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NITRA in der Slovakei


Das "Tierheim Nitra", wobei die Bezeichnung Tierauffanglager wohl eher zutreffend wäre, befindet sich inmitten der gleichnamigen Stadt, ca. 150 km östlich von Wien. Wer jetzt vielleicht glauben mag, dass es sich um ein kleines Dorf handelt, der irrt. Nitra hat eine Einwohnerzahl von 87.603 Bewohnern und der Landkreis Nitra sogar über 700.000.

Dieses Heim ist buchstäblich aus dem Nichts, auf einem alten Kohlelagerplatz, entstanden und wurde von der Leiterin Georgia gegründet, um das Töten von Tieren in Tötungsstationen zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Vor 10 Jahren begann Leiterin Georgia mit minimalsten Mitteln, Tiere zu retten und zu versorgen. Erst im Dezember 2002 wurden Tierschützer auf die maßlos schlechten Zustände im Tierasyl Nitra aufmerksam und begannen mit Unterstützung und tatkräftiger Hilfe. Einige der Tiere waren bereits erfroren, andere schwerst krank.

Wir selbst (mein Mann Adi und ich) brachten am 5. Januar 2003 Futter und Decken nach Nitra. Es war bitterkalt damals (minus 15 Grade) und das Winseln, Heulen und Weinen der Hunde trieb uns die Tränen in die Augen.
Damals schrieb ich diesen kurzen Bericht ĂĽber diesen erschĂĽtternden Besuch nieder:

Unser Besuch in Nitra am 5. Januar 2003
Als wir am 5.Januar 2003 das erste Mal in Nitra waren, um eine Kombi-Ladung Futter, Decken und sonst noch einiges Notwendige zu bringen, trauten wir unseren Augen nicht !
Hunde, wahllos zusammengewürfelt, waren in Gitterkäfigen untergebracht, nur überdeckt mit losen Plastikplanen (bis zu 10 Hunde in einem Käfig) und die Käfige waren teilweise aufeinander gestapelt. Es war ein Bild des Jammers und Grauens. Seither waren aber in Nitra viele Tierfreunde und Tierschutzorganisationen tätig und es wurde in den letzten Jahren verhältnismässig viel erreicht. Trotzdem zu wenig !




Im Laufe der Jahre hat sich in Nitra durch die vermehrte Hilfe von verschiedenen Tierschutzorganisationen und Helfern einiges zum Positiven gewendet.
Neue und vor allem größere Hütten und Ausläufe wurden errichtet, Strom wurde eingeleitet und endlich im Winter 2006 wurde auch der Wasseranschluss realisiert. Auch im Stadtsenat hat sich etwas bewegt. Der Pachtvertrag der Auffangstation wurde auf 20 Jahre festgesetzt und durch den EU-Beitritt gibt es freien Warenverkehr und der Transport der Hilfsgüter war somit nicht mehr abhängig vom Wohlwollen der slowakischen Zollbeamten. Dadurch war es möglich schneller Verbesserungen vor Ort durchzuführen.
Bilder von damals (siehe oben) zeigen am Besten, warum ist richtig und wichtig ist, dort zu helfen, wo die Hilfe am dringendsten gebraucht wird:

Vom Staat gibt es keinerlei Unterstützung. Das Team rund um Leiterin Georgia mit Sohn Fero, Assistentin Eva und Lucy haben alle Hände voll zu tun. Derzeit leben zwischen 250 und 350 Hunde und weit über 100 Katzen vor Ort. Sie sind sozusagen auf Spenden aus dem Ausland angewiesen. Kaum zu glauben, dass die Slowakei bereits ein EU-Land ist, aber Tierschutz hat leider auch in der EU noch keinen Stellenwert und es gibt auch kein klares Tierschutzgesetz, dass Tiere wirklich schützt und dass Menschen nicht einfach wahllos Tiere auf der Straße abknallen können oder kurz nach Abgabe in einer Tötungs- oder Quarantäne-Station getötet werden, obwohl keiner den Versuch gestartet hat, Tiere in ein neues Zuhause zu vermitteln. Das heißt, nach 14-80 Tagen, je nach Region, werden die Tiere getötet, und diese Tötungsstationen gibt es zur Genüge in der Slowakei. Sie stellen die Tierheime dar, die wir als Österreicher uns ganz anders vorstellen. Es sei jedoch erwähnt, dass dies in der EU leider kein Einzelfall ist. Auch in Spanien, Griechenland (regelmäßige Vergiftungskampagnen), Ungarn und den anderen Ostblockstaaten sind Tötungsstationen gang und gäbe. Meistens weiß es die Bevölkerung gar nicht, dass ihre nicht mehr gebrauchten Tiere nach kurzer Zeit getötet werden und denken/hoffen/wünschen, dass es doch wohl auch "richtige" Tierheime zum Wohle der Tiere wären.

Auffangstationen wie z.B. in Nitra bieten all den armen Geschöpfen ein gesichertes Leben. Täglich werden Tiere abgegeben. Trächtige Hündinnen ebenso wie ältere oder sehr alte und kranke Tiere, die zu teuer für die Besitzer geworden sind. Die Tiere werden im Straßengraben nach einem Autounfall einfach liegen gelassen oder müssen den Tötungsstationen "abgekauft" werden müssen, ja sie haben richtig gelesen !!


In den letzten Jahren hat sich viel getan. Am Besten zeigen das die aktuellen Fotos aus dem Jahre 2009/2010. Dies ist vor allem der Verdienst von vielen fleißigen, freiwilligen Helfern, Tierschutzorganisationen aus Österreich und Deutschland. Doch noch immer herrschen in Nitra Zustände, die für uns kaum vorstellbar sind und es gibt immer noch sehr viel zu tun!




GroĂźartiges leistet vor Ort die Mitglieder und freiwilligen Helfer des Vereins ANIMALHOPE-NITRA
Ein Besuch auf der Homepage wird Sie restlos ĂĽberzeugen.


Wer eine Möglichkeit sieht in Nitra zu helfen kann sich jederzeit gerne beim Verein ANIMALHOPE NITRA oder auch bei mir, zwecks Weiterleitung, sehr gerne melden. Jede Art von Hilfe wird dankbarst entgegen genommen!

Es werden auch immer ganz dringend Pflegestellen gesucht, die fallweise Tiere aus Nitra vorübergehend aufnehmen können.
FĂĽr weitere AuskĂĽnfte stehen wir Ihnen natĂĽrlich gerne jederzeit zur VerfĂĽgung !
Ich freue mich auf Ihren Anruf,Ihre
Brigitte Höss-Filipp
mobil: 0664 503 00 13