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Chippflicht ab 1.Januar 2010


Die seit 30. Juni 2008 in Kraft getretene ├ťbergangsregelung f├╝r die Chippflicht, ist mit 31. Dezember 2009 ausgelaufen und seit 01. J├Ąnner 2010 m├╝ssen alle Hunde in ├ľsterreich mit einem Mikrochip versehen sein, und in einer ├Âsterreichweiten Datenbank (Heimtierdatenbank) registriert werden! Die Registrierung ist durch Ihren Tierarzt, bei offiziellen, durch das Bundesministerium f├╝r Gesundheit anerkannten Meldestellen durch die gesetzlich vorgeschriebene M├Âglichkeit der Eigenregistrierung oder direkt bei den zust├Ąndigen Bezirksverwaltungsbeh├Ârden vorzunehmen!



Wie funktioniert das Chippen ?

Ein winziger Mikrochip der verschiedene Buchstaben- und eine 15stellige Zahlenkombinationen enth├Ąlt, wird dem Hund mittels einer Injektionsnadel unter die Haut gesetzt - vorzugsweise auf der linken Halsseite hinter dem Ohr.
Dieser Eingriff beeintr├Ąchtigt das Tier in keinster Weise und ist nicht schmerzhafter als eine Impfung.
Die auf dem Mikrochip gespeicherten Zahlen sind von Tier├Ąrzten sowie Tierschutzh├Ąusern, welche ein Leseger├Ąt besitzen, jederzeit abrufbar. Um den Tierbesitzer zu eruieren muss die Zahlenkombination in die Datenbank eingegeben werden.


F├╝r Reisen mit Hunden, Katzen oder Frettchen, die als Tollwut├╝bertr├Ąger in Frage kommen, ist bei Reisen innerhalb der EU-Mitgliedstaaten das Mitf├╝hren des EU-Heimtierausweises unbedingt vorgeschrieben.

In diesem Pass werden die Daten des Besitzers und des Tieres, sowie alle erforderlichen Impfungen eingetragen.

Reisen mit Heimtieren


Die Vorteile der elektronischen Kennzeichnung
Die ├ľsterreichische Tier├Ąrztekammer erinnert an die Vorteile des verpflichtenden Chippens von Hunden:

Durch die eindeutige Kennzeichnung kann einem Hund der entlaufenen ist, gestohlen, ausgesetzt oder verletzt aufgefunden wird, schnell geholfen werden. Der Besitzer kann vom Tierarzt mittels Leseger├Ąt via Internet in k├╝rzester Zeit eruiert werden und dem Tier bleibt ein l├Ąngerer Aufenthalt in einem Tierheim erspart.

Die elektronische Kennzeichnung hat die Funktion eines Passfotos und macht den Hund individuell eindeutig erkennbar.

Die Daten des Tieres, sowie seines Besitzers, werden in einer ├Âsterreichweiten Datenbank gespeichert, welche international vernetzt ist. Bislang hat sich das Bundesministerium f├╝r Gesundheit, Frauen und Jugend noch nicht f├╝r eine Datenbank entschieden, sicher ist jedoch, dass die bisher in den heimischen Datenbanken gespeicherten Daten wenn verf├╝gbar, ├╝bernommen werden.

Voraussetzung f├╝r die Ausstellung eines EU-Heimtierausweises (erforderlich f├╝r Reisen innerhalb der EU-Mitgliedsl├Ąnder) ist eine eindeutige Kennzeichnung! (ab 2011 gilt ausschlie├člich Chippen) N├Ąhere Information zu den verschiedenen Reisebestimmungen erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt.

Diese Regelung tr├Ągt wesentlich zur Erhaltung der Tiergesundheit und Seuchenprophylaxe bei. Gerade dem Letztgenannten kommt bei zunehmender Internationalisierung des Reiseverkehrs eine ganz besondere Bedeutung zu.

Bei Fragen wenden Sie sich an den Tierarzt Ihres Vertrauens, er ber├Ąt Sie gerne!

Weitere Informationen unter:
www.animaldata.com
www.tieraerztekammer.at

Foto: Vet-Journal

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Am 22. November 2007 wurde folgende Gesetzesnovelle zum bestehenden Tierschutzgesetz beschlossen, die ab 1. J├Ąnner 2008 g├╝ltig sein wird.

Kein Tierverkauf aus Kofferr├Ąumen mehr
Die Tierschutzsprecher beider Parteien, Franz E├čl (├ľVP) und Dietmar Keck (SP├ľ) sprechen von einem Erfolg. Ihnen zufolge soll das neue Gesetz skrupellosen Tierh├Ąndlern, die Hundewelpen und andere Vierbeiner aus dem Kofferraum oder Schachteln heraus verkaufen, ein Riegel vorgeschoben werden. Handel und Feilbieten von Tieren in ├Âffentlich zug├Ąnglichen R├Ąumen wird ab J├Ąnner verboten sein. Die Ausnahme sind genehmigte Messen und Versteigerungen.

Hunde und Katzen wieder im Zoohandel
In ausgew├Ąhlten Zoofachhandlungen d├╝rfen Hunde und Katzen wieder verkauft werden. Allerdings m├╝ssen die H├Ąndler einen Betreuungstierarzt nennen, der f├╝r die Gesundheit der Tiere und deren tierschutzkonforme Haltung verantwortlich sein wird.

Das f├╝r 1. J├Ąnner 2012
beschlossene Verbot von K├Ąfighaltung von Kaninchen zur Fleischproduktion sowie die genauere Definition von Qualzucht. Die Novelle sieht eine genaue Determinierung von sogenannten Qualz├╝chtungen vor. Die z├╝chterischen Freiheiten werden im Sinne des Tierschutzes eingeschr├Ąnkt.
Quelle: APA/RED/Die Presse



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Die neuen Bestimmungen im genauen Wortlaut des Gesetzes:

┬ž 24a. (1) Der Bundesminister f├╝r Gesundheit, Familie und Jugend stellt zum Zwecke der Zur├╝ckf├╝hrung entlaufener, ausgesetzter oder zur├╝ckgelassener Hunde auf ihren Halter f├╝r die Registrierung und Verwaltung der in Abs. 2 angef├╝hrten Daten im Sinne einer ├╝berregionalen Zusammenarbeit eine l├Ąnder├╝bergreifende Datenbank zur Verf├╝gung. Er kann zu diesem Zweck bestehende elektronische Register heranziehen. Der Bundesminister f├╝r Gesundheit, Familie und Jugend ist f├╝r diese Datenbank Auftraggeber gem├Ą├č ┬ž 4 Z 4 DSG 2000.

(2) Zum Zwecke der Zur├╝ckf├╝hrung entlaufener, ausgesetzter oder zur├╝ckgelassener Hunde auf ihren Halter sind folgende Daten (Stammdaten) gem├Ą├č Abs. 4 und 6 zu melden und zu erfassen:

1. personenbezogene Daten des Halters, ist dieser nicht mit dem Eigent├╝mer des Tieres ident, ebenso die des Eigent├╝mers:
a) Name,
b) Nummer eines amtlichen Lichtbildausweises,
c) Zustelladresse,
d) Kontaktdaten,
e) Geburtsdatum;
f) Datum der Aufnahme der Haltung
g) Datum der Abgabe und neuer Halter (Name und Nummer eines amtlichen Lichtbildausweises) oder des Todes des Tieres.

2. tierbezogene Daten:
a) Rasse,
b) Geschlecht,
c) Geburtsdatum (zumindest Jahr),
d) Kennzeichnungsnummer (Microchipnummer),
e) im Falle eines Hundes, an dessen K├Ârperteilen aus veterin├Ąrmedizinischem Grund Eingriffe unternommen wurden, Angabe des genauen Grundes und des Tierarztes, der den Eingriff vorgenommen hat bzw. Angabe sonstiger Gr├╝nde (z.B. Beschlagnahme),
f) Geburtsland,
g) fakultativ: Nummer eines allf├Ąllig vorhandenen Heimtierausweises,
h) fakultativ: Datum der letzten Tollwutimpfung unter Angabe des Impfstoffes, falls vorhanden.

(3) Alle im Bundesgebiet gehaltenen Hunde, sind mittels eines zifferncodierten, elektronisch ablesbaren Microchips auf Kosten des Halters von einem Tierarzt kennzeichnen zu lassen. Welpen sind sp├Ątestens mit einem Alter von drei Monaten, jedenfalls aber vor der ersten Weitergabe so zu kennzeichnen. Hunde, die in das Bundesgebiet eingebracht werden, m├╝ssen entsprechend den veterin├Ąrrechtlichen Bestimmungen gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung gem├Ą├č dem ersten Satz kann unterbleiben, wenn der Hund bereits durch einen funktionsf├Ąhigen Microchip gekennzeichnet wurde.

4 von 6 291 der Beilagen XXIII. GP - Beschluss NR - Gesetzestext

(4) Jeder Halter von Hunden gem├Ą├č Abs. 3 ist verpflichtet sein Tier binnen eines Monats nach der Kennzeichnung, Einreise oder Weitergabe unter Angabe der Daten gem├Ą├č Abs. 2 Z 1 und Z 2 lit. a bis e zu melden. Weiters k├Ânnen die Daten gem├Ą├č Abs. 2 Z 2 lit. f und g gemeldet werden.

Die Eingabe der Meldung erfolgt ├╝ber ein elektronisches Portal:
1. vom Halter selbst oder
2. nach Meldung der Daten durch den Halter an die Beh├Ârde durch diese oder
3. im Auftrag des Halters durch den freiberuflich t├Ątigen Tierarzt, der die Kennzeichnung oder Impfung vornimmt oder durch eine sonstige Meldestelle.

(5) Jedem Stammdatensatz ist eine Registrierungsnummer zuzuordnen. Diese ist dem Eingebenden von der Datenbank mitzuteilen und gilt als Best├Ątigung f├╝r die erfolgreich durchgef├╝hrte Meldung. Im Falle, dass die Eingabe von der Beh├Ârde oder im Auftrag des Tierhalters durch einen freiberuflichen Tierarzt oder einer sonstigen Meldestelle vorgenommen wird, ist die Registrierungsnummer von diesen dem Halter mitzuteilen.

(6) Jede ├änderung ist vom Halter oder Eigent├╝mer in der in Abs. 4 Z 1 bis 3 vorgesehenen Weise zu melden und in die Datenbank einzugeben. Im Falle der Meldung und Eingabe eines Halter- oder Eigent├╝merwechsels ist von der Datenbank eine neue Registrierungsnummer zu vergeben. Wird der Tod eines Tieres nicht vorschriftsgem├Ą├č gemeldet, erfolgt 20 Jahre nach dem Geburtsjahr des Hundes die automatische L├Âschung des gesamten Stammdatensatzes aus dem Register.

(7) Jeder Halter und Eigent├╝mer ist berechtigt, die von ihm eingegebenen Daten abzurufen und in F├Ąllen des Abs. 6 zu ├Ąndern. Die Beh├Ârde gem├Ą├č ┬ž 33 Abs. 1 TSchG oder die Veterin├Ąrbeh├Ârde sowie die in Abs. 4 Z 3 genannten Personen oder Stellen sind berechtigt, soweit es zur Erf├╝llung der Aufgaben im Rahmen dieses Bundesgesetzes oder sonstiger veterin├Ąrrechtlicher Bestimmungen notwendig ist, in das Register kostenfrei einzusehen und Eintragungen vorzunehmen. Der Bundesminister f├╝r Gesundheit, Familie und Jugend ist erm├Ąchtigt, Organen von Gebietsk├Ârperschaften auf deren Verlangen kostenfreie Abfragen in der Tierschutzdatenbank in der Weise zu er├Âffnen, dass sie, soweit dies zur Besorgung einer gesetzlich ├╝bertragenen Aufgabe erforderlich ist, die Datens├Ątze ermitteln k├Ânnen.ÔÇť