel f├╝r dich zu sehen.
Hab Geduld und setze deine Lebensreise fort...,
dann komm..., komm heim zu mir.
(Autor unbekannt)


"Erziehung besteht nicht nur in der Ausbildung des Verstandes.
Auch die Intelligenz des Herzens und die menschlichen Qualit├Ąten wie Mitgef├╝hl, Freundlichkeit, Wohlwollen und Verantwortungsgef├╝hl m├╝ssen geschult werden."

(Dalai Lama)



Der Umgang des Menschen mit den Tieren geh├Ârt zu den fundamentalsten Prinzipien der Sittlichkeit.
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht,irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht!


--> Heute haben wir gr├Â├čere H├Ąuser, jedoch kleinere Familien
Mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit.
--> Wir haben einen h├Âheren Bildungsgrad mit mehr Wissen,
aber weniger gesunden Menschenverstand und Urteilsverm├Âgen.
--> Wir haben mehr Experten, aber mehr Probleme.
Mehr Medizin, aber weniger gute Gesundheit.
--> Wir geben uns zu unbek├╝mmert und Lachen zuwenig.
Werden zu schnell ├Ąrgerlich, stehen zu sp├Ąt auf,
Lesen zu wenig, sehen zuviel TV und sind weniger r├╝cksichtsvoll.
--> Wir haben unsere Besitzt├╝mer multipliziert, aber unsere Werte reduziert.
Wir reden zuviel, lieben zu wenig und l├╝gen zu oft.
--> Wir haben h├Âhere Geb├Ąude, aber niedrigere Temperamente.
Breitere Stra├čen, aber schm├Ąlere Standpunkte.
--> Wir geben mehr aus, aber haben weniger.
Wir kaufen mehr, genie├čen es noch weniger.
--> Wir sind die ganze Strecke zum Mond und zur├╝ck gewesen, aber wir haben
M├╝he, die Stra├če zu ├╝berqueren, um unsere Nachbarn zu treffen.
--> Wir haben das Atom, aber nicht unser Vorurteil gespalten.
Wir schreiben und planen mehr, lernen aber vollenden immer weniger.
--> Wir haben gelernt zu eilen, aber nicht zu warten.
Wir haben h├Âhere Einkommen, aber niedrigere Moral
--> Wir bauen mehr Computer, um mehr Information zu halten, mehr Kopien zu
erzeugen, aber um weniger pers├Ânliche Kommunikation zu haben.
Wir haben mehr Quantit├Ąt statt Qualit├Ąt.
Dies sind die Zeiten des Fast Foods und der gro├čen M├Ąnner mit wenig Charakter.
--> Wir haben mehr Freizeit, aber immer weniger Spa├č.
Mehr Nahrungsvielfalt, aber weniger Ern├Ąhrung.
--> Viele haben zwei Einkommen - aber es gibt immer mehr Scheidungen.
Wir haben sch├Ânere H├Ąuser - aber gebrochene Heime.



So sage ich Euch, lasst Euch nicht abstumpfen, bleibt wach!
Alles, was Du tun kannst, wird in Anschauung dessen, was getan werden sollte, immer nur ein Tropfen statt eines Stromes sein; aber es gibt Deinem Leben den einzigen Sinn, den es haben kann und macht es wertvoll.
Wo Du bist, soll, so viel an Dir ist, Erl├Âsung sein. Erl├Âsung von dem Elend, das der in sich selbst entzweite Wille zum Leben in die Welt gebracht hat, Erl├Âsung, wie sie nur der wissende Mensch bringen kann. Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel - wenn Du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst, sei es Mensch, sei es irgend eine Kreatur. Leben erhalten ist das einzige Gl├╝ck.
(Albert Schweitzer)




Die Bedeutung des Hundes f├╝r den Menschen ...
Als Mutter Erde das j├╝ngste Kind von ihr und Vater Sonne gebar, kamen alle ├Ąlteren Kinder ans Kinderbett, um ihr neues Geschwisterchen zu begr├╝├čen und zu bewundern. ÔÇťEs hei├čt MenschÔÇŁ, fl├╝sterte die Mutter Erde ihren Kindern zu. ÔÇťEs wird einst ein Paradies f├╝r uns alle da sein, doch bis dahin wird es noch viel lernen m├╝ssen und es wird uns allen viele Ver├Ąnderungen bescheren. Damit es wachsen kann braucht es unsere und auch eure Hilfe.ÔÇŁ
Die Kinder der Erde waren ganz hingerissen von diesem neuen Wesen und alle, die sie hier versammelt waren, boten dem Kind feierlich ihre ganz besonderen Kr├Ąfte an und stellten sich als Lehrer und Vorbilder zur Verf├╝gung. Der Fels sprach: ÔÇťIch werde dem Kind Halt und Boden geben, es soll auf mir leben und in mir Schutz und Wohnung finden. Ich werde es nach und nach ins Geheimnis der Struktur und Form einweihen und es lehren, stabil und standfest zu werden.ÔÇŁ
Der Baum sprach: ÔÇťIch werde es lehren, die Sch├Âpfungskraft der Erde und des Himmels zu vereinen und werde ihm mit meinem Holz und meinen Fr├╝chten zum leiblichen und seelischen Wohl dienen.ÔÇŁ
Der B├╝ffel sprach: ÔÇťIch werde es mit meinem K├Ârper ern├Ąhren und ihm Kraft und W├Ąrme spenden, damit es wachsen und gedeihen kann.ÔÇŁ
Der Adler ├Âffnete seine m├Ąchtigen Fl├╝gel und sprach: ÔÇťIch werde seinen Blick weit oben ins Licht tragen, damit es Vater Sonne ins Angesicht schauen kann und sich zu seinem Ebenbild entwickelt.ÔÇŁ
So kam ein Lebewesen nach dem anderen und sie alle boten dem Kind ihre Hilfe und ihr Wissen an, denn sie alle liebten es. Ganz am Schluss kam der alte Wolf. Er blickte das noch kleine Gesch├Âpf lange an und sprach : ÔÇťIch werde ihm ein F├╝hrer sein, werde ihm zeigen, wie es sich im Leben behaupten muss und wie es seinem Schicksalsplan weise folgen kann. Doch meine Lehre wird es erst in vielen Daseinsjahren annehmen k├Ânnen, bis dahin braucht es erst einen Freund, der ihm hilft, ihn tr├Âstet, der es sch├╝tzt und ihm die Liebe zu sich selber lehrt.ÔÇŁ
Damit drehte er sich um und schaute lange stumm in sein Rudel. Er befahl einen verspielten, lebhaften jungen Wolf zu sich und sprach: ÔÇťDu mein j├╝ngster Sohn wirst die Aufgabe erhalten, diesem j├╝ngsten Kind unserer gro├čen Mutter Erde als treuer Freund zur Seite zu stehen. Begleite es treu und pass auf es auf. Es wird uns allen mit seiner Neugierde und Aufgewecktheit viel ├ärger machen und es wird sich h├Ąufig selbst sehr weh tun. Dann, mein Sohn musst du es an sein Gutsein und Richtigsein erinnern, du musst ihm zeigen, dass wir, die ├Ąlteren Geschwister, es immer lieben und uns freuen ├╝ber sein Wachstum.ÔÇŁ Der junge Wolf schaute seinen Vater ernst an und nickte: ÔÇťDas will ich tun Vater.ÔÇŁ Dann drehte er sich um und schaute auf das Menschenkind. Seine Augen wurden ganz sanft und weich und seine Rute wedelte kaum merklich.
Die Mutter Erde fl├╝sterte ihm ganz sanft zu: ÔÇťNun kleiner Wolf, wirst Du ewig im Bann des Menschen bleiben und Dein Volk verlassen. Du bist nun nicht mehr ein Wolf, ab heute sollst Du Hund genannt werden, was soviel bedeutet wie: ÔÇťDer die wahre Freundschaft lehrtÔÇŁ.
Der Hund legte sich gl├╝cklich neben das Bett des Menschen nieder und seufzte tief.
Diesen Platz hat er bis heute nicht verlassen.
(gefunden im Internet)


An euch Menschen:

Ich kann leider nichts sagen,
bin nur ein Hund
und werd┬┤ gepr├╝gelt seit Tagen.
Wenn ich nur schreiben k├Ânnte,
schrieb ich euch ein Gedicht
und h├Ątte Tr├Ąnen im Gesicht.

Man sagt, ich w├Ąre ein Kampfhund,
und dass ich gef├Ąhrlich bin.
├Âffnet Eure Augen,
und schaut genauer hin!

Bin ich nicht nur ein Werkzeug,
von Menschen scharf gemacht,
von diesen Skrupellosen,
die nicht nachgedacht?

Jetzt bin ich scharf und bei├če auch,
doch so einen Hund wohl keiner braucht.
Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,
mit diesem Wahnsinn sei jetzt Schluss!

Doch wenn ich jetzt auch sterben muss,
durch Todesspritze oder Schuss,
geb┬┤ ich euch Menschen einen Rat,
ich bin ein Hund, ein Kamerad.

Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein.
Und lasst die Hunde Hunde sein.
Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist,
der weiss, dass manch ein Mensch nicht besser ist!





Innige und wahre Liebe...


Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst...

Der erste Tag ist ein Tag, gesegnet mit Gl├╝ck, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Wenn Du Dein erw├Ąhltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es die Wohnung erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum f├╝r sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste mal f├╝hlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt dich ein Gef├╝hl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre, die da kommen werden, mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre sp├Ąter ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Allt├Ąglich und nicht au├čergew├Âhnlich. Aber, f├╝r einen ├╝berraschenden Moment wirst Du auf Deinen langj├Ąhrigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsame ├╝berlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivit├Ąt sahst. So wirst Du anfangen, die Ern├Ąhrung Deines Freundes umzustellen - und wom├Âglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst sp├╝ren, die Dich die kommende Leere erahnen l├Ąsst. Und Du wirst dieses unbehagliche Gef├╝hl kommen und gehen sp├╝ren, bis schlie├člich der dritte Tag kommt.

Und an diesem dritten Tage - wenn Dein Freund gehen muss, wirst Du Dich einer Entscheidung gegen├╝ber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterst├╝tzung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird - Du wirst Dich einsam f├╝hlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe f├╝r dein Haustier stehst, f├╝r das Du die vielen von Freude erf├╝llten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in manchen Momenten, wenn Dir dein Herz schwer wird, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlangstreichen sp├╝ren. Nur ganz ganz leicht. Und wenn Du auf den Platz schaust, an dem Dein lieber - vielleicht liebster Freund - gew├Âhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern.
Die Erinnerung wird einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen. Wahrend die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als h├Ątte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zur├╝ckweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zur├╝ckweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - verbunden mit der Erinnerung an Dein geliebtes Tier. Und durch die Schwere in Deinem Herzen wird eine Erkenntnis kommen, die nur Dir allein geh├Ârt. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jenem Tier, das wir geliebt - und verloren haben. Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der ├╝brigbleibt, nachdem die Bl├Ątter verwelkt sind. Diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein f├╝r unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein geh├Ârt. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschlie├čen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.

(Freie ├ťbersetzung aus dem Englischen.
Autor des Originals: Martin Scot Kosins, Autor von ÔÇťMayaÔÇÖs First RoseÔÇŁ)








GEH┬┤ ENDLICH WEITER, FREMDER MANN...

Schweigend steh ich da, ersch├╝ttert,
vor den Boxen, engmaschig vergittert.
Ein alter Hund mit wei├čem Bart,
die Flanken eingefallen, d├╝nn behaart,
schaut mich mit leeren Augen an:
"Du hilfst mir auch nicht, fremder Mann!

Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch┬┤ ich nicht!

Geh endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alle Liebe, die ich hab,
umsonst ich einem Menschen gab!

Doch wenn er k├Ąm┬┤, holt┬┤ mich nach Haus,
wie anders s├Ąh┬┤ die Welt dann aus!
Mein ganzes Herz w├Ąr┬┤ wieder sein -
warum nur lie├č er mich allein?

Geh┬┤ endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alles h├Ątte ich gegeben,
f├╝r deinen Bruder - selbst mein Leben!

Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch┬┤ ich nicht.
Geh weiter - oder wag┬┤ den Schritt,
hab┬┤ Erbarmen - NIMM MICH MIT!



Die Todeszelle ist mein Heim,
wird sie es nur f├╝r 10 Tage oder f├╝r immer sein?
Es kommt jemand und mich befreit -
ein Freund noch immer Hilfe schreit.

Ich weiss, nicht alle haben Gl├╝ck
und kommen in die Welt zur├╝ck,
wo man als Kumpel angesehen und
Menschen mit mir Gassi gehen.

Mich streicheln, f├╝ttern, mit mir spielen,
ich w├╝nschte es so Vielen,
dass auch sie den Tag erleben,
wie ich ein Heim zu haben
und ihre Liebe geben!

(F├╝r alle geschundenen Tiere in den vielen Tierlagern und T├Âtungsstationen...)




Dein treuer Hund ...

Wenn alle Dich meiden und hassen, ob mit oder ohne Grund,
wird einer Dich niemals verlassen und das ist Dein treuer Hund.

Und w├╝rdest Du ihn sogar schlagen, ganz herzlos und ohne Verstand,
er wird es geduldig ertragen und leckt Dir daf├╝r noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue hat er f├╝r Dich immer parat!
Er beweist es Dir t├Ąglich aufs neue, wie unsagbar gern er Dich hat.

Nennst Du Deinen Hund Dein eigen, wirst Du nie verlassen sein,
und solltest Du vor Einsamkeit schweigen, denn Du bist doch niemals allein.

Wird einst der Tod Dir erscheinen und schl├Ągt Dir die letzte Stund,
wird einer bestimmt um Dich weinen und das ist Dein treuer Hund.

Drum sch├Ąm Dich nicht Deiner Tr├Ąnen wenn einmal Dein Hund von Dir geht!
Nur er ist, das will ich erw├Ąhnen, ein Wesen, das stets zu Dir steht.

(Verfasser unbekannt)




Ein treues Herz, ein treuer Blick,
das gibt┬┤s noch auf der Welt -
denn auch im Schmerz - nicht nur im Gl├╝ck
ein Wesen zu Dir h├Ąlt.

In Freud und Leid, zu jeder Stund┬┤,
h├Ąlt einer treu zu Dir: Dein Hund.

Er dankt f├╝r jedes kleine Gl├╝ck
und blickt Dich an beseelt.
Er spricht zu Dir mit seinem Blick,
da ihm die Sprache fehlt.

Erkenn┬┤den Wert, bevor┬┤s zu sp├Ąt,
sei gut zu Deinem Tier -
denn wenn Dein Hund einst von Dir geht,
wer h├Ąlt dann die Treue Dir?!

(Autor unbekannt)



JEDER EINZELNE IST WICHTIG !

Ein furchtbarer Sturm kam auf. Ein Orkan tobte, das Meer wurde aufgew├╝hlt und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbet├Ąubend laut am Strand. Nachdem das Unwetter
nachgelassen hatte, klarte der Himmel sehr bald wieder v├Âllig auf. Am Strand aber lagen unz├Ąhlige von Seesternen, die von der Str├Âmung an den Strand geworfen wurden.
Ein kleines M├Ądchen lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern f├╝r Seestern in die Hand und warf ihn zur├╝ck ins Meer.
Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem M├Ądchen und sagte: ÔÇ×Du dummes Kind! Was du da machst, ist vollkommen sinnlos! Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst du niemals alle zur├╝ck ins Meer werfen! Was du da tust, ├Ąndert nicht das Geringste!ÔÇť
Das M├Ądchen schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging es zu dem n├Ąchsten Seestern, hob ihn behutsam auf und warf ihn ins Meer. Zu dem Mann gerichtet sagte sie:
ÔÇ×F├╝r diesen einen hat es etwas ge├Ąndert !ÔÇť



Warum der Hund Hund heisst ........

Nachdem Gott die Erde und den Himmel, die Blumen und B├Ąume erschaffen hatte, erschuf er noch alle Tiere, alle V├Âgel und die Bienen. Und als seine Arbeit getan war, war nicht eins genau wie das andere.

Dann sagte Gott: Ich werde nun ├╝ber meine Erde wandeln und jedem Ding einen Namen geben. Und so ├╝berquerte er das Land und das Meer und ├╝berall, wohin er ging, folgte ihm bis zur Ersch├Âpfung ein kleines Tier.

Als alles auf der Erde, im Himmel und im Meer benannt war, sagte das kleine Tier: Lieber Gott, jetzt ist kein einziger Name f├╝r mich ├╝brig geblieben.

Gott l├Ąchelte und sagte sanft: Ich habe dich bis zum Schluss aufgehoben. Ich drehe meinen eigenen Namen (GOD) von hinten nach vorne und nenne dich DOG, mein Freund.






Liebes verfluchtes Gitter...

Wohl tausendmal schon habe ich die eisernen St├Ąbe
mit meinen Pfoten niederrei├čen wollen,
und auch meine Z├Ąhne habe ich daran probiert.
Aber h├Ąrter als der h├Ąrteste Knochen,
glatter als der gl├Ątteste Stein gibst Du nicht nach,
Du verfluchtes Gitter.

Ich h├Âre Stimmen - hohe, tiefe,
ich rieche Deinen seufzenden Atem,
ich suche Deine Augen, Du Aufrechtgehender,
um Dir zu sagen- bitte, ich bitte Dich,
ich bettele Dich an!
Nein, ich will keinen Knochen,
kein St├╝ck Barmherzigkeitswurst,
ich habe keinen Hunger.

Ich habe SEHNSUCHT -
nach Luft, Wiese, einer Decke in einer warmen Ecke,
nach einer Hand, in die ich meine Schnauze stecken kann.

Nimm mich mit!!
Ich bitte Dich, gib mir ein St├╝ckchen Gl├╝ck
von dem zur├╝ck, das ich verloren habe.
Ich wei├č nur nicht, warum ich es verloren habe.
Ich begreife es nicht mit meinem kleinen Hundehirn.
Ich begreife es einfach nicht!!!

Von Tag zu Tag wird mein Blick m├╝der.
Die Kreise meiner Gedanken werden kleiner,
so klein, dass sie jetzt schon recht gut in meine Zelle passen.
Ich laufe im Kreis und denke im Kreis.
Das Gitter ist mir schon vertraut, beinahe habe ich es lieb.

Ja, ich liebe Dich, Du verfluchtes Gitter,
weil ich wenigstens meine Hoffnungen
durch Dich durchblicken kann.
Ich liebe Dich, Du verfluchtes Gitter,
weil ab und zu ein menschlicher Arm zu mir reinreicht
und manchmal sich ein Blick zu mir hereinverirrt der mir sagt:
" Warte nur ab. Es kommt auch f├╝r dich einmal ein sch├Âner Tag!
Bestimmt, bestimmt!!"

Um Mitternacht, wenn anderswo Geisterstunde ist,
dann reden wir "H├Ąftlinge" miteinander,
von Zelle zu Zelle, von Gitter zu Gitter.
Wir erz├Ąhlen uns, warum wir ausgesto├čen worden sind,
vor die T├╝r gesetzt, vertrieben, vergessen,
wir armen Hunde im Massenstall.

Das ist die Stunde, in der ich Dir direkt dankbar bin,
Du liebes verfluchtes Gitter.
Dann liebe ich Dich wirklich, ehrlich, aufrichtig;
denn dann bist Du nicht das Ende meiner Welt,
sondern sch├╝tzt mich vor der Welt der Menschen...

Autor: Unbekannt




Keinen interessiert es...

Als sie die "Kampfis" ausrotteten, habe ich geschwiegen,
ich hatte ja keinen "SoKa".
Als sie die Herdenschutzhunde abholten, habe ich geschwiegen, ich hatte ja keinen Herdenschutzhund.
Als sie alle gr├Â├čeren Hunde verbaten, habe ich geschwiegen, ich hatte ja keinen gro├čen Hund.
Als sie dann meinen Hund abholten, hat das keinen mehr interessiert!




Brief eines Welpen

Heute bin ich gestorben. Ihr habt genug von mir gehabt.
Ihr habt mich in ein Tierheim gebracht. Es war ├╝berf├╝llt.
Wahrscheinlich bin ich unter einem ungl├╝cklichen Stern geboren.
Jetzt liege ich in einem schwarzen Plastiksack. Mein Halsband, das zu klein war und auch schmutzig, hat die Frau, die mich auf das ewige Jagdfeld geschickt hat, abgenommen. Das und die kaum benutzte Leine, die Ihr hier gelassen habt, wird ein anderer Welpe bekommen.

H├Ątte es sein k├Ânnen, dass ich immer noch bei Euch zu Hause w├Ąre, wenn ich den Schuh nicht zerkaut h├Ątte ? Ich wusste nur, dass es Leder ist, es lag vor mir auf dem Boden. Ich wollte nur spielen. Ihr habt vergessen Hundespielzeug zu kaufen.

H├Ątte es sein k├Ânnen, dass ich immer noch bei Euch zu Hause w├Ąre, wenn ich stubenrein gewesen w├Ąre? Ihr habt meine Nase da reingedr├╝ckt. Ich verstand es nicht. Es gibt doch B├╝cher und Schulen, wo man lernen kann, wie man Welpen so etwas beibringt.

H├Ątte es sein k├Ânnen, dass ich immer noch bei Euch zu Hause w├Ąre, wenn ich keine Fl├Âhe in die Wohnung geschleppt h├Ątte? Aber alleine und ohne Mittel kann ich sie nicht los werden.

H├Ątte es sein k├Ânnen, dass ich immer noch bei Euch zu Hause w├Ąre, wenn ich nicht gebellt h├Ątte? Aber ich habe doch nur gesungen: Ich bin da, ich bin da, ich bin erschrocken und so einsam. Ich m├Âchte Euer bester Freund werden.

H├Ątte es sein k├Ânnen, dass ich immer noch bei Euch zu Hause w├Ąre, wenn ich Euch erfreut h├Ątte? Aber wenn Ihr mich schlagt, wie kann ich Euch da erfreuen ?

H├Ątte es sein k├Ânnen, dass ich immer noch bei Euch zu Hause w├Ąre, wenn Ihr mich gelehrt h├Ąttet, mich richtig zu benehmen? Nach der ersten Woche, habt Ihr keine Zeit mehr f├╝r mich gefunden. Ich habe den ganzen Tag auf Euch gewartet.

Heute bin ich gestorben.
Euer Welpe
(Verfasser unbekannt)




Frage an den alten Hund: Wie sieht Liebe aus?

"Liebe hat H├Ąnde, die mich streicheln und mir Futter geben"
"Liebe hat Beine, die mit mir jeden Tag durch den Wald und Wiesen laufen"
"Liebe hat Ohren, die meine Seufzer und stummen Klagen h├Âren"
"Liebe hat Augen die meine Not sehen"
"Liebe begleitet mich ├╝berall hin, auch auf meinem letzten Weg"
"Liebe vergisst mich nicht"

(Verfasser unbekannt)



Eine kleine Tiergeschichte

Ein Gesch├Ąftsinhaber hatte ein Schild ├╝ber seine T├╝r genagelt, darauf war zu lesen: Hundebabys zu verkaufen. Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte:"F├╝r wieviel verkaufen Sie die Babys?"
Der Besitzer meinte "zwischen 50 und 80 Euro".
Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus "Ich habe 8,20 Euro, darf ich sie mir anschauen?" Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundeh├╝tte kam seine H├╝ndin namens Lady, sie rannte den Gang seines Gesch├Ąfts hinunter, gefolgt von f├╝nf kleinen Hundebabys. Eines davon war einzeln, ersichtlich weit hinter den Anderen. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen und fragte: "Was fehlt diesem kleinen Hund?" Der Mann erkl├Ąrte, da├č, als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird f├╝r den Rest seines Lebens humpeln.
Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte "den kleinen Hund m├Âchte ich kaufen".
Der Mann antwortete "nein, den kleinen Hund kannst du nicht kaufen. Wenn du ihn wirklich m├Âchtest, dann schenke ich ihn dir." Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte "Ich m├Âchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde und ich will f├╝r ihn den vollen Preis zahlen Ich gebe Ihnen jetzt die 8,20 Euro und 2 Euro jeden Monat, bis ich ihn g├Ąnzlich bezahlt habe."
Der Mann entgegnete: "du mu├čt den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und h├╝pfen k├Ânnen wie die anderen kleinen Hunde". Der kleine Junge langte nach unten, krempelte sein Hosenbein hinauf und zum Vorschein kam sein schlimm verkr├╝mmtes, verkr├╝ppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange.
Er sah zu dem Mann hinauf und sagte: " Naja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verst├Ąndnis f├╝r ihn hat."
Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tr├Ąnen stiegen in seine Augen, er l├Ąchelte und sagte: "mein Sohn, ich hoffe und bete, da├č jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."
Im Leben kommt es nicht darauf an, wer Du bist; sondern da├č jemand Dich daf├╝r sch├Ątzt, was Du bist, Dich akzeptiert und liebt!
(Verfasser mir unbekannt)


Warum schlagt Ihr uns?
Warum verfolgt Ihr uns?
Warum t├Âtet Ihr uns?
Wir lieben Euch doch
und haben Euch nichts getan!


Der kleine Hund liebte seinen Herrn ├╝ber alles
Dieser riesengrosse Mensch war sein Abgott. Er gab ihm Futter und Wasser und er schien ihn auch zu lieben; ganz sicher, denn er streichelte ihn z├Ąrtlich und redete mit ihm.
Er gab ihm einen Platz in seiner Wohnung, den er gegen jeden anderen noch so gro├čen Hund bis zum letzten verteidigen w├╝rde!
Das ging so ein ganzes Jahr lang. Dann wurden die Liebkosungen des Menschen sp├Ąrlicher. Er schien immer unruhiger zu werden. Aber da er niemals verga├č, seinem kleinen Freund das Futter hinzustellen, machte der sich keine Sorgen.
Ab und zu wurde er auch noch gestreichelt. Menschen waren und dachten eben anders als Hunde! So sprang er ihm immer wider voller Freude entgegen, ja er schrie f├Ârmlich vor Freude, wenn er h├Ârte, dass der Riesengrosse nach Hause kam, der ihm leicht auf den R├╝cken klopfte und beruhigend, wenn auch etwas abwesend sagte:
"Ja, ja! Ist ja gut!"
Dann kam die Urlaubszeit. Die erste im Leben des kleinen Hundes, der vor Aufregung leise jaulend neben seinen Herrn in das Auto gesetzt wurde, das er schon kannte. Er versuchte, sich m├Âglichst nahe an den geliebten Menschen heranzudr├Ąngen, aber der schob ihn so unsanft zur├╝ck, dass der kleine Hund best├╝rzt zu ihm aufsah.
Er ahnte nicht, dass sein Herr daran dachte, dass er wahrscheinlich ├╝berall nur Unannehmlichkeiten mit dem Tier haben und nie ganz frei sein w├╝rde. Er konnte ihn sicher nicht allein in dem fremden Hotelzimmer lassen, und er konnte und wollte ihn auch nicht dauernd mit sich herumschleppen.
Der kleine Hund, der verunsichert vorsichtig mit der Pfote nach ihm tappte, erschien ihm auch l├Ąngst nicht mehr so nett, wie damals als er ihn in einem Schaufenster sah und kurz entschlossen kaufte, weil er sich gerade sehr einsam f├╝hlte. Aber im Urlaub wollte er Bekanntschaften machen. Er wollte, nun ja, was halt alle im Urlaub wollen.
Der kleine Hund war pl├Âtzlich eine Last f├╝r ihn, und er begann zu ├╝berlegen, wie er ihn loswerden k├Ânnte. Als eine gut ├╝bersichtliche Strecke kam und er ganz sicher war, dass vor und hinter ihm niemand fuhr, fasste er den kleinen Freund pl├Âtzlich im Genick, der ihn zutraulich ansah und versuchte, rasch noch seine Hand z├Ąrtlich zu leck en, warf ihn kurzerhand aus dem Wagen und fuhr davon, ohne sich noch einmal umzusehen.
Der kleine Hund ├╝berschlug sich, aber er hatte keine Verletzung davongetragen. Er stand da, sah dem Wagen nach, der hinter einer d├╝nnen Staubwolke immer kleiner wurde, und verstand die Welt nicht mehr.
Sicher w├╝rde der Wagen gleich wiederkommen. Sicher war das nur ein Versehen. Vielleicht ein etwas grober Scherz wie damals, als er ihn in ein tiefes Wasser geworfen hatte, um zu sehen, ob er schwimmen k├Ânne.
Sicher w├╝rde er wider besonders gestreichelt werden. Er w├╝rde warten, wie er schon, sooft gewartet hatte. Er setzte sich an den Rasenrand der Strasse. Er war nicht mehr der J├╝ngste, was ihm sein Herr nicht angesehen hatte. Seine Augen waren bereits etwas getr├╝bt, aber er wusste, dass der Wagen, auf den er wartete, gr├╝n war. Manilagr├╝n, wie die Menschen das nannten.
Jedes mal, wenn ein gr├╝ner Fleck in der Ferne auftauchte, richtete sich der kleine Hund auf, spitzte die Ohren und wedelte unsicher mit dem Schwanz. Er lief ganz nah an die Fahrbahn. Sicher w├╝rde dieser Wagen, den er nur etwas verschwommen sehen konnte, halten und er w├╝rde schnell hineinspringen und alles w├╝rde wider so sein wie fr├╝her. Aber der Wagen fuhr vorbei. Und der n├Ąchste gr├╝ne Wagen auch.
Der kleine Hund war verzweifelt. Er winselte leise. Was sollte aus ihm werden? Er hatte doch niemanden auf dieser schrecklich gro├čen, fremden Welt au├čer diesem Menschen, der in dem gr├╝nen Wagen davongefahren war. Es kamen noch zehn gr├╝ne Wagen, es kamen zwanzig verschwommen gr├╝ne Wagen. Der kleine Hund wurde immer verzweifelter.
Er lief so nahe wie m├Âglich an die Fahrbahn heran und dann pl├Âtzlich wusste er es: Das war sicher immer der gleiche Wagen. Er fuhr nur immer wieder an ihm vorbei. Wenn der n├Ąchste gr├╝ne Wagen kam, w├╝rde er einfach hineinspringen und dann w├╝rde alles wider gut sein. Er spannte seine m├╝den Muskeln, duckte sich, als der n├Ąchste verschwommen gr├╝ne Wagen heranbrauste, und sprang. Den Aufprall sp├╝rte er nur ganz kurz.
Dann wurde er auf die Fahrbahn geschleudert und der n├Ąchste Wagen machte einen zottigen, blutigen Fleck aus ihm. Einen Fleck, der doppelt so gro├č war wie der kleine Hund.
Der tote Hund sah jetzt viel gr├Â├čer aus, so wie Tote f├╝r uns immer gr├Â├čer werden, wenn man nichts mehr an ihnen gutmachen kann.
(Verfasser unbekannt)

Bin ich jetzt ber├╝hmt?
Heute wurde ich geboren. Eins von zehn. Mein Vater war sehr ber├╝hmt. Ich habe eine Menge Halbbr├╝der und -schwestern. Meine Mutter ist sehr ber├╝hmt. Seit sie ber├╝hmt wurde, hatte sie immer nur Welpen. Keine liebende Hand, keine lustigen Ausfl├╝ge . . . nur Welpen. Sie ist immer sehr traurig, wenn sie von ihr weggehen.

Heute verlie├č ich mein Heim. Ich wollte nicht weg, deshalb habe ich mich hinter meiner Mutter und drei ├╝brigen Geschwistern versteckt! Ich mochte dich nicht. Aber sie sagten, ich w├╝rde eines Tages ber├╝hmt sein. Ich frage mich, ob ber├╝hmt das gleiche ist wie Spa├č und gute Zeiten? Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl es Dich gest├Ârt hat, dass ich mich vor dir versteckt habe. Ich glaube nicht, dass Du mich mochtest.

Mein neues Heim ist weit weg. Ich bin verst├Ârt und ├Ąngstlich. Mein Herz sagt: Sei tapfer. Meine Verwandten sind es auch. Ob sie auch in gute H├Ąnde kamen wie ich? Ich bin hungrig, weil zuviel essen schlecht f├╝r meine Knochen ist. Ich kann nicht bei├čen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind. Ich laufe einfach weg und spiele und tue so, als ob ich auf einer gro├čen Wiese bin mit Schmetterlingen, Rotkelchen und Fr├Âschen.

Ich wei├č nicht, warum sie mich treten. Ich bin still, aber der Mann schl├Ągt mich und sagt laute Dinge. Die Frau gibt mir keine guten Sachen, wie ich sie bei meiner Mutter hatte. Sie wirft nur trockenes Futter auf den Boden und geht weg, bevor ich nah genug zum Ber├╝hren und Schmusen kommen kann. Manchmal riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem.

Heute bekam ich zehn Welpen. Sie sind so wundervoll und warm. Bin ich jetzt ber├╝hmt? Ich w├╝nschte, ich k├Ânnte mit ihnen spielen, aber sie sind so klein. Ich bin so jung und verspielt, dass es schwer ist, hier in dem Loch unter dem Haus zu liegen und meine Welpen zu s├Ąugen. Jetzt weinen sie. Ich zerkratze und zerrei├če mein Fell. Ich w├╝nschte, jemand w├╝rde mir etwas Futter hinwerfen. Ich bin auch sehr durstig.

Jetzt habe ich nur noch acht. Zwei wurden w├Ąhrend der Nacht kalt und ich konnte sie nicht warm machen. Sie sind tot. Wir sind alle sehr schwach. Vielleicht k├Ânnen wir etwas Futter bekommen, wenn ich sie auf die Veranda trage?

Heute haben sie uns weggeholt. Es war zuviel Aufwand, uns zu f├╝ttern und jemand kam, um uns zu holen. Jemand schnappte meine Welpen, sie weinten und winselten. Wir wurden in einen Lastwagen mit Boxen getan. Sind meine Babies jetzt ber├╝hmt? Ich hoffe es, denn ich vermisse sie. Sie sind weg.
Der Ort riecht nach Urin, Angst und Krankheit. Warum bin ich hier? Ich war genau so sch├Ân wie meine Verwandten. Ich bin hungrig, schmutzig, in Panik und unerw├╝nscht. Vielleicht das Schlimmste, unerw├╝nscht zu sein. Niemand kam, obwohl ich lieb zu sein versuchte.

Heute kam jemand. Sie legten mir ein Band um den Hals und f├╝hrten mich zu einem Raum, der sehr sauber war und einen gl├Ąnzenden Tisch hatte. Sie hoben mich auf den Tisch. Jemand hielt mich und streichelte mich. Ich f├╝hlte mich so gut!!! Dann f├╝hlte ich mich m├╝de und lehnte mich hin├╝ber zu demjenigen, der mich gestreichelt hatte.
Jetzt bin ich ber├╝hmt - denn heute hat sich jemand um mich gek├╝mmert.



Ein Kindertraum ...

Ein Kindertraum ÔÇô ein Heimtier unter`m Weihnachtsbaum!
Der Traum ist gar zu schnell vergangen,
die Tiertrag├Âdie hat angefangen.

Beim Kauf hat keiner daran gedacht,
dass ein Tier auch Arbeit macht.
Ob Futter oder Gassigehen,
das will man pl├Âtzlich nicht versteh`n.

Und kommt die sch├Âne Urlaubszeit,
dann ist es nur ein Klotz am Bein.
Hinaus mit Dir aus unserem Raum,
Du armes Tier ÔÇô es war ein Traum




Sie waren einst Weihnachtsgeschenke .....

Es war an einem Abend in der Adventszeit. Die Stadt erstrahlte im Glanz tausender Lichter und viele Menschen waren unterwegs, um noch die letzten Geschenke einzukaufen, denn morgen schon mu├čten alle Gaben unter dem geschm├╝ckten Tannenbaum liegen.
Bei aller Freude auf das bevorstehende Weihnachtsfest achtete kein Mensch auf die hinkende Katze und den alten Hund an ihrer Seite. Wie es das Schicksal so wollte, hatten sich die beiden gerade in diesen Tagen kennengelernt, als sie hungrig und frierend von Imbi├čstand zu Imbi├čstand zogen und um Futter bettelten -- aber es fiel nur selten ein Bissen nach unten. Es fing an zu schneien. Der Hund und die Katze gingen mit leerem Magen los, um sich eine Unterkunft f├╝r die Nacht zu suchen. Sie waren schon sehr m├╝de, als sie endlich einen Pappkarton fanden, in den sie v├Âllig ersch├Âpft hinein krochen. Sie schmiegten sich eng aneinander, damit sie die K├Ąlte nicht so sp├╝rten. Obwohl sie so m├╝de waren, konnten sie nicht einschlafen.

"Nun ziehen wir schon einige Tage gemeinsam los, aber wir wissen noch, nicht einmal unsere Namen", sagte der Hund. Also: "Ich hei├če Oskar." "Und ich bin Molly", stellte sich die alte Katze vor. Es war sehr ruhig - man h├Ârte nur das leise Weinen von Molly. Behutsam leckte ihr Oskar die Tr├Ąnen vom Gesicht. "Wau. was hast du, Molly?" "Miau, vor Jahren war ich einmal ein begehrtes Weihnachtsgeschenk. Als geschm├╝ckte Weihnachts├╝berraschung f├╝r ein verw├Âhntes kleines M├Ądchen sa├č ich unter dem Tannenbaum, aber die Freude war nur von kurzer Dauer. Ein paar Wochen nach Weihnachten wurde ich auf die Stra├če gesetzt."

"Wau, mir erging es ├Ąhnlich", erinnerte sich Oskar. "Ich war das umjubelte Weihnachtsgeschenk von zwei kleinen Jungen. Auch ich verbrachte eine sch├Âne Zeit, bis man genug von mir hatte und mich sogar schlug. Da bin ich lieber abgehauen. Es ist so sch├Ân, da├č ich dich kennengelernt habe, liebe Moily." Und Molly sagte: "Oskar, du bist ein ganz prima Hund."
Sie sprachen es nicht aus, aber beide wu├čten, dass dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist. Oskar und Molly kuschelten sich in ihrem armseligen Pappkarton eng aneinander. Sie sp├╝rten die K├Ąlte nicht mehr - wahrscheinlich deswegen, weil sie so gl├╝cklich waren, nicht mehr alleine zu sein.

Schon etwas schl├Ąfrig fragte Molly ihren Freund Oskar, ob auch in diesem Jahr wieder viele Tiere unter dem Weihnachtsbaum sitzen werden. "Es wird sich auch in diesem Jahr nichts ├Ąndern und wieder werden viele Hunde und Katzen auf der Stra├če landen, ins Tierheim abgeschoben oder umgebracht", antwortete Oskar. Molly antwortete nicht mehr - sie war fest eingeschlafen. Bevor Oskar die Augen zufielen, murmelte er noch: "Molly, du bist mein sch├Ânstes Weihnachtsgeschenk."



SUSI, das lebende Weihnachtsgeschenk, das nie wirklich eine Chance hatte ..

Susi wurde im Sp├Ątherbst geboren. Sie waren zu f├╝nft, f├╝nf kleine Fellkn├Ąuel, in verschiedenen Farben. Susi war dreifarbig, ein Gl├╝cksk├Ątzchen. Und Gl├╝ck hatte sie wohl, als die B├Ąuerin meinte, eins solle man an der Katze lassen. Die Geschwister wurden fortgetragen. Sie starben leise wimmernd im Nass einer Regentonne.

Nun war Susi allein. Sie tr├Âstete sich mit der s├╝├čen Milch, die durch die Zitze der Mutter floss. Bald ├Âffnete sie die Augen. Sie lebten in einer Scheune. Das Heu war kuschelig und warm und roch verf├╝hrerisch nach einem Sommer, den Susi noch nicht kennengelernt hatte. Neugierig erkundete sie die Welt mit all┬┤ ihren Sinnen. Was gab es nicht alles zu entdecken! Viele Tiere lebten auf dem Hof.. Schnell lernte sie, mit wem sie spielen konnte. Hasso, dem Hofhund, ging man lieber aus dem Weg, denn er war brummig und mochte keine Katzen. Mit den H├╝hnern dagegen lie├č es sich prima spielen, das Federvieh erschrak so herrlich, wenn man es belauerte und ansprang. Wenn sie im Futtertrog der K├╝he herumspazierte, kam es schon mal vor, dass eine der sanftm├╝tigen Riesen Susi mit ihrer rauen rosa Zunge ├╝ber den R├╝cken strich. Das mochte Susi besonders gern.

Zu den Menschen hatte sie nur wenig Kontakt, denn die k├╝mmerten sich nicht um die Katzen. Die B├Ąuerin stellte ab und zu Milch an die Haust├╝r, das war aber auch schon alles. Einmal trank sie gerade an dem Napf von der Milch, als der Bauer zur T├╝r hinaus trat. Sie war ihm wohl nicht schnell genug zur Seite gegangen. Der Stiefeltritt traf sie v├Âllig unvorbereitet und sie flog im hohen Bogen durch die Luft. Schwankend und noch ganz benommen kam sie wieder auf die Pfoten, mit einem stechenden Schmerz in der Brust. Sie verkroch sich in der Scheune. Die Zeit heilt alle Wunden ...
Es war einige Tage vor Weihnachten, als Susi beobachtete, wie ein Auto auf dem Hof des Bauern hielt. Heraus stiegen vier Menschen, zwei Erwachsene und zwei Kinder. Die Familie holte wie jedes Jahr ihre Weihnachtsgans bei dem Bauern ab. W├Ąhrend die Eltern in der Stube mit dem Bauern redeten, liefen die Kinder ├╝ber den Hof und schauten sich die Tiere an. Nancy, das Nesth├Ąkchen, schl├╝pfte durch das angelehnte Scheunentor und Thorsten folgte ihr. W├Ąhrend die Kinder sich mit Heu bewarfen, sa├č Susi ganz still auf einem Balken und schaute dem n├Ąrrischen Treiben zu. So etwas hatte sie noch nicht gesehen, denn Kinder gab es auf dem Hof nicht.
Da fiel Nancys Blick auf die kleine zierliche dreifarbige Katze auf dem Balken. Die Augen des M├Ądchens begannen zu gl├Ąnzen. Eine Katze! Eine Katze wollte sie schon immer gerne haben, so wie ihre Freundin eine hatte.
Und diese hier war ja so sch├Ân und niedlich! Sie knuffte ihren Bruder in die Seite, still zu sein und ging leise lockend auf Susi zu. Susi dachte an den Fu├čtritt, den sie erst k├╝rzlich von einem Menschen empfangen hatte. Sie str├Ąubte das Fell und fauchte warnend. Aber das M├Ądchen lie├č nicht locker. Schritt f├╝r Schritt n├Ąherte sie sich Susi, bis diese nicht mehr weiter wusste und Rei├čaus nahm. Zum Gl├╝ck kannte sie die L├Âcher in der Scheunenwand, sie schl├╝pfte durch eins hindurch und brachte sich in Sicherheit.
Nancy aber rannte aufgeregt zu ihren Eltern und erz├Ąhlte von der tollen Katze, die sie entdeckt hatte. "Bitte, Mami, ich will diese kleine Katze haben, bitte, bitte" bettelte sie. Die Eltern schauten sich an. "Aber Nancy-Schatz, Du wei├č doch, wir werden uns keine Haustiere anschaffen. Die machen doch nur Dreck". "Aber eine Katze doch nicht, Mami!" widersprach ihr Nancy und erz├Ąhlte von ihrer Freundin, die ja auch eine Katze habe.
Doch die Eltern blieben hart und sagten nein, packten die geschlachtete Gans ein und machten sich auf die Heimfahrt. Im Auto war Nancy ganz still und traurig. Selbst die Neckereien ihres Bruders lie├č sie ohne Widerstand ├╝ber sich ergehen. Sie wollte diese Katze! Schlie├člich fing sie an zu weinen. Die Eltern tr├Âsteten sie und erkl├Ąrten ihr nochmals, dass eine Katze nicht ins Haus k├Ąme. Nancy quengelte jedoch weiter und lie├č sich nicht tr├Âsten.
Einen Tag vor Weihnachten hielt der Wagen der Familie wieder auf dem Hof des Bauern. Diesmal war nur der Vater gekommen und verhandelte mit dem Bauern in der Stube. Das Ergebnis dieser Verhandlung war, dass die B├Ąuerin mit einer Wurstscheibe in der Hand in die Scheune kam und Susi damit anlockte. Vor der B├Ąuerin hatte Susi keine Angst, die hatte ihr noch nie etwas getan und ihr sogar manchmal mit der schwieligen Hand ├╝ber den R├╝cken gestreichelt. Das war noch sch├Âner gewesen als die Zungen der K├╝he.
Aber heute war alles anders. Kaum hatte sich Susi ├╝ber die unerwartete Zuwendung gebeugt, wurde sie im Genick gepackt und in einen dunklen Sack gesteckt, bevor sie auch nur Mau sagen konnte. Dort zappelte und schrie sie aus Leibeskr├Ąften, aber darauf nahm niemand R├╝cksicht. Der Sack wurde hin- und hergeschleudert und dann war pl├Âtzlich Stille, als der Sack auf dem Beifahrersitz abgelegt wurde. Als der Mann den Motor startete, erschien es Susi, als w├╝rde irgendein schreckliches Tier tief und brummend schreien. Susi in ihrer Angst, allein und hilflos in dem dunklen Sack, nicht wissend, was mit ihr geschah, schrie mit, und zwar solange es ihre Stimmb├Ąnder hergaben. Endlich war die Autofahrt zu Ende. Susi schrie nicht mehr, bewegte sich nicht mehr.
Der Vater nahm den Sack vom Sitz und ging in den Keller. Dort ├Âffnete er den Sack und legte ihn hin. Susi r├╝hrte sich nicht. Da verlie├č er den Raum, kam aber bald darauf wieder, in der Hand einen Napf mit Milch. Susi war inzwischen aus dem Sack gekrochen und hatte sich in eine dunkle Ecke des versteckleeren Kellers gefl├╝chtet. Dort verbrachte sie den Rest der Nacht und den n├Ąchsten Tag, zutiefst verst├Ârt und orientierungslos, nach einer Fluchtm├Âglichkeit suchend und doch keine findend. Die Milch r├╝hrte sie nicht an, obwohl sie Hunger versp├╝rte. Zu tief sa├č noch der Schock in ihrer empfindsamen Katzenseele, die letzte Gabe aus der Hand eines Menschen hatte sie hierher gebracht.
Am Abend kam wieder der Vater. Er hatte eine Pappschachtel in der Hand, in die kleine L├Âcher gestanzt waren. Auch die Mutter kam mit herunter. Gemeinsam dr├Ąngten sie Susi in eine Ecke, schnappten sie und steckten sie in den Karton. Dies ging nicht ohne Gewalt ab, da sich Susi tapfer wehrte. Anfangs versuchten die Menschen noch, beruhigend auf sie einzureden, aber nach dem ersten Kratzer an der Hand war die Mutter sauer und der Vater nannte Susi "Mistvieh". Irgendwie waren sie sich pl├Âtzlich nicht mehr sicher, dass es eine gute Idee gewesen war, die Katze vom Bauernhof wegzuholen.
Aber daf├╝r war es jetzt zu sp├Ąt. Sie banden eine rote Schleife um den Karton und trugen ihn ins Wohnzimmer, wo er unter dem reich geschm├╝ckten und im hellen Lichterglanz strahlenden Weihnachtsbaum seinen Platz fand. Susi miaute zwar in ihrem Karton, aber da sie noch heiser vom Schreien bei der Autofahrt war, ging ihr kr├Ąchzendes hilfloses Miau in der Weihnachtsmusik unter, die aus dem Radio kam.
Dann holten die Eltern die Kinder herein. Mit gl├Ąnzenden Augen standen sie vor dem Weihnachtsbaum und sangen gemeinsam ein Weihnachtslied. Nancy schloss die Augen und dachte noch einmal ganz intensiv an ihren gr├Â├čten Weihnachtswunsch, mit dem sie seit Tagen ihre Eltern genervt hatte.
Endlich durften sie die Geschenke ├Âffnen. Nancy entdeckte den gro├čen Karton mit den L├Âchern sofort und ├Âffnete ihn mit fliegenden Fingern. Kaum hatte sie den Deckel gel├╝ftet, raste ein dreifarbiger Blitz durch den Raum und verkroch sich unter dem Sofa. "Oh, die Katze, es ist die Katze!" jubelte Nancy begeistert auf, auch wenn sie nicht viel von ihrem Tier gesehen hatte. Freudestrahlend fiel sie ihren Eltern um den Hals.
Den Rest des Abends verbrachte sie mit Versuchen, Susi aus ihrem Versteck zu locken, aber Susi war in dem ganzen Trubel nicht freiwillig hervorzubringen. Schlie├člich hob der Vater das Sofa an und die Mutter griff, mit Handschuhen ger├╝stet, nach der Katze, erwischte Susi auch gl├╝cklich im Genick und brachte sie ins Kinderzimmer. Anschlie├čend durfte unter dem Sofa geschrubbt werden, weil Susi in ihrer Not ihr Gesch├Ąft dort verrichtet hatte. Missbilligend nahm die Mutter einen Lappen. "Da hast Du`s," sagte sie zum Vater, "kaum da, macht das Tier schon Dreck."
Erst jetzt fiel ihnen auf, dass sie sich gar keine Gedanken gemacht hatten, dass die Katze ein Klo braucht. Auch Futter hatten sie keines im Haus und es waren doch Feiertage. Na ja, satt sollte die Katze schon werden, es gab ja genug zu essen, was sie auch mit fressen konnte.
Nancy stellte erst mal einen Pappkarton mit Sand im Kinderzimmer auf und brachte Susi ein Sch├Ąlchen Milch. Susi sa├č unter dem Bett und starrte Nancy mit gro├čen Augen an, die sie mit weicher Stimme lockte. Es dauerte zwei Tage, bis Susi endg├╝ltig ihr Versteck verlie├č und soweit Zutrauen hatte, nicht sofort wieder darunter zu verschwinden, wenn Nancy ins Zimmer kam. Anfassen und streicheln lie├č sie sich aber noch lange nicht, daf├╝r waren die traumatischen Erlebnisse, die sie hier her gebracht hatten, einfach noch zu frisch.
Bald stellte Nancy fest, dass ihre Katze, die sie sich so dolle gew├╝nscht hatte, nicht so ganz ihrer Vorstellung von einer Schmusekatze entsprach. Woher auch, Susi hatte in ihrem kurzen Leben bisher noch nicht viel Gutes von Menschen erfahren und auch wenn ein Streicheln ├╝ber den R├╝cken f├╝r sie das h├Âchste Gl├╝ck war, misstraute sie dem M├Ądchen und dem Rest der Familie noch zu sehr, um es zuzulassen.
Nancy wurde bald ungeduldig mit Susi und versuchte, sie mit Zwang zum Schmusen zu bekommen. Susis scharfe Krallen zogen sich quer ├╝ber die zwingende Hand des M├Ądchens, sie fauchte. Nancy schrie auf, lie├č die Katze fallen und rannte weinend zu ihren Eltern. "Die Katze ist ja so gemein! Sie hat mich gekratzt! Sie ist b├Âse! Ich will sie nicht mehr, Papa!" schluchzte Nancy. Ihre Mutter nahm sie tr├Âstend in den Arm und schaute den Vater tadelnd an. "Ich hab Dir gleich gesagt, das ist eine dumme Idee. Bringe die Katze zur├╝ck!" Brummelnd gab der Vater seine Zustimmung.

Am n├Ąchsten Tag lud er Susi wieder mittels Pappkarton ins Auto und machte sich auf den Weg zum Bauern. Unterwegs, er hatte etwa die H├Ąlfte der Strecke hinter sich, kam er ins Gr├╝beln. Was w├╝rde der Bauer wohl sagen, wenn er mit der Katze zur├╝ck k├Ąme? W├╝rde er ihn auslachen, weil er nicht mal eine Katze b├Ąndigen konnte? Wahrscheinlich! Wozu eigentlich die M├╝he, bis zum Bauern zu fahren. Katzen sind doch selbst├Ąndig, k├Ânnen M├Ąuse fangen, sich selber versorgen!
Kurz entschlossen bog er einen Feldweg ein, hielt das Auto an und stieg aus, den Karton in der Hand. Einen Moment war er noch unschl├╝ssig, dann stellte er die Schachtel auf den Boden und ├Âffnete den Deckel. Susi starrte ihn misstrauisch aus der Box heraus an. Er schaute zur├╝ck und f├╝r einen kurzen Moment empfand er so was wie Gewissensbisse. Doch dann verdr├Ąngte er diese Gef├╝hle rasch, drehte sich um und stieg wieder ins Auto.

Susi schaute dem davonfahrenden Auto nach. Sie kam sich seltsam vor. Einerseits f├╝hlte sie sich verloren und einsam inmitten der wei├čen verschneiten Leere um sie herum, andererseits trug ihr der Wind den Geruch von Freiheit zu, die sie in der Wohnung der Familie vermisst hatte. Langsam stieg sie aus dem Karton und lief in Richtung Wald, eine einsame Spur von Katzenpfotenabdr├╝cken hinter sich im Schnee zur├╝cklassend. F├╝nf Tage lang irrte sie durch den ihr unbekannten Wald. Sie litt Hunger, denn sie konnte zwar schon M├Ąuse fangen, aber zu dieser Jahreszeit waren die Fellpiepser schon lange in ihren L├Âchern verschwunden und warteten dort auf den Fr├╝hling. Gegen den Durst leckte sie am Schnee.
Susi wurde immer matter. Instinktiv erkannte sie, dass sie nicht ├╝berleben w├╝rde, wenn sie nicht bald etwas zu fressen fand. Aber die Erde war schneebedeckt und der Wald schweigsam. Das raue Klima forderte seinen Tribut und Susi hatte ihm nichts entgegenzusetzen. Sie bekam eine schwere Erk├Ąltung. M├╝hsam schleppte sie sich weiter, zwischendurch von Hustenanf├Ąllen und Fieber gesch├╝ttelt. An einer gro├čen Erle, die ihre nackten entlaubten ├äste in den grauen Himmel reckte, legte Susi sich nieder. Sie schloss die Augen und dachte an das wundervoll duftende Heu in der Scheune, wo sie an der Zitze ihrer Mutter saugte und von einem nie erlebten Sommer tr├Ąumte.
Ein letztes keuchendes Husten entrang sich ihrer gequ├Ąlten Brust, dann sank ihr Kopf in den Schnee und sie fand ihren ewigen Frieden.