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Juli 2006


Lesen Sie bitte weiter unter Tagebuch August 2006
Viel Vergn├╝gen und Danke !



Montag, 31.7.2006
Es ist nicht zu fassen ! Hundemama MILKA hat heute fr├╝h eines ihrer kr├Ąftigsten Welpen erdr├╝ckt. Obwohl sie unheimlich aufpasst und hektisch wird, wenn Margit ein Kleines zum F├╝ttern hochnimmt, ist sie doch sehr plump und unvorsichtig, wenn die Welpen bei ihr liegen. Mehrmals bereits mu├čten die Pflegeeltern ein Kleines unter ihr "hervorziehen", denn obwohl es wimmerte und kr├Ąftig Zeichen gab, bewegte sich Milka keinen Millimeter weg. Nur leider kann man halt nicht 24 Stunden am Tag alles im Auge haben und fr├╝hmorgens war dann das Malheur geschehen.
Die liebe Dackel-Beaglemixh├╝ndin LEA ist wieder bei ihrer Besitzerin ! LEA, die ja bisher absolut keine Auff├Ąlligkeiten gegen├╝ber Menschen und auch nicht M├Ąnnern gezeigt hatte (jedoch urspr├╝nglich in einem Container ausgesetzt war !) f├╝rchtete sich ganz furchtbar vor ihrem "neuen" Herrchen, schnappte zu, und lie├č Urin unter sich vor lauter Angst. Es ist allen Beteiligten unbegreiflich und die einzige Erkl├Ąrung f├╝r dieses panische Verhalten k├Ânnte sein, dass LEA durch diesen Mann an ein schlimmes Ereignis erinnert wurde. Das kann die Stimme, Gr├Â├če, Statur, eine winzige Geste oder der Geruch sein, jedenfalls mu├čte die ganze Familie dem Rechnung tragen und so wurde LEA wieder zur Ex-Familie zur├╝ckgebracht. Das einzig Gute an dieser Aktion: Die Leute haben LEA so vermisst, dass sie jetzt nicht mehr weitergegeben wird !
Dieser Vorfall best├Ątigt wieder einmal mehr sehr deutlich, dass jeder Tierhalter "sein" Haustier einfach selbst kennenlernen mu├č, denn Tiere sind sehr feinf├╝hlig und k├Ânnen sehr wohl Sympathien und auch Antipathien entwickeln, und auch dem m├╝ssen und sollen wir bei der Weitergabe eines Sch├╝tzlings gerecht werden. Es passiert sehr oft, dass erwachsene Kinder, Enkelkinder oder Schwiegerkinder es gut meinen und f├╝r die Verwandtschaft einen Hund oder Katze ├╝bernehmen m├Âchten. Obwohl die Abgabe an Dritte Personen ansich sowieso nicht erw├╝nscht und von uns nicht gerne akzeptiert wird, schien es in diesem Falle absolut ok, da alle guten Voraussetzungen vorhanden waren. Und doch ging┬┤s in die Hose und war enormer Stress f├╝r LEA ! Wir werden daraus lernen und in Zukunft wird in jedem Fall darauf bestanden, dass die ganze Familie, die das Haustier zuk├╝nftig betreut und in engstem Kontakt steht, beim Kennenlernen und der ├ťbernahme anwesend sein MUSS ! Ich denke, diese wenigen Stunden Zeit sollte sich jeder nehmen - im Interesse des Tieres und auch f├╝r sich selbst !
Am Abend wurde dann der liebe Kart├Ąuserkater NERO von Familie Wimmer aus einer Nachbarortschaft von uns adoptiert. Die Familie hatte bereits 2003 einen sehr betagten Kater von uns ├╝bernommen, der jetzt leider eingeschl├Ąfert werden mu├čte. Es ist ein sehr guter Platz, mit sicherem Freilauf und 4 Katzendamen. NERO ist also der Hahn im Korb - wir w├╝nschen ihm, dass er es geniesst !

Sonntag, 30.7.2006
Die Hundemama Milka bei Margit und Gregor kann ihre Welpen nicht mehr versorgen, ihre Milchdr├╝sen sind entz├╝ndet und die Milchleiste ist verh├Ąrtet und ist sehr schmerzempfindlich! Obwohl Milka unter ├Ąrztlicher Betreuung steht, ist dies keine einfache Sache und die Qualit├Ąt der Muttermilch und auch die Menge leidet nat├╝rlich wegen der nicht vermeidbaren Verabreichung von Medikamenten und Antibiotika.
Eine Hiobsbotschaft f├╝r alle Pflegeeltern, noch dazu, wo die Kleinen massive Probleme beim Saugen und Schlucken haben. Auch das Trinken vom Flascherl mu├č von den Welpen gelernt werden und leider sind heute wieder zwei sehr schwache R├╝den, die einfach nicht mehr die Kraft hatten, eingeschlafen. Die restlichen vier Kleinen sind jedoch etwas robuster und vom Gewicht her st├Ąrker und k├Ânnten es schaffen. Ich war heute selbst bei Margit und Gregor in Hundsheim um Welpenmilch zu bringen und wir alle hoffen, dass die vier Winzlinge die n├Ąchsten Tage mit Hilfe der Ersatznahrung und oftmaliger Versorgung mit Fl├╝ssigkeit ├╝berstehen. Kr├Ąftig genug k├Ânnten diese 4 sein, Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch die liebevollen und f├╝rsorglichen Pflegeeltern ist auch vorhanden, mehr kann im Moment leider nicht gemacht werden! K├Ąmpfen und ├╝berleben wollen, m├╝ssen die Kleinen alleine, wir k├Ânnen sie dabei nur so gut es eben geht unterst├╝tzen.
Die junge Dackel-Beaglemixh├╝ndin LEA wurde heute von einer sehr lieben Familie adoptiert und wird ab heute in Falkenstein (N├ľ) in Haus mit Garten leben. LEA konnte die Zeit bis zur heutigen gegl├╝ckten Vermittlung bei ihrer Besitzerin leben und hat sich daher die "Zwischenstation" in einer Pflegefamilie erspart. Das ist nat├╝rlich der schonendste Weg f├╝r die Tiere, die ohnehin sehr leiden, wenn sie ihre Besitzer verlieren. Nur leider haben nicht viele die M├Âglichkeit, da die meisten privaten Abgaben von jetzt auf sofort erfolgen m├╝ssen und nur die wenigsten Besitzer bereit sind, ihre Haustiere wenigstens noch w├Ąhrend der Zeit der Platzsuche zu behalten !

Samstag, 29.7.2006
Plangem├Ą├č traf Susanne um 14.00 bei Margit und Gregor in Hundsheim ein, um dort die Hundemutter MILKA mit ihren Welpen und die beiden mutterlosen Welpen JENNY (braunes Terriermixm├Ądchen) und CHARLY (sieht aus wie ein kleiner schwarzer Schnauzer) abzuliefern. Leider sind gestern nacht noch zwei Welpen von MILKA verstorben und w├Ąhrend des heutigen Vormittags sind wieder zwei eingeschlafen. Die H├╝ndin hatte urspr├╝nglich 12! Welpen geworfen und da sie selbst sehr abgemagert, gestresst und seelisch und k├Ârperlich am Ende ist, waren die Welpen entsprechend schlecht und unterversorgt beisammen. Jedoch die st├Ąrksten 6 Winzlinge trinken sehr brav und wir haben Hoffnung, dass es ab jetzt alle schaffen werden. Zum Gl├╝ck war auch Tier├Ąrztin Eybl gleich zur Stelle und untersuchte und versorgte die ganze Rasselbande eingehend und liebevoll. Mutterh├╝ndin MILKA hat ausserdem hohes Fieber, die Kleinen bekamen Fl├╝ssigkeit und Vitamine. Margit und Gregor sind aber sehr zuversichtlich, dass es alle schaffen werden und werden sicher in den n├Ąchsten Wochen alle H├Ąnde voll zu tun haben !
Die beiden erwachsenen H├╝ndinnen LOLA und SANDY d├╝rften mittelgro├če Collimixe sein. Beide sind ganz extrem sch├╝chtern aber sehr anh├Ąnglich und warten in unserer "neuen" Pflegefamilie Petra P. mit Gatte und zwei Kindern, auf ihre eigenen Familien.
Die beiden Katzen sind momentan bei uns untergebracht, f├╝r den Kart├Ąuserkater NERO gibt es jedoch schon eine interessierte Familie. Sie werden ihn vielleicht schon morgen kennenlernen !
Die Interessenten f├╝r DANDY haben sich leider nicht mehr gemeldet. Interessant dabei ist eigentlich nur, dass das Interesse stark geschwunden war, als ich erw├Ąhnte, dass wir sehr gerne unseren Sch├╝tzling nach O├ľ bringen werden. Daraufhin war nur mehr die Mailbox erreichbar !
Durch einen Tip von Edeltraud fanden wir auf einer Immobilienhomepage ein sehr interessantes Objekt. Ein renovierungsbed├╝rftiges Bauernhaus mit 3900m2 Grund !!!! mit altem Baumbestand. Die Liegenschaft befindet sich etwa 15 kg von Gro├čenzersdorf entfernt, etwas ausserhalb am Ortsrand der Gemeinde und ist sehr preisg├╝nstig. Alleine durch die Gr├Â├če des Grundst├╝cks w├Ąre es denkbar, in einigen Jahren unseren Traum von einem Tierheim realisieren zu k├Ânnen. In den n├Ąchsten Tagen werden wir sicher mehr wissen !

Freitag, 28.7.2006
Aus einem ungewollten !!! Wurf in Wien sollten wir heute zwei Welpen ├╝bernehmen. Tats├Ąchlich hatte es die Dame aber dann so eilig, dass sie die niedlichen Hundebabies schon gestern, Donnerstag um 22.00 Uhr zu Pflegemama Daniela brachte. Und es waren nicht zwei sondern drei niedliche Zwerge. KIRA, ein wei├čes M├Ądchen, ROXY ist ein schwarzes M├Ądi und der r├Âtlich-weisse Bub wird AGRO heissen. Die Namen hat ihnen Daniela gegeben und heute war gro├če Fotosession angesagt. Die Kleinen sind zwischen 7 und 8 Wochen jung, ├Ąu├čerst niedlich - no na !! - und k├Ânnten nach einer ordentlichen Beobachtungszeit schon abgegeben werden.

Donnerstag, 27.7.2006
F├╝r unseren DANDY, den lieben Mixr├╝den aus Istanbul, hat sich heute eine Familie aus O├ľ interessiert und das Treffen k├Ânnte am kommenden Wochenende erfolgen. Daumen halten bitte!
Das Inserat in der N├ľN Zeitschrift blieb, zumindest bis heute, ohne Reaktion und so tr├Ąumen wir weiter! Jedoch hat der Familienrat beschlossen, dass wir heuer doch einige Tage in K├Ąrnten ausspannen werden. Selbstverst├Ąndlich mit unseren Wauzis in einer hundefreundlichen Pension.
Wir sind also von 28.August bis 2.September, wenn nichts dazwischen kommt, in Urlaub (oder zumindest nicht Zuhause). Seit 5 Jahren der erste Urlaub ausw├Ąrts, aber f├╝r unsere Sch├╝tzlinge zuhause wird selbstverst├Ąndlich gut vorgesorgt und auch f├╝r kompetente Vertretung ist bereits gesorgt. Unsere Sch├╝tzlinge werden also unsere Abwesenheit nicht sp├╝ren.
Abends haben wir wieder den PKW von Susanne B. bis auf den letzten Zentimeter mit Decken, P├Âlstern, Kratzbaum und div. Zubeh├Âr beladen. Susanne wird morgen wieder einmal nach Paks/Ungarn aufbrechen und einige arme Seelen nach Wien bringen. Genaueres wissen wir morgen nachmittag, nach der Berichterstattung von Susanne vorort wird dann entschieden, welche Tiere wir ├╝bernehmen k├Ânnen.

Mittwoch, 26.7.2006
Die Hitzewelle h├Ąlt uns ganz fest im Griff und Tier und Mensch sind schlapp und erledigt und tags├╝ber hundem├╝de, weil nachts nicht an guten Schlaf zu denken ist.
Unsere Spazierg├Ąnge beschr├Ąnken sich auf Schattenpl├Ątze-Suchen und werden selbst von den Hunden eher lustlos absolviert.
In der gestrigen Ausgabe der Zeitung N├ľN war ein Artikel ├╝ber unsere Tierschutzinitiative mit Fotos von Mopsi und unserem schwarzen Katzenbuben geschaltet und auch ein kleiner Nebenartikel unser Interesse an einer passenden Liegenschaft betreffend. Bin gespannt, ob die Zeitung von den "richtigen" Leuten gelesen wird. Bei diesen Temperaturen tr├Ąumen wir halt immer ├Âfter von einem ger├Ąumigen Anwesen mit viel Platz f├╝r unsere Tiere, mit viel Baumwuchs und gro├čen Schattenfl├Ąchen, und ├╝berhaupt Allem was auch nur irgendwie Abk├╝hlung bringt...... Tr├Ąumen ist ja erlaubt !

Dienstag, 25.7.2006
Da in den letzten Tagen wieder einige unserer Sch├╝tzlinge bestens untergebracht werden konnten und uns ja tagt├Ąglich schreckliche und qu├Ąlende Nachrichten von Tieren in Not erreichen, ist bereits die n├Ąchste "Rettungsfahrt" nach Ungarn geplant. Susanne B. hat sich Freitag einen Urlaubstag genommen und wird nach Paks fahren um wieder 3-4 Hunde (darunter diesmal auch ein gro├čw├╝chsiges Weibchen mit Welpen) herauszuholen. Voraussichtlich am Samstag wird dann wieder die Aufteilung in die Pflegefamilien erfolgen.
Vergangenen Sonntag, anl├Ą├člich der Vergabe von Beagler├╝de SNOOPY in die Steiermark, war ich bei Claudia und Manfred zu Besuch und war absolut begeistert vom Fortschritt der lieben Dackelmixh├╝ndin SISSY und ihren, mittlerweile 5 Wochen jungen 8 St├╝ck allerliebsten Welpen. Jeder der Kleinen hat bereits einen Namen und sie sind alle zuckers├╝├č, aufgeweckt, unternehmungslustig und allerliebst. Die Fotos in unserer Rubrik AKTUELLES-NEU sprechen f├╝r sich !

Montag, 24.7.2006
Gleich fr├╝h am Morgen telefonierte Gregor mit dem Tierarzt in Oberpullendorf, der DAISY gestern vormittag leider nicht mehr helfen konnte. Seine Diagnose ist eher Herzversagen als Hitzschlag. Es war wirklich r├╝hrend, wieviel Anteilnahme an dem traurigen Schicksal von Daisy von unseren Freunden und Bekannten vorhanden ist. Danke f├╝r Euer Mitgef├╝hl, speziell auch im Namen von Margit, Gregor und Manuel, der besonders unter diesen Umst├Ąnden leidet. Daisy war im Zimmer von Manuel untergebracht und dementsprechend stark war die Bindung zwischen Manuel und der lieben H├╝ndin. So traurig uns der pl├Âtzliche und unsinnige Tod von Daisy macht, so unerbittlich normal mu├č der Alltag weiter gehen und es gab heute auch wieder zwei bzw. drei positive Ereignisse:
Gleich nach dem B├╝ro holte ich den hellbraunen Dackelmixr├╝den BLONDI von seiner Pflegemama Daniela ab, um ihn zu seiner neuen Familie in den 2. Bezirk zu bringen. Die Leute besuchten Daniela und BLONDI bereits zu mittag und waren sofort hin und weg von dem anh├Ąnglichen Blondi.
Er wird bei einem sehr tierliebenden Pensionistenehepaar sicher ein beh├╝tetes und sehr liebevolles Leben f├╝hren und bestimmt bald die schreckliche Zeit in Ungarn vergessen haben. Obwohl Daniela den Tr├Ąnen sehr nahe war, als wir Blondi bei mir ins Auto setzten, freuen wir uns doch alle sehr f├╝r den lieben Kleinhund (und Daniela hat ja f├╝r kommendes Wochenende bereits ihren n├Ąchsten Sch├╝tzling aus Paks in Aussicht).
Sp├Ąter am abend wurde dann noch eines der grau getigerten Katzenbabies von einer jungen Familie adoptiert. Die kleine Maus wird zusammen mit der ans├Ą├čigen einj├Ąhrigen Katze Shiwa zusammenleben, deren Gef├Ąhrtin EMMA vor kurzem einen t├Âdlichen Unfall hatte. Emma und Shiwa wurden vor etwa einem Jahr auch von uns geholt.
Heute bekam ich gleich zwei nette e-mails von zwei Damen aus Wien, die gerne Pflegehunde aufnehmen m├Âchten. Markanterweise haben beide Damen bereits sehr schlechte Erfahrungen mit der Betreuung von Pflegehunden der Organisation Animal Life. Obwohl diese gro├če Organisation sicher nur das Beste f├╝r die geschundenen Hunde in den verschiedenen Auffang- und T├Âtungslagern will, hat man doch sehr das Gef├╝hl, dass durch mangelnde Organisation und/oder ├ťberbelastung man sich dort selbst sch├Ân langsam demontiert. Unn├╝tz zu erw├Ąhnen, dass das nat├╝rlich wieder nur den Tieren schadet und es w├Ąre mehr als w├╝nschenswert, wenn sich Animal Life endlich der durchaus bekannten bestehenden ├Âffentlichen Kritik stellen w├╝rde und innerhalb der Orgi um L├Âsungen bem├╝ht w├Ąre. Hunde, deren Charaktereigenschaften absolut nicht bekannt sind, ohne R├╝cksicht auf Verluste in private Pflegefamilien zu vergeben, kann einfach nur schiefgehen ! Auch ein Pflegehund mu├č in die bestehenden Verh├Ąltnisse passen, nur so ist gew├Ąhrleistet, dass es beiden "Parteien" gut geht und die Pflegschaft von Erfolg gekr├Ânt ist. So einleuchtend das ist, so wenig wird es anscheinend von dieser Organisation beachtet, diese Kritik (und leider auch noch andere Beschwerden) h├Âre ich zumindest zwei bis dreimal t├Ąglich und das bereits ├╝ber mehrere Wochen hindurch. Es liegt mir wirklich fern, andere Organisation, die sich um das Wohl armer Tiere k├╝mmert, hier negativ darzustellen, jedoch gibt die Anzahl der eingehenden Beschwerden wirklich Anlass zur Sorge f├╝r jeden Tierfreund. Ich bin dennoch ├╝berzeugt, dass die Mitarbeiter von Animal Life ihr Bestes zu geben versuchen und so viele Tiere wie m├Âglich retten m├Âchten, jedoch zeigen die vielen entt├Ąuschten Reaktionen von wirklich hilfsbereiten Menschen ganz deutlich, dass hier dringend an der Organisation der Rettungsaktionen gefeilt werden m├╝sste - zum Wohle der Tiere, f├╝r die wir t├Ątig sein m├╝ssen, weil sie sich nicht selbst helfen k├Ânnen. Echt traurig !

Sonntag, 23.7.2006
Einer der schw├Ąrzesten Tage seit Bestehen unserer Tierschutzgruppe.
Unser Sch├╝tzling, die liebe Bernhardinerh├╝nding DAISY ist w├Ąhrend der Fahrt in eine wundersch├Âne Zukunft einem Hitzschlag mit Herzversagen erlegen. Daisy wurde von ihren Pflegeeltern Margit und Gregor vor drei Wochen aus sehr schlechter Haltung befreit, und w├Ąhrend der letzten Wochen liebevollst und kompetent betreut worden. Aufgrund der Einschaltung in der Tierecke der Kronenzeitung meldete sich eine sehr tierliebe Familie aus dem Burgenland mit gro├čem Anwesen und vor allem Erfahrung mit dieser Rasse. Heute fr├╝h kam die Familie nach Hundsheim um Daisy kennenzulernen und zu ├╝bernehmen. Wegen der enormen Hitze hielten die Leute auf der Heimfahrt einige Male an, um Daisy mit Wasser zu versorgen und kurz nach dem letzten Stop vor Oberpullendorf, lag Daisy dann regungslos auf der R├╝ckbank des Autos. Der Tierarzt konnte einige Minuten sp├Ąter leider nur mehr den Tod der lieben H├╝ndin durch Hitz- bzw. Herzschlag feststellen. Daisy mu├č sofort tod gewesen sein.
Wir alle sind mehr als schockiert und werden mit Sicherheit einige Zeit brauchen, um diesen schrecklichen Vorfall zu begreifen und zu verarbeiten. Am schlimmsten trifft es aber Margit und Gregor, denn urspr├╝nglich h├Ątten sie, als Liebhaber dieser Rasse ansich, Daisy sehr gerne behalten. Jedoch war der Wunsch, noch anderen armen Tieren helfen zu k├Ânnen vorherrschend und nach eingehender Beratung wurde dann entschieden, f├╝r die gerettete H├╝ndin doch einen entsprechend guten und passenden Fixplatz zu suchen. Diesen h├Ątten wir ja endlich gefunden, aber es sollte einfach nicht sein. Wir alle werden diese liebe H├╝ndin sicher nie vergessen und haben eine ewige Kerze f├╝r sie angez├╝ndet.
├ťberschattet durch die schmerzliche Trag├Âdie wurde die Vergabe des lustigen Beagler├╝den SNOOPY in die Steiermark. Diese sehr liebe und gute Familie hat bereits eingehende Beagle-Erfahrung und haben bereits eine Beagleh├╝ndin in der Familie. Snoopy soll auch eine Hundeschule besuchen und wir w├╝nschen allen ganz viel Freude zusammen.

Samstag, 22.7.2006
Wohin man h├Ârt, jeder ├Ąchzt unter der unglaublichen Hitze. Wir haben daher alle ausw├Ąrtigen Tierschutzaktivit├Ąten in die Abendstunden verlegt, und selbst um 22.15 hatte es im Auto noch schw├╝le 26 Grad !
Bereits gestern hat sich die Redaktion der N├ľN Zeitschrift tel. gemeldet und um einen Termin f├╝r eine kleine Reportage zum Thema "Sommerzeit=ausgesetzte Haustiere" gebeten. Die Fotografin war heute auch p├╝nktlich bei uns, hat einige Fotos gemacht und einiges ├╝ber unsere Gruppe erfahren wollen. Die aktuelle N├ľN Zeitung wird kommenden Dienstag bereits erscheinen - sind gespannt.
Um 19.30 Uhr fand das vereinbarte Treffen zwischen Mijou, dem armen verwaisten Drahthaarmixr├╝den und seinem, hoffentlich! neuem Herrchen, statt. Mijou war sehr nerv├Âs und offensichtlich enorm gestresst durch das wochenlange hin-und-hergeschubste von einer Stelle zur anderen, trotzdem hat der sehr tierliebende Senior Herr W. aus Wien ihn nicht im Stich lassen wollen und wir halten Mijou ganz fest die Daumen, dass sein neues Herrchen mit ihm zurechtkommt. Einen besseren Platz h├Ątte der liebe R├╝de nicht finden k├Ânnen!
Zusammen mit Mijou kamen auch vier herzige Tigerkatzenbabies mit Yvonne mit, die nach anf├Ąnglicher Zur├╝ckhaltung jetzt aber schon recht aufgeweckt spielen.
Und noch einen Neuzugang auf Samtpfoten haben wir seit heute: die liebe Plaudertasche ANGIE, nicht ganz ein Jahr alt. Sie wurde selbst von einer sehr tierlieben Person aus Untersiebenbrunn aufgenommen, konnte aber wegen der Ablehnung der ├Ąlteren Katzen nicht behalten werden. Bisher plauderte Angie zwar noch nicht, ist eher ├Ąngstlich, aber sie wird sicher bald auftauen.
Und ganz sp├Ąt abends kam dann noch Alexandra St. aus Wien mit dem roten Kater TARZAN, f├╝r den ich in Gro├čenzersdorf einen supertollen Platz finden konnte. Die Leute hatten bereits einen roten Kater LEO von uns, der aber leider vor einigen Wochen einem b├Âsartigen Tumor erlag. Frau Leitner hat sich sofort in Tarzan verliebt und der liebe Kater wird sicher ein super Katzenleben f├╝hren.

Freitag, 21.7.2006
Angeblich der bisher heisseste Tag in diesem Jahr. Das Thermometer im Auto zeigte beim Einsteigen stolze 46 Grad und jede, noch so kleine T├Ątigkeit wird zur enormen Belastung. Als ich vom B├╝ro im gottlob klimatisierten Auto ├╝ber die S├╝dosttangente fuhr, war auf der Gegenfahrbahn ein absoluter Megastau. Mir schn├╝rt es f├Ârmlich die Kehle zu, wenn ich an die armen Tiere in nicht-klimatisierten Fahrzeugen denke, die bei der Hitze unglaublich leiden. Ein Sch├Ąferhund reckte ganz verzweifelt seinen Kopf aus dem Autofenster eines im Stau stehenden PKW┬┤s, aber statt Abk├╝hlung schlug ihm nat├╝rlich nur die vom Beton und den Fahrzeugmotoren erzeugte gro├če Hitze entgegen. Jeder Tierbesitzer mu├č bei diesen Temperaturen einfach unbedingt achten, dass immer Wasser mitgef├╝hrt wird und wenn es irgendwie vermeidbar ist, mu├č der Hund zuhause bleiben.
Selbst bei unseren Spazierg├Ąngen haben wir jetzt immer Wasser dabei und nicht nur unsere eigenen Hunde sind froh, zwischendurch einen Schlabberer nehmen zu k├Ânnen.
Gleich nach B├╝roschlu├č habe ich Familie Hornik mit Pflegeh├╝ndin LILLY und ihren drei Zwergen einen Besuch abgestattet. LILLY ist erwartungsgem├Ą├č problemlos und sehr anh├Ąnglich und eine sehr gute Hundemutter. Die drei Welpen sehen nicht nur g├Ąnzlich unterschiedlich aus, sie entwickeln sich auch verschieden. Der hellbeige Wauzi ist fast doppelt so gro├č, wie sein brauner Bruder und das Weibi AMY liegt gewichtsm├Ą├čig in der Mitte. Aktuelle s├╝sse Fotos unter AKTUELLES-NEU Viel Spa├č !
Abends bzw. nachts war heute Computerarbeit angesagt, um wieder alle b├╝rokratischen Erledigungen nachzuholen. Gibt echt Sch├Âneres, geh├Ârt aber leider auch dazu !

Donnerstag, 20.7.2006
F├╝r das fast weisse, zierliche, junge Katzenm├Ądchen GIRLY, das vor einigen Wochen mit ihren 3 Welpen zu uns kam, ging es heute ab in ein neues und liebevolles Zuhause Zuhause in Wien. Wohnungsplatz mit einigen anderen sehr vertr├Ąglichen Katzen, gro├čer gesicherter Balkon und vor allem: sehr viel Zuwendung und Liebe. In den letzten beiden Wochen ist GIRLY richtig aufgebl├╝ht, zwar noch etwas zur├╝ckhaltend und ├Ąngstlich Fremden gegen├╝ber aber sch├Ân langsam wu├čte sie mit unseren Streicheleinheiten schon etwas Angenehmes zu verbinden.
Die Dackelmixh├╝ndin BONNY aus Paks in Ungarn war tr├Ąchtig und wurde heute kastriert. Auch die Pflegemama Susanne stand mit sehr gemischten Gef├╝hlen vor der Ordination, aber in solchen F├Ąllen mu├č einfach die Vernunft siegen. So herzig Welpen zweifellos auch sind, so wichtig ist es aber, sich in erster Linie um die bereits "vorhandenen" Tiere zu k├╝mmern und keinesfalls noch neue Hunde oder Katzen in die Welt setzen zu lassen. Die Entscheidung, eine bereits tr├Ąchtige H├╝ndin zu kastrieren, f├Ąllt uns allen absolut nicht leicht und wird immer zusammen mit unserer Tier├Ąrztin getroffen, denn der Zeitpunkt der Tr├Ąchtigkeit ist nat├╝rlich ausschlaggebend. In Bonny┬┤s Fall war es ok und sie wird sicher in einigen Tagen wieder wohlauf sein. Die OP jedenfalls hat sie gut ├╝berstanden und das es ja fast wieder Mitternacht war, wurde auch das Hitzeproblem umgangen.
Unseren Besuch in der Ordination bei Renate um bei Susanne und Bonny zu sein, haben wir gleich genutzt um MOPSI┬┤s Kastrationsn├Ąhte zu nehmen und ihm seine erste Impfung zu verpassen. Er war ganz tapfer, aber trotzdem heilfroh, als er wieder im Auto sa├č. Aber vorher haben wir gemeinsam noch JACK besucht, der ja jetzt nur einige H├Ąuser weiter von Renate wohnt! Er hat uns recht st├╝rmisch begr├╝sst und sich sehr gefreut, wie wir auch, wei├č aber schon sehr genau, wo er jetzt hingeh├Ârt. Beim Verabschieden sa├č er bei Silvia┬┤s F├╝ssen und machte keinerlei Anstalten, mit uns gehen zu wollen. Ein Zeichen, wie pudelwohl er sich f├╝hlt - bei der Betreuung kein Wunder ! ├ťbrigens JACK hei├čt jetzt ASLAN und h├Ârt bereits ganz toll auf seinen neuen Namen. Alle im Hause lieben ihn und wir sind sehr froh, dass dieser Traumhund so einen Traumplatz hat.
Als ich Silvia von den Zores mit Felix und Tiger am Telefon erz├Ąhlte, hat sie sofort angeboten, die beiden Katzenbr├╝der zu sich zu nehmen. Wir werden nat├╝rlich weiterhin versuchen, f├╝r die beiden gemeinsam ein neues Zuhause zu finden, aber falls nicht ......., sch├Âner als bei Silvia k├Ânnen Sie es sowieso nicht treffen ! Ein eigenes Katzenzimmer und einen sch├Ânen, aber ausbruchssicheren Garten mit ganz viel katzengerechten Einrichtungen, Katzenhaus, Kletterm├Âglichkeiten und Spielecken, etc. Mit unserer Dominanznudel, der dreif├Ąrbigen Findlingskatze SWEETY war das Zusammenleben bei uns sehr stressig f├╝r alle und bei SILVIA k├Ânnen die beiden jetzt wirklich in aller Ruhe auf ein Zuhause warten.

Mittwoch, 19.7.2006
Neuer Tag, neue Situationen und einiges, das gestern noch dramatisch und sehr schlimm schien, geht heute schon wieder viel besser !
CORA spricht auf die Medikamente sehr gut an und man kann sie beinahe als fr├Âhlich bezeichnen. Sie hat sich auf den obligaten Spaziergang gefreut und von der Schw├Ąche der letzten Tage war heute gottlob nichts zu sehen. Wir alle hoffen, dass es weiterhin so bergauf geht und sie sich wieder einigermassen erholt.
Heute war der gro├če Tag f├╝r unseren Schmusetiger BOBO. Der soooo liebe Kater mit dem Stummelschw├Ąnzchen wurde von einer Familie aus Wien 22; mit einem verspielten Kater adoptiert und BOBO wird nach einer entsprechenden Eingew├Âhnungszeit auch einen Garten zur Verf├╝gung haben. So wie wir BOBO einsch├Ątzen, wurde ihm die Wohnung sch├Ân langsam ohnehin ein bisserl eng und wir w├╝nschen dem s├╝├čen (wenn auch manchmal etwas kratzb├╝rstigem) Kerl noch viel Spa├č beim M├Ąusejagen!
Der lieben schwarzen Mixh├╝ndin SAMMY, die wir gestern ├╝bernommen haben, geht es gut und sie h├Ąngt sich voller Dankbarkeit an Sabine. Die beiden "M├Ądels" sind fast den ganzen Tag unterwegs, gehen Baden und haben viel Spa├č miteinander. Wir sind froh, dass Sammy scheinbar aus ihrer, nicht sehr berauschenden Vergangenheit, keine gro├čen Altlasten mitschleppt und Menschen doch noch vertrauen kann.
Der Sch├╝tzling bei Susanne in Strasshof, die Dackelmixh├╝ndin BONNY, ist h├Âchstwahrscheinlich tr├Ąchtig und wird morgen sp├Ąt abends von Tier├Ąrztin Renate B. kastriert. Trotz der momentan h├Âllischen Temperaturen bleibt keine Zeit f├╝r einen Aufschub, da wir leider nicht wissen, wann Bonny gedeckt wurde und daher jeder Tag z├Ąhlt. Obwohl wir heute schon weit ├╝ber 30 Grad hatten, sind die N├Ąchte erfreulicherweise eher k├╝hler und daher wurde die OP auch f├╝r die Nachtstunden angesetzt, um f├╝r Bonny alles so schonend wie m├Âglich durchzuf├╝hren.

Dienstag, 18.7.2006
Wiedereinmal ein sehr anstrengender und sicher als eher negativ zu bezeichnender Tag.
Margit und Gregor sind sehr in Sorge um ihren Sch├╝tzling CORA. Die Seniorin zeigt seit einigen Tagen massive Verfallserscheinungen und abends wurde auch noch eine akute Geb├Ąrmutterentz├╝ndung vom Tierarzt diagnostiziert. Es geht CORA also leider sehr schlecht und wir alle hoffen, dass die Medikamente ansprechen werden, um ihr noch einige sch├Âne und lebenswerte Wochen zu geben.
Aus echt sehr schlimmen famili├Ąren Verh├Ąltnissen, auf die hier nicht n├Ąher eingegangen werden kann, stammt die liebe einj├Ąhrige schwarze Langhaarmixh├╝ndin SAMMY, die es noch keine 5 Minuten in ihrem jungen Leben wirklich gut hatte. Stammt urspr├╝nglich aus dem "Tierheim" in Bruck/Leitha (ohne Kommentar!), wahr schon bei der ├ťbernahme von dort schwer traumatisiert und kam dann wahrlich vom Regen in die Traufe. Sie wurde uns von ihrer ansich sehr tierlieben Besitzerin unter Tr├Ąnen ├╝berantwortet - als Schutz f├╝r die H├╝ndin selbst, da sie in der Familie nicht sicher aufgehoben ist. SAMMY wird jetzt von Sabine betreut und hoffentlich verheilen ihre seelischen Wunden bald !
Melanie, die seit einigen Wochen die beiden Kater FELIX und TIGER f├╝r uns betreute, hat sie leider nicht l├Ąnger behalten k├Ânnen und da sich ja noch immer kein geeigneter Fixplatz f├╝r die beiden lieben Schmuser finden lie├č, sind sie selbstverst├Ąndlich seit heute abends wieder bei uns. Sch├╝tzling BODO und Kratzb├╝rste SWEETY waren ├╝ber den "Neuzugang" aber keineswegs happy und es gab bis sp├Ąt in die Nacht Zoff um die Stammpl├Ątze und m├Ąchtig Geknurre. Die Gem├╝ter werden sich aber sicher bald wieder beruhigen (bleibt ja nicht viel anderes ├╝brig !) und ich hoffe doch sehr, jetzt endlich bald einen liebevollen Fixplatz f├╝r die zwei gespr├Ąchigen und anh├Ąnglichen Br├╝der zu finden.
Aber einen Lichtblick gab┬┤s heute doch: f├╝r unseren Notfallsr├╝den MIJOU, der nach dem Tod seines Herrchens im Schrebergarten an der Leine h├Ąngen mu├č ! Kennenlernen erfolgt am kommenden Samstag mit einem alleinstehenden, sehr liebem Senior, dessen H├╝ndin CINDY, die er 1995 von uns ├╝bernommen hatte, jetzt leider ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke gegangen ist. Vielleicht hat sie ihm den lieben Mijou geschickt ?! Wir werden es am Samstag wissen.

Montag, 17.7.2006
Abends eine Fotosession mit Dackelmixweibchen LEA, ca. 8 Monate, die aber bis zur Vermittlung zum Gl├╝ck noch bei ihrer ├╝berbelasteten und mittlerweile schon etwas entnervten Besitzerin bleiben darf, die sie vor einigen Monaten in einem Altpapiercontainer herrenlos gefunden hat. Leider hat LEA aber, bedingt durch das vorhandene Kleinkind, nicht genug Aufmerksamkeit und stellt so allerhand Unsinn an und so sind wir auf Platzsuche f├╝r diese liebe H├╝ndin.
Telefonisch wurden ebenfalls heute gleich 6 Sch├Ąfermixwelpen aus Dt. Wagram avisiert, die aber ebenfalls vorl├Ąufig noch bei den momentanen Besitzern bleiben k├Ânnen.

Sonntag, 16.7.2006
Der gestrige Tag bzw. Abend hatte es ja ordentlich in sich und so mu├čte heute, bis auf einige Telefonate, ordentlich ausgeruht und Kraft getankt werden.
Sehr hergenommen hat uns auch, dass unsere Katzenseniorin MOLLY, nach langem und massivem Nierenleiden, gestern friedlich eingeschlafen ist. MOLLY wurde uns vor etwa 8 Wochen gebracht und hatte aufgrund ihrer vorhandenen Krankheit leider keine Vermittlungschance mehr. F├╝r uns war klar, dass sie den Rest ihres Lebens bei uns bleiben wird und es tut uns sehr sehr leid, dass dies nur so kurz war. Leider ist anzunehmen, dass die Trennung von ihrer Familie und gewohnten Umgebung den Krankheitsverlauf noch verst├Ąrkt hat und wiedereinmal fragen wir uns, wie man es ├╝bers Herz bringen kann, seine langj├Ąhrigen Gef├Ąhrten im Alter einfach wegzugeben (nur ganz nebenbei erw├Ąhnt, hat sich niemals jemand ├╝ber Molly┬┤s Zustand informiert!). Einfach unfassbar f├╝r jeden wahren Tierfreund.

Samstag, 15.7.2006
Seit langem wieder ein angenehmerer, nicht so arg schw├╝ler Sommertag und gleich kehrt wieder etwas mehr Energie zur├╝ck *hihi*
Mittags fand das Kennenlernen mit Labradormixh├╝ndin KIARA und der interessierten Familie aus Wien statt und der Funken sprang erwartungsgem├Ą├č sofort ├╝ber! Eigentlich kein wirkliches Wunder bei dieser niedlichen und sehr braven jungen Maus. Pflegemama Sabine hat sich in den zwei Wochen der Betreuung wirklich sehr viel mit ihr besch├Ąftigt und ihr liebevoll einiges bereits spielerisch beigebracht - davon werden die zuk├╝nftigen Besitzer bestimmt profitieren.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen unseres Grill-Treffens bei Margit und Gregor P. in Hundsheim. Fast alle unserer Pflegefamilien und engsten Mitstreitern und Mitk├Ąmpfern konnten kommen und es war ein wunderbarer, wenn auch zeitweise etwas turbulenter Nachmittag. Bei Speis und Trank haben wir bis sp├Ąt in die Nacht versucht, neue und noch effizientere Wege der Hilfestellung zu erarbeiten und es gab einige sehr wertvolle Anregungen, die bestimmt umgesetzt werden. Eine besonders nette Geste waren die originellen Mitbringsel von Trixi und Saskia: Sie haben sich die unglaubliche M├╝he gemacht und tolle Spendenboxen mit Malerei und unserem Logo, sowie bemalte Kaffeeh├Ąferl und lustige, laminierte Plakate f├╝r jeden Besucher gebastelt. Eigentlich das erste offizielle Zeichen nach au├čen ! DANKE euch Allen f├╝r diese liebe Idee, jeder war stark beeindruckt und die Freude war gro├č.
Dies war zwar das erste Treffen dieser Art (bisher wurde aus reinem Zeitmangel an solche Events zwar gedacht aber leider niemals durchgef├╝hrt) jedoch werden mit Sicherheit weitere Folgen unter dem Motto:
NUR GEMEINSAM K├ľNNEN WIR ETWAS BEWEGEN !
Wir haben jedenfall vor, in Zukunft mindestens einmal pro Quartal ein solches gem├╝tliches Beisammensein zu arrangieren - der pers├Ânliche Meinungs-, und Erfahrungsaustausch zwischen uns allen ist ungemein wichtig und hat allen Beteiligten sehr gut getan und vielleicht auch neue Motivation ("es gibt auch andere, mit den gleichen ├ängsten und Sorgen") gegeben. Auf jeden Fall ein sehr sch├Âner und fruchtbarer Nachmittag, den wir Margit und Gregor zu verdanken haben ! Vielen Dank an Euch beide ! Sch├Ân, dass ihr uns unterst├╝tzt und dazugeh├Ârt !

Freitag, 14.7.2006
Abends traf Manuela mit der geretteten H├╝ndin LILLY und ihren drei winzigen Welpen (etwa 11 Tage jung) aus Zagreb bei uns ein. Gleichzeitig kam auch Pflegefamilie Edith und Robert H. aus Wien 22; um "ihre" Sch├╝tzlinge gleich mit allem notwendigen Ausstattungszubeh├Âr f├╝r beste und optimalste Betreuung zu ├╝bernehmen. Nach einer kleinen Ruhepause f├╝r LILLY und interessantem Gespr├Ąch mit der Retterin Manuela, ging es dann gegen 23.00 Uhr vollbepackt mit Welpenstall, Handt├╝chern, Welpenstalleinlagen, Futter, etc. ab in das neue, vor├╝bergehende Zuhause. LILLY und ihre drei Babies werden haupts├Ąchlich von der sehr tierlieben und engagierten jungen Melanie betreut werden, die momentan Sommerferien hat und den ganzen Tag f├╝r ihre Sch├╝tzlinge da sein kann. Wir stehen nat├╝rlich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und sehr praktisch ist, dass diese Pflegefamilie ja nur einen Steinwurf von uns zuhause ist.
Fotos von LILLY und ihren Kleinen werden in K├╝rze hier online sein.
Gestern hat ja unsere Schmusemaus CLEA ein sehr liebevolles Zuhause gefunden und wie das manchmal so spielt, hat sich eines unserer schwarzen Katerbabies bei dieser Gelegenheit an die Tochter der neuen Clea-Eltern "herangemacht" und die Familie derartig umgarnt, dass auch er heute abgeholt und adoptiert wurde. Der kleine Schmuser wird fortan bei zwei anderen Katzen leben und es bestimmt sehr gut haben. Er hat beim Eintreffen der Leute sie gleich wieder erkannt und nicht mehr von ihrer Seite gewichen. Ein sehr liebes Erlebnis - wiedereinmal hat ein K├Ątchen sich "ihre" Familie ausgesucht, so sollte es sein !
Familie Kalina hat uns ebenfalls heute abend ihren Dackelmix MAXI, den sie vor genau 6 Jahren von uns ├╝bernommen haben, zur Urlaubsbetreuung ├╝berantwortet. MAXI wird von Tina L. aus Gro├čenzersdorf mit ihrem NEMO betreut und im August wieder abgeholt.

Donnerstag, 13.7.2006
Ansich ein sehr positiver Tag, an dem sich wieder sehr viel bewegt hat! Die andauernde und sehr schw├╝le Hitze laugt allerdings schon extrem stark aus und wir tr├Ąumen schon sehns├╝chtig von unserem Urlaub (nat├╝rlich zuhause !) den wir aber erst Mitte August antreten.
Unser liebes grau-weisse Katzenm├Ądchen CLEA hat endlich ihre eigenen Schmuseopfer gefunden! Ein sehr liebes jung gebliebenes Pensionistenpaar aus Traiskirchen hat CLEA heute adoptiert und sie wird dort die Zuwendung als Einzeltier erhalten, die sie braucht. Clea duldete zwar die Anwesenheit anderer Artgenossen aber durch ihre extreme Menschenbezogenheit haben wir f├╝r das anh├Ąngliche Katzenm├Ądchen einen Einzelplatz mit gen├╝gend Betreuung gesucht - und endlich nach wochenlanger Suche auch gefunden !
Heute fanden gleich zwei Tiere durch Vermittlung direkt von den Noch-Besitzern neue Pl├Ątze: Der silbergraue MainCoon-Mix-Kater AGI (6 Jahre) und der zweij├Ąhrige Colli-Sch├Ąfermixr├╝de REXI ! Die Zusammenf├╝hrung der neuen mit den bisherigen Besitzern erfolgte nur telefonisch und es hat geklappt. Ein sch├Âner Erfolg, denn so konnte den Tieren eine "Zwischenl├Âsung" mit sicher schwieriger Umgew├Âhnung erspart bleiben. Freut mich echt sehr f├╝r die beiden !
Weniger erfreulich ist allerdings die Neuigkeit unsere Hundemama SISSY betreffend. Beim heutigen Tierarztbesuch mit Pflegemama Claudia hat sich herausgestellt, dass SISSY leider eine massive Entz├╝ndung der Milchleiste hat und keine Milch mehr ! Die 8 Welpen sind jetzt noch nicht ganz 4 Wochen jung und m├╝ssen ab sofort rund-um-die-Uhr mit hochwertigem Welpenfutter und Welpenersatzmilch ern├Ąhrt werden. Die Kleinen fressen jedoch sehr brav und es gibt keinerlei Anlass zur Sorge. Die kleine AMY wird von Claudia nach wie vor besonders sorgsam betreut - sie ist von jeher die Kleinste der Welpenbande, nahm am langsamsten an Gewicht zu und wurde daher schon immer ein bisserl mehr umhegt als die Geschwister, um nicht zu kurz zu kommen.
DANDY (kam am Dienstag aus Instanbul) ist heute, wie geplant, von Gisela aus der Hundepension in Lassee (leider mit Zwingerhaltung) zu seiner privaten Pflegestelle im 10. Bezirk in Wien ├╝bersiedelt. Hoffentlich kommt Birgit W. mit ihm zurecht, sodass ihm ein nochmaliger Wechsel w├Ąhrend der Vermittlungszeit erspart bleibt.

Mittwoch, 12.7.2006
Heute war wieder m├Ąchtig was los ! Bereits tags├╝ber war Hochbetrieb am Telefon (17 Anrufe in Abwesenheit) und abends waren dann die R├╝ckrufe und die telefonische Koordination aller Anliegen angesagt, um so vielen Tieren wie m├Âglich helfen zu k├Ânnen.
Wieder ein Hilferuf einer Tierfreundin aus Bosnien: Es vegetiert dort eine abgemagerte mittelgro├če beige H├╝ndin mit ihren drei Welpen (heute 11 Tage alt) dahin und die Dame versorgte die H├╝ndin w├Ąhrend ihres Aufenthaltes dort und w├╝rde jetzt die Tiere gerne mitbringen. H├Ątte ich ihr keine Zusage gemacht und h├Ątte sie sie zur├╝cklassen m├╝ssen, wollte sie alle vier Hunde einschl├Ąfern lassen, um ihnen vorort ein sehr schlimmes Schicksal zu ersparen. Wir werden diese kleine Hundefamilie also ├╝bermorgen Freitag in Empfang nehmen und Familie Hornik, im speziellen die liebe Melanie, wird die H├╝ndin mit ihren Babies betreuen.
Auch f├╝r den lieben Staffmixr├╝den DANDY, der gestern aus Istanbul kam, hat sich eine passende Pflegestelle in Wien 10; gemeldet und Gisela wird die ├ťbergabe morgen fixieren. Momentan ist DANDY ja in einer privaten, bezahlten Hundepension in Lassee untergebracht und es ist sehr wichtig f├╝r ihn, baldigst eine gute Einzelbetreuung zu bekommen, um Vertrauen in die Menschen aufzubauen. Genau das wird morgen hoffentlich realisiert werden - dank Pflegemama Birgit W.
Weiters gab es leider wieder einige Hilferufe betreffend Katzen. Konkret werden 1x3 und 1x2 Katzen in K├╝rze obdachlos. Alle zwischen 5 und 8 Jahren und alle sind unsauber !?! Diese Notf├Ąlle kann ich einfach momentan nicht aufnehmen, dazu haben wir einfach zuviele Sch├╝tzlinge, jedoch konnten die Besitzer ├╝berzeugt werden, die Katzen noch einige Zeit zu behalten, bis sich bei uns wieder Pl├Ątze ergeben.

Dienstag, 11.7.2006
Voll beladen mit wunderbaren Hundek├Ârben, Decken, Handt├╝chern und Kuschelpolstern kam ich abends zuhause an. Frau Sonja K. und Gabriela H., die bereits einmal eine gesamte Wagenladung von Hundenestern und K├Ârben f├╝r bed├╝rftige Tiere gesammelt hatten, brachten mir die Sachen wieder zum B├╝ro. Ich war so vollbeladen, dass ich nur die R├╝ckspiegel in Verwendung haben konnte! Der n├Ąchste Winter kommt bestimmt und diese Sachspenden k├Ânnen nicht genug vorhanden sein.
Abends wurden insgesamt drei Hunde aus Istanbul eingeflogen und einer davon, Mixr├╝de DANDY, wurde von Tierfreundin Gisela noch zu einer unserer Hundepensionen in Lassee gebracht. Morgen werden wir versuchen f├╝r DANDY einen passenden Pflegeplatz zu finden, damit er bestens versorgt auf seinen Fixplatz warten kann. Diese Hunden (sind leider nur einige von sehr, sehr vielen) h├Ątte in Istanbul die Vernichtung gedroht und die Ausreise war bereits in letzter Minute erm├Âglicht worden. Die beiden anderen wurden von einer gr├Â├čeren Tierschutzorgi zur weiteren Betreuung ├╝bernommen.
Margit und Gregor Pauer (Pflegefamilie von Cora und Daisy) hatten vor einiger Zeit die super Idee eines gemeinsamen Grillnachmittags, wobei sich s├Ąmtliche Pflegeleutchen endlich einmal pers├Ânlich kennenlernen k├Ânnen. Gesagt - getan und am kommenden Samstag, den 15. Juli ist es endlich soweit. Die Mehrzahl der eingeladenen Personen konnte zusagen und es wird bestimmt ein sehr lustiger und sicher auch informativer Nachmittag in Hundsheim. Danke f├╝r die liebe Idee !!

Montag, 10.7.2006
Konnte es schon gar nicht mehr erwarten mit JACK-Frauchen zu telefonieren ! War fast so wie bei den Elternsprechtagen meiner Tochter: durchwegs nur allerbeste Nachrichten. JACK schl├Ąft bereits Po an Po mit den ├Ąlteren Katzen, von den j├╝ngeren wird er momentan noch etwas gemobbt, aber auch die werden sehr bald erkennen, welcher liebevoller und sanftm├╝tiger "Katzenw├Ąscher" unser Jack ist. Auch Frauli Silvia ist schlichtweg begeistert und die beiden haben bereits ausgedehnte Spazierg├Ąnge und Spiele im Garten hinter sich. Obwohl ich rein gar nichts anderes erwartet hatte, war ich dennoch beruhigt und erleichtert, dass Jack sich so schnell und gut aklimatisiert hat.
Am Wochenende bekam ich das erste Angebot einer bezahlten Werbeschaltung auf unserer Homepage. Jedoch war die Reaktion unserer "Stammleser" durchwegs negativ und so lie├č ich, nach zweit├Ągigem Probelauf, den Werbeblock umgehend wieder entfernen. Auch ich fand, dass diese Werbung absolut nicht auf die Seite passt, aber probieren ist ja erlaubt *ggg*.
Unser Sch├╝tzling IRMI, die putzige Dackelmixdame aus Paks in Ungarn, wurde heue von einer alleinstehenden, sehr lieben Dame adoptiert. IRMI wird im 21. Bezirk in Wien leben und die einzige Sorge, die dort besteht ist, dass IRMI nicht zuuuuuu viel verw├Âhnt wird. Freuen uns wirklich alle sehr, speziell nat├╝rlich Pflegemama Daniela, dass wir f├╝r IRMI, die ja fast die ├Ąlteste der letzten Rettungsaktion ist, so bald einen passenden Platz finden konnten. Viel Spa├č IRMI und dass du sehr bald deine schlimmen und traumatischen Erlebnisse vergisst !!
Apropos traumatische Erlebnisse: Dackelmixh├╝ndin SISSY (aus der gleichen Tierh├Âlle in Paks) und ihren 8 supers├╝├čen Wauzis - sind bereits fast 3 Wochen alt - geht es bestens. Sissy verl├Ą├čt auch schon relaxter den Platz und geniesst die Spazierg├Ąnge sehr. In den n├Ąchsten Tagen finde ich hoffentlich die Zeit, auf unserer Seite unter AKTUELLES eine Bildergalerie einzustellen.

Sonntag, 9.7.2006
Unserem MOPSI geht es jeden Tag besser. Der Durchfall ist weg und seine Markierw├╝tigkeit ebenso. Jetzt wo JACK nicht mehr bei uns ist, kann ich mich mehr um MOPSI k├╝mmern und er geniesst es sichtlich. Er ist schon sehr anh├Ąnglich und folgt mir auf Schritt und Tritt. Ebenfalls ein echt lieber Hund, der auch super mit den Katzen klar kommt. Es herrscht Harmonie.
Auch sonst war der heutige Sonntag sehr ruhig und angenehm. Italien ist Fussballweltmeister - das war das aufregendste am ganzen Tag. Aber gut so, so konnten wir endlich einmal ein bisserl ausblasen, die letzten Tage und Wochen waren ohnehin fast unmenschlich hektisch und sehr, sehr anstrengend.

Samstag, 8.7.2006
Mopsi┬┤s Gastspiel in Strasshof dauerte nur wenige Stunden. Um 7.15 morgens ein Hilferuf von Fr. Alina, wir m├Âgen Mopsi doch so bald es geht wieder holen. Zu viel Stress, Durchfall, Winseln ........ also war Mopsi bei der Vormittagsrunde wieder mit von der Partie. Ich kann nicht wirklich sagen, wer sich mehr gefreut hat: Mopsi oder ich, als ich ihn abholte ! Er wird jetzt sicher bei uns bleiben, bis er seinen Lebensplatz findet.
An dieser Stelle ist es mir wieder ein echtes Bed├╝rfnis an alle unsere engagierten und so zuverl├Ąssigen Pflegefamilien und Pflegemami┬┤s ein riesengro├čes DANKESCH├ľN zu sagen. Wer sich vorstellt, einen Pflegling zu betreuen sei problemlos und immer nur angenehm, irrt n├Ąmlich gewaltig ! Es bedeutet Aufopferung pur, viel Stress, Erziehungsarbeit und vieles mehr, dass investiert werden mu├č - aber jede einzelne Pflegestelle betreut ihre Sch├╝tzlinge liebevollst und zuverl├Ąssig und ohne zu klagen, bis sich endlich ein fixes Zuhause ergibt. Ich kann gar nicht oft genug DANKE sagen f├╝r diese Mithilfe, ohne die wir alle v├Âllig machtlos im Kampf gegen das t├Ągliche Tierleid w├Ąren.
Das junge und entz├╝ckende Labradormixweibchen SARA aus Bosnien hat heute ganz in der N├Ąhe der Pflegefamilie im 22. Bezirk ein neues fixes Zuhause gefunden. Am fr├╝hen Nachmittag wurde die Adoption "amtlich" gemacht und da in dem Haushalt vier, fast erwachsene, Kinder leben wird SARA absolut rund-um-die-Uhr betreut werden und sicher viel Spa├č und Abwechslung erleben.
Aber der absolute H├Âhepunkt des Tages: unser lieber JACK hat ein eigenes Frauerl ! Nur einige H├Ąuser weiter von Tier├Ąrztin Renate in Untersiebenbrunn bei Silvia K. und ihren 8 Katzen (eine davon eine ehemaliger Sch├╝tzling von uns) wird JACK zuk├╝nftig verw├Âhnt werden.
Der Abschied war sehr schmerzvoll und JACK fehlt uns sehr. Beim Abendspaziergang wollte ich doch tats├Ąchlich mehrmals seinen Namen rufen und nach ihm Ausschau halten und habe irgendwie gewartet, dass er fr├Âhlich aus dem hohen Gras gelaufen kommt, um sich seine liebevolle Streicheleinheit zu holen. Ich bin sehr froh, dass wir Jack nach monatelangem Tierheimaufenthalt in Brezlaw/CZ, wo er absolut Null Vermittlungschance gehabt h├Ątte, geholt haben - ein weiterer Beweis daf├╝r, welche Juwelen in Tierheimen sitzen, die nur keine Chance haben, weil man sich die Zeit nicht nehmen will, um den Schatz zu heben. Trotz des gro├čen Schmerzes ein unglaublicher Antrieb in dieser Richtung weiterzumachen. Wir w├╝nschen "unserem" JACK alles erdenklich Gute und dass er in seinem ganzen Leben niemals mehr etwas Schlimmes erleben mu├č. Bei Silvia k├Ânnen wir da ganz sicher sein und morgen sicher wieder l├Ącheln.

Freitag, 7.7.2006
Dank unserer Tier├Ąrztin Renate hat sich heute wieder eine Pflegestelle f├╝r einen kleinw├╝chsigen Hund in Strasshof ergeben. Da die Dame einen sch├Ânen Garten hat, habe ich abends unseren"Riesenhamster" MOPSI hingebracht. Obwohl ich dadurch enorm entlastet bin, hatte ich beim Heimfahren wieder dieses ekelhafte Gef├╝hl des "Verrats" im Bauch. Der Blick von MOPSI, als ich ohne ihn durch das Gartentor ging, sitzt wie ein Stachel im Herz und ich tr├Âste mich damit, dass er durch den Garten und den kleinen Shi Tsu R├╝den es dort lustiger haben wird, als bei uns.
Als ich gegen 23.00 heimkam, war ich mental und k├Ârperlich zu m├╝de f├╝r Alles !

Donnerstag, 6.7.2006
Eigentlich sollte beim heutigen Tierarztbesuch bei Renate Brezovsky das Ekzem von Jack und der Durchfall von HAMSTI (auch MOPSI) behandelt werden, jedoch gestaltete sich unser Besuch dann etwas ereignisreicher. Der durchaus als markierw├╝tig zu bezeichnende kleine MOPSI wurde abends kastriert und f├╝r beide s├╝├čen Hunde haben sich eventuell sogar Fixpl├Ątze ergeben. N├Ąheres erfahren wir morgen.
Am fr├╝hen Abend wurden unsere beiden schwarzen Katzenbabies bestaunt und alibihalber einige merkw├╝rdige Fragen gestellt! aber gefunkt hat es zwischen den Interessenten und den Katzenkindern leider nicht. Ich mu├č mich ehrlich gesagt immer sehr zur├╝cknehmen, wenn sich Besucher bei uns wie in einem Warenhaus benehmen und so offensichtlich die Tiere herablasssend und nur nach ihrem rein ├äu├čerlichen beurteilen. Solche Leute ber├╝hren die Tiere kaum und anstatt ehrlich die Meinung zu ├Ąu├čern wird oft noch lange wortlos herumgestanden bis ich dann den erl├Âsenden, verbalen Schlu├čstrich setze: am besten Sie ├╝berlegen sich das noch einmal .....
Keine 2 Minuten sp├Ąter sind diese Leute aus der T├╝re. Gott sei Dank !

Mittwoch, 5.7.2006
Heute haben sich gleich zwei neue und sehr liebe und bem├╝hte Pflegefamilien ergeben! Familie Hornik aus Wien hat sich gottlob doch als Pflegestelle (zumindest ├╝ber den Sommer) angeboten und Sabrina G., eine ganz liebe Studentin aus Wien hat sich per e-mail angeboten und ist auch gleich abends zu Besuch gekommen. Die beiden Pflegepl├Ątze hat der Himmel geschickt, denn nachmittags erhielten wir einen Hilferuf einer in Wien lebenden Amerikanerin. Sie hatte in Bosnien (nahe Sarajevo) zwei weibliche ausgesetzte Hundewelpen vor dem sicheren Tod bewahrt, tier├Ąrztlich versorgen lassen und nach Wien mitgebracht. Was in Sarajevo mit aufgegriffenen Hunden passiert ist leider nur zu gut bekannt. Durch unseren Tierarzt kam Sie auf uns und brachte die beiden h├╝bschen M├Ądels auch abends gleich vorbei. Die beiden werden sicher gro├če und wundersch├Âne Hunde, ganz schwarz, allerliebste Gesichter und sehr zutraulicher und lieber Charakter. SARA ist bei Fam. Hornik und ROSI ist bei Sabrina vor├╝bergehend bestens aufgehoben. Wenn sich diese beiden Pflegestellen nicht in den letzten 24 Stunden ergeben h├Ątten, w├Ąre es f├╝r uns chancenlos gewesen, die beiden armen Hunde aufzunehmen. Eine weitere ansich sehr vielversprechende Pflegestelle aus Schwechat hat leider abgesagt, weil die Fahrt zu anstrengend gewesen w├Ąre ?!? Dadurch sind wir jetzt zu f├╝nft, denn Adi hatte einem Arbeitskollegen die Urlaubsbetreuung der lieben HEXI zugesagt, die ebenfalls heute abend zu uns kam - allerdings eh┬┤ nur bis kommenden Sonntag. Diese liebe und problemlose H├╝ndin h├Ątte prima von dieser Pflegestelle betreut werden k├Ânnen, aber sie f├╝hlt sich auch bei uns recht wohl. Nur momentan ist absolut Ende der Fahnenstange. Momentan k├Ânnten nicht einmal mehr einen Maik├Ąfer aufnehmen, mit insgesamt 17 Hunden (leider negativer Rekord) arbeiten wir alle am Limit und von ordentlichen Interessenten leider kein Ton (d├╝rften alle in Urlaub sein).

Dienstag, 4.7.2006
MOPSI, unser kleiner Ungar, hat sich schon etwas mehr in der Gewalt (Markierorgien im 5-Minuten-Rythmus !) und der aufgetretene massive Durchfall wird morgen von Renate behandelt werden. Sonst sind alle Sch├╝tzlinge wohlauf und halten ihre Pflegefamilien auf Trab !
Abends hatten wir Besuch von Familie Hornik aus Wien 22; die gerne einen Pflegehund betreuen w├╝rden. Sch├╝tzlinge haben wir ja mehr als genug und nach eingehender Besprechung und (hoffentlich keiner Desillusionierung !) werden wir morgen Bescheid bekommen, ob ein Pflegehund ├╝bernommen wird oder vielleicht doch nicht.

Montag, 3.7.2006
Treffpunkt punkt 18.00 in Wien 23; mit Frau Schachhuber, die noch drei kleinw├╝chsige Hunde aus der "Deponie" in Ungarn befreien konnte. Alle drei Hunde haben Dackelgr├Â├če, sind naturgem├Ą├č noch sehr verst├Ârt und das einzige Weibchen noch dazu hoch l├Ąufig, sodass alle R├╝den von hinten und vorne die arme Maus belagerten. Da sie mit einem unkastrierten R├╝den in dem K├Ąfig sa├č und bereits aufnahmef├Ąhig ist, ist die Kastration in den n├Ąchsten 10-14 Tagen nicht vermeidbar. Das Weibchen lebt momentan wieder bei Frau Laister, die ja seit der Vergabe der Spanielh├╝ndin Mona wieder ein Platzerl f├╝r einen Sch├╝tzling frei hat.
Der semmelbraune drahthaarige kleine R├╝de wurde von Daniela aufgenommen, bei Claudia und Manfred herrscht ja momentan absoluter ├ťberbelag, da ja die 8 Welpen von Sissy jeden Tag aufgeweckter werden und schon sehr gerne Entdeckungsreisen unternehmen.
Und der dritte im Bunde, auch ein unkastrierter kleiner R├╝de, ein kleines rotbraunes Wollkn├Ąuel (sieht ein bisserl aus wie ein Mega-Riesen-Hamster) ist ebenfalls so etwa 1-2 Jahre jung und lebt bei uns in Gro├čenzersdorf. Der Abendspaziergang inmitten von Schw├Ąrmen von Gelsen und jede Menge Junik├Ąfern mit Frau Laister und ihrem kastrierten Giacomo (sie nahm mir wieder den Weg nach Lassee ab und kam zu uns nach Gro├čenzersdorf), sowie unseren drei Hunden und der l├Ąufigen H├╝ndin und dem Wollkn├Ąuel gestaltete sich keineswegs entspannend und so hat Frau Laister recht bald den Heimweg angetreten, w├Ąhrend ich noch "duchhalten" mu├čte. Ende der Fahnenstange war dann gegen 22.00 und jetzt begann erst er echte Stress. Der kleine HAMSTI ist n├Ąmlich noch etwas markierw├╝tig und ich hatte jede Menge zu tun, um ihn auf frischer Tat zu erwischen und ihm akustisch begreiflich zu machen, dass sich dies im Wohnbereich nicht geh├Ârt! Hoffe, er hat es verstanden, sonst ist morgen fr├╝h eine Sonder-Putzschicht angesagt.

Sonntag, 2.7.2006
Das merkw├╝rdige Spiel VogelmachtKatzeAngstdurchSturzflug ging heute doch tats├Ąchlich munter weiter! Dieselbe Amsel, der gleiche Radau und BOBO wurde es dann doch zu bl├Âd und er zog sich in die Wohnung zur├╝ck. Dann war auch die Amsel friedlich ! Hat sicher in der Umgebung ein Nestchen, das sie besch├╝tzen will. Die Freundschaftstheorie k├Ânnen wir, glaube ich, fast ausschlie├čen !
Nach etlichen erfolglosen Anl├Ąufen (ist uns allen eigentlich v├Âllig unklar warum !?!) wurde heute nachmittag endlich unser lieber Karlsplatz-Welpe KARLI von einer sehr netten Familie aus N├ľ adoptiert. Da es in der Familie bereits einige Karli┬┤s gibt, wird der kleine Racker ab sofort auf den Namen TIMMI sensiblisiert. Ist ihm sicher egal, solange es ihm an Nichts fehlt, und davon ist in dieser Familie auszugehen !
Wieder ein Hilferuf von der Deponie in Ungarn. Unz├Ąhlige Katzenm├╝tter mit Welpen, Katzenbabies und nat├╝rlich auch ├Ąltere Katzen und Hunde w├Ąren wieder zu retten. Wir konnten zusagen, morgen abends drei kleinw├╝chsige Hunde von dort zu ├╝bernehmen und gegen Ende der Woche auch eine Katzenmama mit 4 Kleinen.

Samstag, 1.7.2006
Wunderbares Wetter zum Herumtollen im Freien. Wir waren heute insgesamt 4 Stunden mit unseren Wauzis und vielen Hundeb├Ąllen unterwegs und jetzt liegen mir endlich alle streichf├Ąhig zu F├╝ssen :=)
Nachmittags wieder zwei schwarze Katzenwelpen (Kater) ├╝bernommen. Die beiden wurden von einer Tiersch├╝tzerin vergeben und mu├čten leider nach kurzer Zeit wegen Allergie des Kindes zur├╝ckgebracht werden. Erschreckend, wie die Allergien in der Urlaubszeit zunehmen !
Heute ereignete sich eine sehr interessante Begebenheit, die ich gerne festhalten m├Âchte. Unser Sch├╝tzling Kater BOBO liegt mir Vorliebe in den Blumenk├Ąsten auf dem Balkon und mir ist schon die l├Ąngste Zeit ein sehr aufgeregtes und ungew├Âhnlich lautes Vogelgezwitscher aufgefallen. Anfangs dachte ich, die Amsel liegt bereits verletzt auf unserem Balkon aber zum Gl├╝ck nicht ! Doch ganz im Gegenteil: die Amsel war auf echtem Konfrontationskurs und zwar vom gegen├╝ber liegendem Baum im Sturzflug in Richtung BOBO ! Der Anflug war so extrem, dass ich mich instinktiv geduckt habe. Abstand zwischen Amsel und dem Kater beim Vorbeiflug war mit Sicherheit nicht mehr als 10 -15 cm ! Dieses interessente Schauspiel ereignete sich immer dann, wenn BOBO im Balkonkisterl sa├č, ging er zur├╝ck in die Wohnung, war auch die Amsel still und beruhigt. Offensichtlich hat der Vogel in der N├Ąhe ein Nest, das es zu besch├╝tzen gilt - oder aber, die etwas andere Theorie: die Amsel spielt mit Katerchen BOBO. Bin schon gespannt, wie sich das ganze morgen fortsetzt.

Lesen Sie bitte weiter unter Tagebuch August 2006
Viel Vergn├╝gen und Danke !