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Eigeninitiave beimTierarzt


Unsere sehr lange Tierschutzarbeit bringt selbstverst√§ndlich auch mit sich, dass wir sehr oft Tierarztbesuche erledigen m√ľssen. Abgesehen davon halten wir auch nach den Vermittlungen zu sehr vielen Familien Kontakt und wie das halt so ist und auch sein soll: speziell wenn Notf√§lle auftreten oder man oft mit dem eigenen Latein am Ende ist, werden wir bzw. unsere engsten Tier√§rzte sehr gerne um Rat gefragt.
Seit Jahren bereits f√§llt auf (Tendenz leider steigend!), dass die Behandlungs- und Diagnosequalit√§t vieler Tier√§rzte sehr zu w√ľnschen √ľbrig l√§√üt - die Honorarnoten hingegen steigen kontinuierlich, egal ob die Behandlung Erfolg brachte oder nicht. Abgesehen von so manchem finanziellen Disaster, sind auch nach monatelanger Behandlung bei vielen unserer Ex-Sch√ľtzlingen keinerlei Besserungen zu bemerken - bis eben dann die "richtige" Diagnose gestellt wird.
Ich habe mich daher entschlossen, die absolut haarstr√§ubendsen "Irrt√ľmer" hier schriftlich festzuhalten, nicht zuletzt deshalb, um vielleicht auch andere Tierhalter etwas zum Mitdenken anzuregen und aufzuscheuchen und sich nicht nur bedingungslos den Diagnosen zu beugen.

Ausdr√ľcklich betonen m√∂chte ich noch, dass ich hier als Tierbesitzer von meinen pers√∂nlichen Erfahrungen berichte und mich nicht f√ľr kompetent genug halte, um diese Vorkommnisse medizinisch zu hinterfragen - daf√ľr haben wir ja unsere Tier√§rzte. Einzig und alleine wei√ü ich und kann ich beurteilen, welche Behandlung meinem/unserem Tier geholfen oder eben nicht geholfen hat.
Fragen kostet nichts (nicht einmal noch beim Tierarzt!) und zum Wohle der Tiere sollte immer hinterfragt werden, wof√ľr diese oder jene Behandlung oder das verordnete Medikament bestimmt ist. Leider erhalte ich auf meine eigene Frage an hilfesuchende Tierhalter, was das Tier denn jetzt schliesslich h√§tte, ein Achselzucken als Antwort.
Generell sollte, in der Veterinärmedizin genauso wie in der Humanmedizin, gelten:
KEINE N√úTZLICHE THERAPIE KANN OHNE GENAUE DIAGNOSE DER KRANKHEIT SINNVOLL SEIN !
Ich selbst bin kein Tierarzt und bewundere die Arbeit von echt engagierten Tier√§rzten sehr, jedoch nimmt die Anzahl der scheinbar stark kommerziell orientierten Veternin√§rmediziner be√§ngistend rasch zu und leider geschieht es immer √∂fter, dass mancher Tierfreund aus finanzieller Not, den Weg zum Veterin√§r hinausschiebt bzw. ganz unterlassen mu√ü. Nicht alle Tier√§rzte sind auch Tierfreunde, das ist leider eine Tatsache, die sehr viele Tierbesitzer nicht bedenken ! Den gr√∂√üten Erfolg f√ľr unsere Vierbeiner k√∂nnte man sicher erzielen, wenn Tier√§rzt mit Erfolgshonoraren arbeiten m√ľssten, vielleicht w√ľrde dies dann die Motivation einiger Veterin√§rmediziner doch etwas steigern.
Hier nun einige Beispiele, die bestimmt auch den größten Laien aufhorchen lassen:
(die Namen der involvierten Tierärzte sind uns bekannt, werden aber selbstverständlich nicht veröffentlicht).





Was ist am Dienstag, den 9.Januar 2007 geschehen:
Aufgeregter Anruf eines besorgten Tierhalters, der seit mehr als 6 Monaten ein kleinw√ľchsiges Dackelmixweibchen SHANTI bei sich hat. SHANTI (sie hie√ü seinerzeit bei Pflegemama Claudia "AMY" und war das kleinste Nesth√§kchen) war eines von 6 Welpen der Hundemama SISSY, die w√§hrend des Transports vom Tierheim in Paks/Ungarn nach Wien im Auto einer Tierfreundin zur Welt kamen. Von diesen 6 Welpen kamen vier Kleine mit und zwei Welpen ohne (also mit verk√ľmmerter) Rute zur Welt.
Fotos unter HUNDEFAMILIE SISSY.
Bisher wurde SHANTI niemals alleine gelassen, verhätschelt und rund-um-betreut, doch nun haben sich die Lebensumstände des Halters etwas geändert und SHANTI leidet sehr unter Trennungsängsten und will pardut nicht alleine bleiben.
Daher wandte sich Herr E. vertrauensvoll an seinen Tierarzt und wurde mit den folgenden Angaben mehr verunsichert als informiert:
1/ SHANTI k√∂nnte, bedingt durch schlimme Erfahrungen im Welpenalter, verhaltensgest√∂rt sein. (Unsere Anm.: SHANTI wurde liebevollst betreut, von Hand aufgezogen, wie ihre Geschwister ebenso, da ab der 2. Woche die Hundemama eine Milchleisteninfektion erlitt und keine Milch mehr hatte, und sie war und ist nach wie vor, eine kleine aber unerschrockene und lebensluste kleine H√ľndin)
2/ Diese schlimmen Erfahrungen k√∂nnten auf dem Kupieren !?!? der H√ľndin basieren, denn es sei f√ľr diesen TA unumstritten, dass es sich um eine kupierte Rute handelt (Unsere Anm.: das Fotomaterial beweist genau das Gegenteil)und
3/ interessierte sich der Veterin√§r doch sehr, ob wir auch ein Spendeng√ľtesiegel h√§tten ?

Nach einer sehr hitzigen telefonischen Diskussion mit dem Hundehalter, der diese Vorw√ľrfe dem Tierarzt glaubte (Zitat: schliesslich ist er ja Tierarzt ...) kamen wir endlich auf den Punkt und er wird mit SHANTI ein gezieltes Training beginnen.
Dieser Vorfall kann stellvertretend f√ľr viele solcher mehr stehen, wo Tier√§rzte, die von uns gemachten Alters- oder Rasseangaben bezweifeln und dies dem Tierhalter in einer Art und Weise vorbringen, dass das Vertrauen in uns angekratzt wird. Kein Tierarzt konnte mir bis jetzt erkl√§ren, wie man den Unterschied eines 8j√§hrigen zu einem 6 oder 10 j√§hrigen Hund feststellen kann. Dennoch h√∂re ich zu oft, dass ein nachweislich 6j√§hriger Hund doch niemals so jung sei (.... das Tier ist mindestens 8 oder mehr Jahre alt ..) Woher dieses Wissen ??
Wieviele Sch√ľtzlinge hatten wir schon, die wenn es nach dem TA gegangen w√§re, nicht mehr am Leben w√§ren (B√∂sartigkeit, Aggression, durchwegs psychische Probleme ...). Der j√ľngste Fall ist ein 4j√§hriger Goldir√ľde TIMMY, f√ľr den schon der vom Tierarzt vorgeschlagene Euthansietermin feststand, weil er das einj√§hrige Kind in die Wange zwickte, NACHDEM dieses sich an seinen Genitalien festhielt und hochzog ! Dank einer Tierfreundin lebt Timmi noch und ist ein problemloser und trotz jahrelanger Pisakereien ein sehr kinderfreundlicher Hund.
Nach dem Motto: Schuster bleib¬ī bei deinen Leisten, sollten die Tier√§rzte im Falle von psychischen Problemen nicht zu vorschnell reagieren und so die Tierhalter noch mehr als schon vorhanden, verunsichern. Und jeder Tierbesitzer sollte jede, soweit vorhandene, Information √ľber sein Haustier wahrheitsgem√§√ü und unverholen mitgeteilt bekommen und sich dann nicht von Dritten und unbeteiligten Personen derart verunsichern lassen. Fragen Sie drei Fachleute werden Sie mindestens 4 verschiedene Meinungen h√∂ren !



Was ist am Samstag, den 6.Januar 2007 geschehen:
Einj√§hriger Dackelmixr√ľde MADOX, ansich sehr lebhaft und verspielt, leidet innerhalb einer Stunde sichtbar an Schmerzen speziell im linken Vorderlauf (die gleichen Symptome hatte er vor einiger Zeit auch im rechten Bein). Kraftlos in den Hinterbeinen, das Hinterteil schlackert und f√§llt seitlich weg. Madox zieht sich zur√ľck, will seine Ruhe haben, ist vom Gem√ľt her um Jahre gealtert, leichtes Fieber.Diagnose bzw. Behandlung beim ersten Tierarzt:
Spezielles Augenmerk wird auf den nicht belasteten Vorderlauf gelegt (Ruhigstellung durch Morphium, Röntgen). Das Röntgen bringt keinerlei Befund, trotzdem wird ein straffer Beinverband bzw. fast schon eine Beinschiene angelegt. Einige Medikamente (Vitamin B, Schmerzstiller) und in einigen Tagen Kontrolle. Kostenpunkt: Eur 180,00

Das hat geholfen: Als sich der Zustand verschlechterte, zog man auch den Rat eines zweiten Tierarztes bei und da sah die Behandlung schon ein bisschen anders aus.
Nach eingehender Abtastung und Kontrolle der Nervenreflexe wurde der erste Verdacht, n√§mlich m√∂gliche "Borreleose-Infektion wahrscheinlich durch Zeckenbiss" durch einen durchgef√ľhrten Bluttest untermauert. Der (v√∂llig unn√ľtze und f√ľr Madox nur st√∂rende) Verband konnte und wurde sofort wieder entfernt. Borreleose macht sich u.a. durch massive Gelenksschmerzen und Nervenbeschwerden bemerkbar und ist antibiotisch zu behandeln.
Weiters wurde die Schilddr√ľsenfunktion √ľberpr√ľft - ohne Befund, hier ist alles ok.
Medikamte wurden mitgegeben, u.a. Antibiotika f√ľr 21 Tage und am darauffolgenden Sonntag ging es MADOX wieder so gut, dass es schwierig war, die verordnete Schonung durchzuziehen.



Was ist am Samstag, den 6. Januar 2007 geschehen:
Kater WILLI, 2 Jahre, ein s√ľ√üer, rotgetigerter Draufg√§nger, der auch tags√ľber gesicherten Freilauf geniesst. Als Willi abends wie gewohnt heimkommt, f√§llt der Familie extreme M√ľdigkeit, Atemnot und starker Speichelflu√ü auf. Erst einmal tippte man auf eine Vergiftung und suchte sofort den Tierarzt auf. Jener Tierarzt, der Willi bisher betreute (Impfung und Kastration) ist an Feiertagen nicht verf√ľgbar.Diagnose + Behandlung: Schon nach wenigen Untersuchungs-schritten war klar, dass Willi an einem akuten Organ- bzw. Herzversagen litt, die Lunge war derart gef√ľllt mit Fl√ľssigkeit und die Chancen f√ľr den jungen Kater standen schlecht. Nach Infusionen und Entw√§sserungsinjektion verbrachte er dann eine Nacht und einen Tag in der Ordination unter Beobachtung und konnte Sonntag abends wieder an seine Familie abgegeben werden. Nachdem die Herzger√§usche wieder h√∂rbar waren, war die Diagnose Herzproblem unumstritten h√∂rbar und eine entsprechende Medikation wurde verordnet.

FAZIT:Fraglich ist allerdings nur, warum der Tierarzt, der Willi bis dato untersucht und geimpft und auch f√ľr die Kastration narkotisiert hatte, diesen massiven Herzfehler nicht bemerkt hatte ? √úblicherweise sollte bei jeder Jahresimpfung und vor allem vor einer Narkose die Herz- und Lungenfunktion genau untersucht werden !
Bitte achten Sie als Tierhalter darauf, dass regelmäßig das Herz Ihres Haustieres abgehört wird, da speziell Katzentiere Meister im Kompensieren von Krankheiten sind und, im Gegensatz zu Hunden, auch keinen verdächtigen "Herzhusten" zeigen.