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Schmetterlingswiese


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gesendet: Mo 09.11.2009 12:36 an:
office@oekv.at`; zuchtbuch@oekv.at; karin bernardis; info@sterns-cavaliere.at; Gabriele Thoma`; Felicitas Zeman


Sehr geehrte Damen und Herren !

Mein Name ist Brigitte Höss-Filipp und ich bin seit 1992 sehr aktiv als ehrenamtliche Tierschützerin tätig. In dieser Eigenschaft erfuhr ich am Donnerstag vergangener Woche (5.11.09) von etwa 83 Zwerghunden, die aufgrund des plötzlichen Todes der Halterin/Züchterin dringend versorgt werden müssen. Gleich am selben Abend übernahm eine private Pflegestelle von mir zwei kleine Rüden, die bis dato ausschließlich in einem 60x80cm Käfig !!! (angeblich da sie von den anderen gemobbt wurden…) gehalten wurden und sich dementsprechend verstört und absolut weltfremd zeigten. Der dritte Hund ist eine Hündin, die ebenfalls massiv verdreckt und in schlimmem gesundheitlichen Zustand (Zähne, Ohren, Exzeme an der Bauchseite) ist. Das war der erste Kontakt, wobei wir noch glaubten, dass man die „ärmsten“ zuerst versorgt hätte. Heute weiß ich, wie naiv diese Annahme war.

Am Freitag abends (6.11.2009), nachdem ich den ganzen Tag damit zubrachte mich um geeignete und verlässliche Pflegestellen zu bemühen, trafen dann die nächsten Tiere bei mir zuhause ein, um dann an weitere vorübergehende Pflegestellen übergeben zu werden. Auch diese armen Geschöpfe: erschreckend verstört, übelst riechend, stark verschmutzt, uringelbe Verfärbungen des Fells, Kotbrocken zwischen den Zehenballen und am Hinterteil, Ohrmilbenbefall, Augenentzündungen, Zahnfleischentzündung sogar bei Jungtieren! – ein unglaublich erschreckender und trauriger Anblick.

Ich übernehme im Zuge meiner Tierschutzarbeit auch sehr oft Tiere aus benachbarten Tierheimen, die aus Tötungsstationen freigekauft wurden, aber solche Zustände waren selbst für mich eine neue, sehr sehr traurige Erfahrung !

Nachdem für mich und meine Freunde und Helfer die Hilfe für diese armen Geschöpfe im Vordergrund standen, erfuhr ich erst nach und nach von den näheren Umständen der Züchterin, die offensichtlich nicht nur körperlich sehr krank gewesen sein musste. Auf der Homepage von Frau Marksteiner fand ich dann die verschiedenen Ahnentafeln, die verschiedenen Vereinswappen und viele entsprechende Verlinkungen auch ins Ausland.

Übrigens: die Hündin Lady de Winter würden Sie bei mir nicht mehr mit dem Foto auf der Homepage in Zusammenhang bringen, sie hat durch starke Vernachlässigung keinerlei Ähnlichkeit mehr mit der hübschen, inmitten von Plüschtieren platzierten Hündin von einst.

Wir alle, die bislang mit dieser traurigen Angelegenheit zu tun haben, fragen uns - jetzt durchaus berechtigt wie mir scheint - wie es zu solchen verheerenden Umständen kommen kann.
Werden ÖKV- oder Kleinhundezüchter nicht regelmäßig kontrolliert oder zumindest bei der Abnahme von neuen Würfen besucht ? (Jeder Tierschützer und jedes Tierheim wird regelmäßig überprüft)
Die Haltung von so vielen Hunden auf so kleinem Platz widerspricht gänzlich den bestehenden Tierschutzbestimmungen und ist reinste Tierquälerei ! Interessiert das in Ihren Reihen wirklich niemanden, was diese Tiere erleiden und erdulden müssen?
Wo war der zuständige Zuchtwart, der die Züchter kontrollieren darf und soll ? Wozu gibt es Zuchtwarte ?
Jeder so verdammenswürdiger „Parkplatzverkauf aus dem Ostblock“ bietet mitunter besser gehaltene Rassetiere an, als wir sie vorgefunden haben – nur wesentlich billiger !
Die Tiere lebten bei Frau Marksteiner buchstäblich im Chaos durcheinander, also woher nehmen Ihre „Konsumenten“ (die sehr viel Geld für ausgezeichnete Linien bezahlen) die Sicherheit, dass wirklich die Hündin X von dem Rüden Y laut Ahnentafel gedeckt wurde ? (Diese Frage richte ich als Züchterlaie speziell an die Herrschaften, die ganz schnell vor ort waren, um die trächtigen Hündinnen „in Sicherheit zu bringen“ !)
Warum wurde von dieser(n) Person(en) nicht schon am Donnerstag oder spätestens Freitag die Anzeige beim Amtstiersarzt gemacht, sondern von mir erst heute, Montag 9.11. um 9.45 Uhr ? Die Zustände vor ort schreien zum Himmel und es war dringendes Einschreiten von Nöten !
Warum hat niemand von Ihren Vereinen etwas unternommen, um den Tieren und letztlich auch der ZĂĽchterin (die ja offensichtlich ĂĽber alle MaĂźen ĂĽberfordert gewesen sein musste) schon frĂĽher zu helfen ?
Geht es beim Ă–KV, Ă–ZK, FCI und wie die Vereine alle heiĂźen, die sich um sogenannte Rassenfortpflanzung- und Erhaltung einsetzen, einzig und alleine um Ahnentafeln, frisch toupierte und gebadete Hunde bei Ausstellungen und vielleicht um viel Geld ?
Die Hunde sind laut erstem tierärztlichem Check allesamt NICHT gesund. Die massiven Zahnfleischentzündungen, schon bei Jungtieren, deuten auf schwere Mangel-erscheinungen hin und auch die Gelenke einiger meiner Schützlinge sind nicht in Ordnung. Starke Augenentzündungen sind leider noch das geringste Übel. Genaueres werden die weiteren Untersuchungen zeigen. Wie kann also die Weitervermehrung von kranken Tieren zur Aufrechterhaltung der gesunden Rasse und Zuchtwertschätzung (wie es auf vielen Websites so groß als Rechtfertigung für Züchtungen angeführt wird) dienen?
Nicht alle, aber der Großteil der Hunde zeigen sehr handscheues Verhalten, verstecken sich und kommen erst nach viel gutem Zureden auf den Menschen zu. Entspricht das dem so angepriesenen Papillion-Portrait ?? „Papillons und Phalènes sind selbstbewußte kleine Hunde voller Temperament, Energie und Lebensfreude, gepaart mit einnehmendem Charme und erstaunlichem Einfühlungsvermögen. Sie zeigen große Anhänglichkeit, Loyalität und Treue, sie schenken „ihren Menschen all ihre Liebe und Zuneigung, verhalten sich aber auch Besuchern gegenüber freundlich“.

Die Zuchtstätte bei Frau Marksteiner ist leider nur eine von vielen solchen Missständen und vielleicht ist gerade das ihr letztes Vermächtnis für die Tiere, dass jetzt etwas in Gang gesetzt wird, um endlich FÜR die Tiere etwas zu unternehmen. Ich denke, dass das auch in ihrem Sinne gewesen wäre, denn ein besonderes Anliegen soll ihr gewesen sein, dass „ihre“ Hunde auf gute Plätze kommen sollten. Das möchte ich ebenfalls wieder an die Adressen weiterleiten, die jetzt aus diesem traurigen Anlaß heraus mit den ohnehin schon schwer geschundenen Hündinnen weiter Geld machen möchten. Anders ist es mir leider als Tierfreund nicht erklärbar, warum die älteren Tiere, die sich bei uns förmlich an die Beine geklammert hatten, um mitgenommen zu werden, und vor allem sooo viele Rüden nicht versorgt wurden.

Zur Stunde befinden sich noch etwa 20 Rüden in Zisterdorf – der Amtstierarzt ist eingeschaltet und setzt sich hoffentlich bald in Bewegung, um auch diese Tiere in geordneten Verhältnissen unterzubringen. Die momentane Verantwortliche (eine Freundin des Hauses) hat ja leider verfügt (nachdem ein anonymer Anrufer Warnungen ausgesprochen hat gegen uns Tierschützer!) , dass keine ungebadeten Hunde mehr abgeholt werden dürfen, um ja keine schlechtes Bild zu erwecken. Als ob das das Wichtigste in dieser Angelegenheit wäre ! Einfach zum k….. und vor allem: im Interesse der Tiere kam diese Weisung um einige wichtige Tage zu spät !

Sie, die an der Spitze dieser Vereine sitzen und für die Tiere verantwortlich sind, müssen jetzt bitte endlich tätig werden. Mehr Kontrollen, mehr Betreuung und viel mehr zum Wohle der Tiere ist zu unternehmen.

Obwohl ich neben einem Ganztagsberuf, Familie, Haus und der Führung und Koordination einer seriösen Tierschutzgruppe wahrlich nicht mehr viel Zeit übrig habe um mich mit Ämtern, Behörden oder Zuchtverbänden über deren Aufgaben oder Missstände auseinanderzusetzen, möchte ich doch festhalten, dass ich zum Wohle der Tiere, keinen Gang in die Öffentlichkeit scheuen werde, damit sich ENDLICH etwas in diesen Belangen bewegt.

Nochmals: aus den ärmlichsten und bedüftigsten Tierheimen habe ich noch keine solch´ verwahrlosten und seelisch und körperlich kranken Tiere übernommen, wie aus dieser „kontrollierten Zuchtstätte“ und aus meiner langjährigen Erfahrung im Tierschutz weiß ich, dass es so etwas schon oftmals gab und auch momentan bei einigen „ihren“ Züchtern eine derartige Zeitbombe tickt und sehr viele arme Tiere ohne Rücksicht auf Verluste nur ausgebeutet werden….

Wir blicken täglich mit zornigen und traurigen Augen über unsere Grenzen hinaus und wie man dort mit Haustieren umgeht und vor unserer Haustüre spielen sich solche Tiertragödien ab, von denen die Vorstandsmitglieder allesamt seit langer Zeit gewusst haben müssen !! Ich führ eine kleine aber feine und rein private Tierschutzgruppe mit einigen Pflegefamilien, aber ich weiß absolut genau Bescheid über die Stärken und Schwächen der Pflegeeltern und bin mindestens einmal wöchentlich zur Stelle. Traurige Schicksale gibt es immer aber solche Entwicklungen wie im Hause Marksteiner ergeben sich nicht von einem Monat zum nächsten ! Eine wahre Schande !

In der Anlage sende ich noch einige Fotos von den Hunden nach ihrer Ankunft bei mir und während der leider notwendigen Badeprozedur, die alle dieser intelligenten Wesen dennoch geschätzt hatten.

Foto (22) zeigt wie viel verfilzter Kot und Dreck auf nur einem Hund zu entfernen war.

Der junge Rüde auf Bild Nr. (6) wiegt stolze 1,45 kg !!!! und ist bis zum Skelett abgemagert. Dennoch sind seine Zähne, wie die aller anderen Artgenossen, schwarz und verfault und das Zahnfleisch rot geschwollen und stark entzündet. Geschätztes Alter: 5-7 Monate.

Auf dem Foto (8) ist gut zu erkennen, wie das Fell dieser Hündin mit Urin verschmutzt ist, wie diese Tiere allesamt am Hinterteil aussahen, möchten Sie bestimmt gar nicht wissen L

Der kleine beige Rüde auf Foto (18) hatte soviel verfilzte und alte Unterwolle, dass auf der Haut kahle und massiv entzündete Stellen sichtbar wurden, nachdem der Filz entfernt wurde…. Er muss große Schmerzen gehabt haben …. Ihm müssen heute abend einige Zähne gezogen werden, damit er wieder schmerzfrei Nahrung aufnehmen kann (leider auch nicht der einzige).

Weiteres Fotomaterial, tierärztliche Befunde und Atteste sind selbstverständlich auf Anfrage verfügbar.

Ich danke fĂĽr Ihre Aufmerksamkeit und bedanke mich fĂĽr eine dringende Stellungnahme im Voraus.

Mit traurigen Gruessen,

Brigitte Höss-Filipp
Private Tierschutzinitiative
http://www.haustiersuche.at
mobil +43 (0) 664 503 00 13

PS: Der „Ausverkauf“ dieser armen Wesen hat offenbar bereits begonnen. Sie können sich in sämtlichen Internetforen (Wuff.at oder Pet.at) gerne davon persönlich überzeugen. Die Tiere werden kostenlos an den Mann/die Frau gebracht und laut einem Interessenten im Wuff-Forum als „sehr gepflegt“ beschrieben. Das müssen dann allerdings die Ausnahmen sein, denn selbst nach mehreren Bädern ist der Gestank der Tiere noch vorhanden !

Da von Kastrationen bei diesen „Vermittlern“ nicht die Rede ist, bleibt zu befürchten, dass der privaten Weitervermehrung damit Tür und Tor geöffnet werden …. Allein der Gedanke daran, muss jeden Tierfreund die Tränen in die Augen treiben und ich hoffe sehr, dass auch für Sie diese Information wichtig sein wird!


ANTWORT ERHALTEN AM Mo 09.11.2009 16:57
Dieses Antwortschreiben des ÖKV wurde, nach schriftlicher Aufforderung durch den ÖKV Generalsekretär und unter Berufung auf das nicht vorhandene Veröffentlichungsrecht, in unser privates Archiv verschoben.

DA ZU WENIG AUF MEINE ERSTE ANFRAGE EINGEGANGEN WURDE, SANDTE ICH FOLGENDE ANTWORT AM: Mi 11.11.2009 03:31


Sehr geehrter Herr Tschöp !
Danke fĂĽr die rasche RĂĽckantwort, wenngleich diese in keiner Weise zufriedenstellend sein kann und eigentlich nur einen Bruchteil der aufgeworfenen Fragen beantwortet. Wenn ĂĽberhaupt.

Ich habe mir erlaubt, meine Stellungnahmen dazu in direktem Zusammenhang mit Ihrer Antwort zu verfassen, damit meine Anliegen vielleicht deutlicher werden.
Mit besten Gruessen, Brigitte Höss-Filipp
Private Tierschutzinitiative
http://www.haustiersuche.at
mobil +43 (0) 664 503 00 13
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Da sich auch darin Nachrichten des Ă–KV wiederfinden, wurde auch dieses Antwortmail am 19. Mai 2011 in unser privates Archiv verschoben.
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Ich danke im Namen der Tiere und verbleibe mit einem meiner LeitsprĂĽche, der mir in dieser Situation mehr als zutreffend erscheint:

WIR SIND VERANTWORTLICH FĂśR DAS WAS WIR TUN, ABER AUCH DAFĂśR, WAS WIR NICHT TUN!

mit freundlichen Grüßen, Brigitte Höss-Filipp

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Auch von engagierten Kleinzüchtern (oder ehemaligen Züchtern) gibt es bereits verschiedene Eingaben an die Vereinsleitung. Veröffentlichung mit ausdrücklicher Genehmigung der Verfasser:


----UrsprĂĽngliche Nachricht-----
Von: Christine L. [mailto:loidlchristine@gmx.at">
Gesendet: Mittwoch, 11. November 2009 00:32
An: schmetterlingswald@jagdfischereiloidl.at
Betreff: friedrich.tschoep@chello.at

Sehr geehrter Herr Tschöp!
Mein Name ist Christine Loidl, und ich fühle mich genötigt Ihnen ein Paar Zeilen zu Ihrem Schreiben an Frau Höss-Filipp zukommen zu lassen.

FĂĽr diese TierschĂĽtzerin muss ihr Schreiben ein Schlag ins Gesicht sein.

Wenn Sie sich in das Problem hineindenken, machen Sie sich bitte Gedanken, was man verbessern kann bei der Kontrolle. Und dass Kontrolle kontrolliert werden muss, ist anhand der Entwicklung der letzten Tage sicher unbestritten.
Es ist schön, dass der ÖKV die aufgetretene Katastrophe bedauert. Aber bedauern alleine ist zu wenig.

Und wie Sie anscheinend nicht wissen, hat sehr wohl jemand Zutritt zu den Zuchtstätten der Züchter. Der/die ZuchtwartIn oder eine von ihm/ihr mit dieser Aufgabe betrauten Person, bei der Wurfabnahme.

Vor drei Jahren wurde die Zuchtwartin von einer Hundekäuferin darauf aufmerksam gemacht, dass bei Frau Marksteiner unbedingt eine Kontrolle durchgeführt werden muss. Am Besten bei einer Wurfabnahme, sollte der Zustand der anderen Hunde unbedingt näher begutachtet werden, weil sie einen zum Skelett abgemagerten Papillon verkauft hat.

Für diese Telefonate, e-mails und Faxe gibt es jeweils mehr als einen Zeugen. Auch vom inneren Kreis des ÖZK. Schon damals wurde nicht alles in bester Ordnung vorgefunden. Dass eine dieser Dame damals geschockt war, hat Sie leider im laufe der Zeit bis heute vergessen. Und wenn sie damals der Sache hilflos gegenüberstand, weil es nicht in ihrem Aufgabenbereich gefallen ist, hat sich das geändert. Heute könnte Sie etwas bewegen.
Geschehen ist damals nichts. Und das darf nicht wieder geschehen.
Frau Marksteiner ist gestorben, das stimmt. Aber bei ihr hat es sicher auch nicht mit 83 Hunden angefangen, sondern das ist das Ende, das Ende eines langen Leidens für viele Hunde, das nicht sein hätte müssen. Wenn jemand seinen Job gemacht hätte.
Niemand von "außerhalb" der keinen Zutritt zu dem Haus gehabt hat konnte auch nur erahnen in welchen Zuständen die arme Frau gelebt hat.

Ich habe meinen Welpen vor 5Jahren von Frau Marksteiner in Wien übergeben bekommen, weil sie am Abholtag zufällig dort zu tun hatte.
Ich habe mich darauf verlassen, dass die Zuchtstätte eine vom ÖKV kontrollierte ist. Ich dachte der Hund kommt aus gutem Hause, wie es mir die Homepage des ÖKV weismacht.
So habe ich mich getäuscht. Nein, ich habe mich nicht getäuscht, ich wurde belogen.
Ich habe in den letzten Jahren keinen Welpenkäufer kennen gelernt, der bei dieser Züchterin den Hund bei ihr zu Hause abgeholt hat. Heute würde mir das nicht mehr passieren. Aber als Neuling, oder wenn man mit den anscheinend tolerierten Vorgängen in einigen Hundezuchten nichts zu tun hat, kann man sich nicht Vorstellen, dass es so etwas unter dem ÖKV geben kann.
Wie Blauäugig.
So ist das halt dann, wenn man den Bock zum Gärtner macht.
Wenn jeder immer nur hinter vorgehaltener Hand Missstände anspricht, Angst hat den falschen Leuten auf die Füße zu treten, sich um seinen Guten Ruf sorgt, sich nicht Unbeliebt machen möchte, wird sich nie etwas ändern.

Man kann keine falschen FĂĽĂźe treten. Nur auf zu wenige, und zu wenig oft und zu wenig heftig.
Heute müssen wir uns den Vorwurf gefallen lassen zu wenig unternommen zu haben Mit Recht, aber ich hätte damals nicht gewusst was wir noch hätten tun sollen.
Vom damaligen Vorstand kann keiner ohne zu lügen behaupten er hat nichts gewusst. Aber alle können ohne zu lügen behaupten sie haben nicht genügend getan.
Der Verein hat sich, durch das unter den Teppich kehren von Missständen mehr Schaden zugefügt, als er glaubt. Sich und dem "Guten Ruf" der vielen seriösen Kleinzüchter die der ÖZK auch beheimatet. Die einige wenige Hunde Besitzen, denen ein ausgefülltes, hundgerechtes Familienleben mit Spaziergängen bieten und halt ein mal im Jahr mit jeder Hündin einen Wurf haben, der liebevoll betreut und versorgt wird und nach Besuchen von den Welpenkäufern im Haus/oder Wohnung des Züchters abgeholt werden. Die einen gut geprägten, gesunden und lebensfrohen Welpen bekommen. Wie es sein soll.

Aus falscher RĂĽcksichtnahme ist damals nichts geschehen.
Ich mache mir Vorwürfe, weil ich meine Bekannte damals beschwichtigt und gebremst habe, weil ich so naiv war und die Zusammenhänge in vollem Ausmaß nicht erkannt habe, und gehofft hatte, dass der ÖZK doch etwas unternimmt und etwas geschieht.
Es kann nicht sein, dass die Zukunft der österreichischen Hundezucht, sowie das Wohl der Zuchthunde in Händen von Personen liegen, die es normal finden, wenn jemand zwanzig und mehr Würfe pro Jahr hat. Hunde die wie Hasen in Käfigen leben, oder wie Hühner mit fast so wenig Bodenfläche auskommen müssen wie diese, das darf es nicht geben.
Nirgends, und schon gar nicht vor unser Aller Augen. Bis jetzt konnte man noch sagen: "Das habe ich nicht gewusst." Ab jetzt muss man sagen ich wusste es, aber ich habe nichts dagegen unternommen.
Wenn solche Zustände vom ÖZK und vom ÖKV toleriert werden, muss man sich ja schämen diesem Verein anzugehören.
Ich hoffe aus tiefstem Herzen dass das Leid der vielen Papillons nicht umsonst war, und dass man mit Sicherheit ausschließt, dass sie wieder in einer Massenzuchtstätte landen.
Ich glaube diese Angelegenheit diente dazu uns alle wachzurütteln, und nicht immer das Beste, sondern das Schlimmste anzunehmen. Es übertrifft zumindest meine Vorstellungskraft bei weitem. Lasst uns einen Weg finden, das Tierschutzgesetz auch in unserem Verband umzusetzen, und verlässlich zu kontrollieren, damit man bald mit Stolz sagen kann, dass man im ÖZK ÖKV Züchter ist.
Und wer noch nie so ein armes, zum Skelett abgemagertes Geschöpf in den Händen hielt und mit eigenen Augen gesehen hat kann es sich nicht vorstellen, auch nicht bei detaillierter Beschreibung, wie schlimm sich so ein Tier anfühlt. Unvorstellbar.
Frau Marksteiner war eigentlich eine nette, hilfsbereite Frau, die durch widrige Umstände und durch falsche Freunde etwas wurde, was sie selber sicher nie für möglich gehalten hätte zu sein.
Ich bete fĂĽr sie, dass sie die Ruhen und den Frieden findet, den sie sich auf Erden nicht hatte.
Bitte helfen Sie mit, damit Fehlverhalten einzelner nicht solche Dimensionen annehmen können. Und wie man gerade sieht, kann sein, was nicht sein kann.
Im Vertrauen auf Bessere Zeiten fĂĽr alle Ă–KV Hunde
Mit freundlichen GrĂĽĂźen
Loidl Christine