Logo: HausTierSuche.at - Private Tierschutzinitiative

Kastration


Kastration von R√ľden


Viele R√ľden sind problemlose Familienhunde und m√ľssen nicht kastriert werden.

Falls Sie sich zur Kastration ihres R√ľden entscheiden, sollte dieser (problemlose) Eingriff vor der Geschlechtsreife durchgef√ľhrt werden.


In folgenden Fällen wird jedoch eine Kastration empfohlen:


Starkes Dominanzverhalten
Aggressivit√§t anderen Hunden (spez. R√ľden) gegen√ľber
Stark ausgeprägtes Sexualverhalten verbunden mit Abhauen, Heulen, Essensverweigerung, Besteigung der Beine des Besitzers und sämtlichen Gegenständen, usw.
In Haushaltungen mit zwei oder mehr Hunden
bei Arbeitshunden
Vorliegen von medizinischen Indikationen (Prostatakrankheiten, Hodenkrebs, usw.)

R√ľden k√∂nnen ab einem Alter von ca. 9 Monaten jederzeit kastriert werden und mit Nebenerscheinungen ist nicht zu rechnen.



Kastration von H√ľndinnen


Die L√§ufigkeit der H√ľndin bedeutet f√ľr das Tier wie f√ľr den Besitzer oftmals erh√∂hten Stre√ü.

Zus√§tzlich k√∂nnen Scheintr√§chtigkeit, Milchbildung und Geb√§rmuttervereiterungen auftreten. Daher stellt sich die Frage, ob die H√ľndin kastriert werden soll.


Der Eintritt der Geschlechtsreife und damit die erste Läufigkeit erfolgt sehr unterschiedlich zwischen dem 6.und 12.Lebensmonat (bei großen Rassen später als bei kleinen).
Die Läufigkeiten treten dann in der Folge in Intervallen von ca.6 Monaten (also 2x jährlich) auf.
Die H√ľndinnen sind in dieser an Zeit an R√ľden interessiert (und nat√ľrlich umgekehrt) und zeigen blutigen bis fleischwasserfarbenen Scheidenausfluss.

Die L√§ufigkeit dauert ca. 3-4 Wochen, die eigentliche Blutung ca. 7 bis 10 Tage, und die "gef√§hrliche" Zeit (Stehtage genannt) liegt gegen Ende der Blutung. Falls die Blutungen nicht zu stark sind und Sie bereit sind, w√§hrend der L√§ufigkeit Ihre H√ľndin genau unter Kontrolle zu halten, ist auch bei der H√ľndin eine Kastration nicht unbedingt notwendig.

In folgenden Fällen ist jedoch eine Kastration empfehlenswert:

Probleme f√ľr den Besitzer durch L√§ufigkeitsblutungen
Probleme f√ľr den Besitzer, die H√ľndin konsequent zu √ľberwachen.
In Haushaltungen mit zwei oder mehr Hunden.
bei Arbeitshunden
Bei Vorliegen von medizinischen Indikationen (st√§ndige Scheintr√§chtigkeit, Geb√§rmutterver√§nderungen, gewisse Arten von Brustkrebs)siehe auch SCHEINTR√ĄCHTIGKEIT
Um den obenerwähnten Krankheiten vorzubeugen


Wann ist der optimale Zeitpunkt einer Kastration

Vor der ersten Läufigkeit:
Die H√ľndin wird nie Brustkrebs entwickeln. (Studien zeigen, dass etwa 40% der nicht kastrierten H√ľndinnen √ľber 9 Jahren an Brustkrebs erkranken und 55% aller Krebskrankheiten bei der H√ľndin gehen von der Milchdr√ľse aus.)

Drei Monate nach der ersten Läufigkeit:
Gewisse H√ľndinnen sind fr√ľher geschlechtsreif.
Brustkrebsh√§ufigkeit deutlich reduziert gegen√ľber nichtkastrierten H√ľndinnen

Nach der zweiten Läufigkeit
Es spricht nichts daf√ľr, zwei L√§ufigkeiten bis zur Kastration abzuwarten
Dieser Zeitpunkt wird h√§ufig bei medizinischen Indikationen gew√§hlt oder falls der Besitzer sich erst zu diesem Zeitpunkt f√ľr eine Kastration entscheidet

Nicht während der Läufigkeit, da die Blutungstendenz wesentlich erhöht ist.


Mögliche Nebenerscheinungen nach einer Kastration könnten sein:
Neigung zu Gewichtszunahme. Diese lässt sich problemlos durch eine konsequente Einteilung der täglichen Futterration verhindern.
Ein geringer Prozentsatz von kastrierten Tieren zeigt Blasenschw√§che, also Inkontinenz (H√ľndinnen gro√üer Rassen neigen eher zu diesem Problem als kleinrassige). Mit einer einfachen Medikamentengabe, die aber meist Dauertherapie bleiben muss, kann auch in diesem Fall geholfen werden.
Fellveränderungen. Gewisse Rassen wie z.B. Irish Setter oder rote Cocker Spaniel bekommen eine dicke Unterwolle und ein buschigeres Aussehen (selten).

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine H√ľndin eine Nebenerscheinung nach der Kastration entwickelt, ist jedoch wesentlich kleiner als die Wahrscheinlichkeit, dass eine unkastrierte H√ľndin im Verlaufe ihres Lebens entweder Brustkrebs oder Geb√§rmutter- oder Eierstockkrankheiten entwickelt.


Läufigkeitsverschiebung durch Hormonspritze?
Die L√§ufigkeitsverschiebung durch Hormonspritze sollte nur dann vorgenommen werden, wenn man nicht sicher ist, ob man nicht doch einmal einen Wurf haben m√∂chte oder wenn nur ausnahmsweise die L√§ufigkeit verschoben werden soll. Eine Kastration ist irreversibel. Die Hormonspritze muss alle drei bis sechs Monate (je nach Pr√§parat) gegeben werden und verhindert, dass die H√ľndin l√§ufig wird.
Die L√§ufigkeitsverschiebung scheint auf den ersten Blick billiger als die Kastration, doch wenn man alle Behandlungen summiert, rechnet sich das nicht mehr. Diese Methode bietet keinerlei Vorteil bei der Krebsvorsorge. Die H√ľndinnen k√∂nnen weiterhin an einer Geb√§rmutterentz√ľndung oder Scheinschwangerschaft erkranken und zum Teil sind die Risiken einer Geb√§rmuttervereiterung bis hin zu induzierter Zuckerkrankheit durch diese Methode stark erh√∂ht.

Sterilisation oder Kastration?
Eine Kastration bedeutet grunds√§tzlich die Entfernung der Keimdr√ľsen (Eierstock) sowie der Geb√§rmutter, w√§hrend die Sterilisation lediglich aus der Unterbindung der Eileiter besteht.
Durch eine Sterilisation wird nur eine Befruchtung der Eizelle verhindert, Läufigkeiten bleiben jedoch weiterhin mit all ihren Folgen bestehen.

Sie als Besitzer m√ľssen f√ľr Ihr Tier den geeigneten Weg finden, und Ihr Tierarzt oder Ihre Tier√§rztin werden Sie gerne dabei beraten.