Unser Tagebuch
| Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutztätigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergnügen hatten, über einen längeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir möchten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere täglichen Aktivitäten geben und uns dabei selbstverständlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschränken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch amüsante aber leider sehr oft bestürzende und erschütternde Vorkommnisse beschrieben sehen und möchten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Einträge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so unwahrscheinlich sie auch klingen mögen ! | ![]() |
Montag, 22.02.2010
Ich kann nur sagen: es spielt sich höllisch ab und die bereits täglichen Hilferufe verschiedener "Kampfhunde-Besitzer" gehen mir sehr, sehr stark an die seelische Substanz. Weiß ich doch um die Vorzüge dieser Rasse und kann doch keinem helfen und bei uns direkt aufnehmen, da eine solche Gruppenzusammenstellung unseren verschiedenen Senioren sicher nicht dienlich wäre.
Die Schützlinge bei Dani sind zwar alle wieder wohlauf und heute übersiedelte sogar die kleine SHIVA zu ihrer neuen Familie (eine früherer Arbeitskollegin von Dani selbst und seeeeehr tierlieb!) aber es sind doch immer noch zehn (10!) Vierbeiner, die bei Daniela und Sabrina betreut werden und auch hier ist an eine Aufnahme eines weiteren Hundes nicht zu denken. Claudia & Manfred sind ebenfalls voll besetzt und Renate und Karli detto. Bei Renate und Christoph wäre noch Platz für einen Schützling, aber nach der Bissverletzung von Ari durch eine größere Hündin vor einigen Monaten, müssen wir auch hier noch genauer selektieren, welcher "Fremdling" in die Gruppe passt. Abgesehen davon, hat die kleine ARI erst vor wenigen Tagen eine schwere Gelenksoperation über sich ergehen lassen müssen (Knie und Bänder waren kaputt) und so ist Renate ja eh wieder als Krankenschwester voll eingesetzt.
Also alles nicht so einfach und da sich die Vermittlungserfolge nach wie vor sehr in Grenzen halten, auch äußerst deprimierend. Genauso wie die momentane allgemeine Situation im Bezug auf sogenannte Kampf- bzw. Listenhunde (mir stellen sich beim Schreiben alleine schon die Nackenhaare auf) nur noch zum Heulen ist. Ich werde oft auf den Hundeführschein (fälschlicherweise als Hundeführerschein bezeichnet!) angesprochen. Sicher noch der positivste Auswuchs dieser ganzen Hysterie und Defamierung einer an sich excellenten Hunderasse (bei guter und kompetenter Haltung!), aber keiner der letzthin vorgekommenen und zweifellos sehr tragischen Ereignisse mit Körperverletzung oder Todesfolge, hätte durch einen solchen Hundeführschein verhindert werden können. Dass die falschen Hunde nur viel zu oft in den falschen Händen sind, wird auch dieser Papierlappen nicht verhindern. Aber vielleicht hätte viel Schlimmes verhindert werden können, wenn die Behörden sich eingehender mit ernst zu nehmenden Anzeigen auseinandersetzen würden, anstatt immer alles Diesbezügliche schleifen zu lassen und die Verantwortung von einem zum anderen zu schieben (Polizei zum Amtstierarzt und wieder zurück). Ich weiß leider wovon ich spreche und wenn ich an unsere oberste Instanz im Verwaltungsbezirk denke, Frau Amtstierärztin sowieso ...., dann fühle ich mich sehr ohnmächtig und als Tierfreund mehr als im Stich gelassen. Bei dieser Behörde ist "immer alles in bester Ordnung". Seien es jetzt die verheerenden Missstände bei der Papillonzucht in Zistersdorf oder ein ganz kurz angebundener sehr junger Hund in der Nähe von Gänserndorf, der tageweise angebunden alleine im Freien leben muß und kläglich um Hilfe winselt. Die kam schlussendlich auch, aber durch Privatpersonen und nicht von der Polizei oder vom Amtstierarzt, der dafür als zuständig gilt. Alles immer in Butter und bei letzterem Fall rückten die Tierschützer sogar mit einem selbstgemachten Video an, um die Titelträgerin davon zu überzeugen, dass sie offenbar beim falschen Haus gewesen sein muß, wenn sie sagt, es wäre alles ok. Wenn man mir oder meinen Tierschutzkollegen solche Fälle zuträgt, können wir auch nicht mehr als hinfahren, nachsehen und wieder Anzeige machen - die dann wieder irgendwo im Nirvana versickert ....
Welches Amt interessiert sich für schlechte Tierhaltung und der damit of zwangsläufig folgenden und gekoppelten Aggressivität der Tiere ? Wer kümmert sich darum, ob bei großen und kräftigen Tieren (die im Ernstfall sehr viel anrichten können) die Rudelzusammenstellung mit den Zweibeinern stimmt (zwei 60kg-Schutzhunde mit einer sehr betagten Person oder einem Kleinkind ...)? Es muß nicht immer etwas eskalieren und geschehen aber leider wird bei uns erst reagiert, wenn alles schon sehr im Argen liegt, sprich Blut fließt. Dann aber geht´s zur Sache und es gibt ja offensichtlich nichts Interessanteres als über einen Hundebiss zu berichten. Bei allen diesen Artikeln fehlt die Ursachendarstellung und somit ist diese Berichterstattung einseitig. Trotzdem muß Amt dann aber schon reagieren: halt gschwind und hurtig und größtenteils von Menschen ausgearbeitet, die von Hundehaltung soviel Ahnung haben, wie ich vom Kranfahren und somit kommen dann solche Hundeführschein-Ideen und Listenhunde-Ideen und Ähnliches heraus und die Gefährdung von alten Menschen und Kindern bleibt absolut bestehen. Ich denke da mit Schaudern an die Fernsehsendung "Am Schauplatz", wo der kleine zweijährige Knirps neben dem Rottweiler steht, der gerade einen Autoreifen bearbeitet und schon ziemlich aufgebaut war. Das passiert in den eigenen vier Wänden und da soll der Hundeführschein etwas dran ändern ?
So, jetzt habe ich mir wieder einen kleinen Teil meines sehr großen Frustes von der Seele geschrieben und jetzt werde ich die Antwort auf meine e-mail an verschiedene Behörden urgieren, worin ich um Stellungnahme gebeten habe im Bezug auf den offenbar ausgesetzten und gechippten Malteserbuben Chester. Bis jetzt bin ich noch nicht sehr viel weiter, aber dank einiger wertvollen Hinweise in den verschiedenen Ämtern, hoffentlich auf der richtigen Spur.
Mittwoch, 17.02.2010
Die Leute, auf deren Namen und Adresse der Findling Chester registriert wurde, schalten auf stur und drohen ihrerseits mit der Polizei, sollte ich nochmals anrufen. Persönlich konnt ich bisher nur mit der Mutter sprechen, die verwies mich auf die Tochter und diese wiederum meinte, dass sie die Handynummer erst vor einer Woche bekommen hätte (offenbar nicht wissend, dass Handynummern erst nach einigen Jahren neu vergeben werden, würde ja sonst ein mittleres Chaos ausbrechen). Also kurz gesagt, die Leute halten sich offenbar für überschlau und uns für saudumm, was mich eher ungemütlich macht. Ich hoffe noch immer, dass man das in irgendeiner Form gütlich regeln kann, was uns wichtig ist, dass Gefühl dafür zu wecken, dass man mit dieser Straftat nicht so ohne weiteres davon kommt.
Ich bin wirklich nicht happich darauf, eine Strafanzeige zu machen aber werde nicht davor zurück schrecken, wenn sich nicht bald ein anderer Ton auftut.
Heute früh kam das erlösende mail von Daniela, Zitat: "Guten Morgen! Allen drei Welpchen geht es gut. Sie haben einen schönen Stuhl und fressen. Moni geht es auch gut. Bussi Dani".
Das ist die schönste Nachricht seit langem und Dani kann echt stolz sein ! Vielen, vielen Dank für Deine Fürsorge und Pflege für Deine Schützlinge !
Dienstag, 16.02.2010
Die seit 1.1.2010 nun endgültig in Kraft getretene Chippflicht für unsere Haustiere steht ungewollt für uns auf dem Prüfstand. Warum ?
Gestern wurde in Prottes ein herrenloser, durchfrorener, nasser kleiner Maltesermixrüde aufgegriffen und meinem Mann, der in der Nähe beruflich unterwegs war, übergeben. Der anschliessende Besuch bei unserem Tierarzt hat ergeben, dass der kleine Hundemann einen registrierten Chip implantiert hat. Der Anruf bei der registrierten "Besitzerin" in Wien !!! (also etwa 30 km entfernt) war jedoch sehr ernüchternd. Die Dame mit ausländischem Akzent teilte holprig aber bestimmt mit, dass es zwar ihr Hund war, sie ihn aber weitergegeben hat (was nicht beweisbar ist und wir ihr auch nicht wirklich abgekauft haben) und absolut nicht mehr an ihm interessiert sei. Soweit konnte die Fraud deutsch um halbwegs verständlich zum Aussdruck zu bringen, dass sie nicht mehr belästigt werden möchte. Punkt, fertig, ende ! Aber sicher nicht für mich. Zuerst dachten wir (unser Tierarzt, Adi und ich), wir lassen die Sache auf sich beruhen aber dann haben wir entschieden doch tätig zu werden. Ich/wir haben zwar weder Zeit noch Lust uns auf Ämtern, Gerichten oder sonstigen Schlichtungsstellen zu tummeln, andererseits aber kann es nicht sein, dass wir ein Gesetz haben, jemand dieses Gesetz offenbar gebrochen hat, und keiner etwas tut. Somit wäre die ganze Chipperei samt Gesetz das Papier nicht wert auf dem es geschrieben steht und ad absurdum geführt - also schlichtweg unnötig. Wir haben Name, Adresse und Telefonnummer und werden der Sache nachgehen, wenn nötig auch mit einer Anzeige. Vielleicht spricht sich dann herum, dass es doch nicht so glimpflich ausgeht, wenn man in Österreich ein Tier einfach auf die Straße setzt.
Und nun zu dem kleinen Hundemann an sich: zuckersüß, dankbar, verträglich und soweit auch gesund (wenngleich auch klapperdürr). Das Fell selbst ist nicht fachmännisch geschnitten, er ist schmutzig aber die tierärztliche Untersuchung bei Mag. Stanka hat er ganz friedlich über sich ergehen lassen. Er wurde von uns Chester genannt und ließ vom ersten Moment an meinen Adi nicht mehr aus den dunklen Kulleraugen. Beim Abendspaziergang war Chester auch schon mit dabei und anschliessend schlief er selig in seinem Körbchen ein. Warum so ein 5kg Zwerg brutal entsorgt wird, wird uns immer ein Rätsel bleiben.
Montag, 15.02.2010
Ein Wochenbeginn zum Heulen! Seit gestern abend sind drei von Daniela´s Schützlingen matt, appetitlos und brechen weiße Flüssigkeit. Logisch, dass Danie die ganze Rasselbande gleich früh morgens zu TA Alibegovic brachte und sofort Infusionen gesetzt wurden. Daniela ist ja bereits absolut versiert und verabreicht die folgenden Infusionen und Medikamente völlig selbstständig, hat aber alle Hände voll zu tun. Abends wurde dann auch noch die schwarz-weiße Hundemama MONI kastriert und als wir uns gegen 19.30 Uhr in der Ordination trafen, war die OP gerade voll im Gange. Woran die drei Welpen (die zwei übrigen sind wohlauf) leiden, ist nicht klar und wir hoffen inständig, dass sich die Kleinen bald wieder erholt haben. Gegen 21.00 Uhr war dann die OP von Moni beendet und Dani fuhr mit ihr in ihr "Krankenlager" und ich nach Hause.
![]() | Die kleine Molly (unser Waschküchen-Schützling aus Nitra) wird jeden Tag frecher und fröhlicher. Es ist zwar noch nicht möglich, sie anzugreifen aber wenn ich auf der Küchenbank sitze, stellt sie sich schon auf, schleckt mir die Hand ab und wedelt dabei. Molly´s Angst vor Menschen ist sehr, sehr groß. Sie stammt ja ursprünglich aus Nitra und wir mußten sie einige Wochen ganz abgeschottet in einem extra Raum halten, um sie überhaupt an die Menschenhand zu gewöhnen. Jedes Mal wenn ich oder Adi den Raum betraten, verkroch sie sich ins letzte Eck. Kam einer unserer Hunde mit, schnellte sie kurz hervor, keifte kräftig und war einfach nur auf Angriff. Das ist jetzt komplett umgedreht. Molly´s Liebling ist unser Gismo - mit ihm tollt und kugelt sie am liebsten, egal ob in oder ausser dem Haus.
Bei Molly handelt es sich mit Sicherheit um einen Scotch Terrier Einschlag, sie wiegt mittlerweile 6 kg und wird in den nächsten Tagen nochmals gebadet. Das schwarze Haarkleid erfängt sich zunehmend und ist nicht mehr ganz so stumpf wie vor einigen Wochen. Trotzdem wird es noch jede Menge Zeit kosten, bis die süße kleine Maus völlig unbeschwert und angstfrei sich dem ehemaligen "Feind" - dem Menschen, nähern kann. Wir möchten gar nicht wissen, was dem kleinen, armen Tier angetan wurde, weswegen sie solche Angst hat! |
Sonntag, 14.02.2010
| Ein schöner Valentinstag für unseren kleinen Fressnapfbewacher PUNKY. Der süße Wuschel verstand sich zwar mit der übrigen Hundeschar erstklassig aber nur solange, bis sich kein Artgenosse den Futternäpfen näherte. Dann rastete er nämlich total aus, vergass seine Untergröße völlig, stürzte auf Bruno, Berti und sogar auf seine Freundin Molly los. Seine Fressschüssel ist sein Heiligtum - hat ja auch allerhand aufzuholen der kleine Wuschelmann und so üppig wird er es bis dato nicht gehabt haben !
Seit heute ist er aber in den allerbesten Händen bei Familie E. aus dem 13. Bezirk in Wien und wird bestimmt nie wieder Hunger leiden müssen! Andere Tiere gibt es auch nicht bei diesem tierlieben Ehepaar, also wird Punky wahrscheinlich auch nicht mehr in der Futterschüssel liegen, sondern hoffentlich bald begreifen, dass jetzt alles (Futter und Zuwendung) nur ihm ganz alleine gehören. Herrchen ist bereits in Pension und Punky hat nicht nur einen schönen Garten für sich alleine, sondern auch jede Menge Spaziergänge. Wir wünschen alles Gute, vor allem Gesundheit und viel Spaß miteinander ! | ![]() |
Donnerstag, 04.02.2010
| Nach längerem wieder ein "Heimkehrer". Der sanftmütige, liebe und absolut problemlose Hundesenior BRUNO lief heute früh seiner Besitzerin im 22. Bezirk weg, um endlich wieder mit anderen Artgenossen, die er sooooo liebt, spielen zu können. Leider fand er nicht mehr nach Hause und wurde von der Tierrettung ins Wiener Tierschutzhaus gebracht, von wo ich ihn nach Büroschluß sofort abholte. Da Bruno vorschriftsmäßig gechipt ist, konnte seine Halterin vom WTV unmittelbar informiert werden.
Als ich Bruno am 28. Dezember des Vorjahres persönlich zu der Pensionistin in Stadlau brachte (die immer Schäferhunde hatte) schien die Welt in Ordnung zu sein. Guter Eindruck, Hundeerfahrung, liebevolle Einzelperson für diesen liebenswerten Hund. Nur leider mied Frau Z. jede Art von Hundekontakt ?!?!? und ließ den braven Rüden nicht ein einziges Mal von der Leine um sich austoben oder spielen zu können. Sie hatte Angst, er läuft ihr davon und so ging sie zwar bis zu fünf mal täglich langsam spazieren, aber dazu ist Bruno mit seinen 9 Jahren noch viel zu fit. Und er liebt alle Artgenossen und spielt für sein Leben gern (nicht nur Balli im Wohnzimmer). |
Die Enttäuschung war groß, als ich die Entscheidung (die ich mir nicht leicht machte) mitteilte, dass Bruno nicht mehr zurück gebracht wird und ich kann nur hoffen, dass die Einsicht bei Frau Z. siegt. Ich werde mich bemühen, einen ruhigeren (ältern will die Dame nicht) Gefährten zu finden. Bruno war es leider nicht ....
Mittwoch, 03.02.2010
Als meine tiernarrische Freundin Monika von unserem Sorgenkind, Kater Burschi erfuhr, dauerte es keine Stunde und Monika und ihre Tochter Stefanie standen auf der Matte um Burschi in häusliche Pflege mitzunehmen. Moni ist ja fast jedes Wochenende bei uns und kennt Burschi auch schon sehr gut, nur da er offenbar im Katzenhaus in eine Art Depression verfällt und kein Fixplatz in Aussicht ist, hat sie heute den Entschluß gefasst, ihn aufzupäppeln. Zuhause angekommen haben Moni´s beide fünfzehnjährige Samtpfoten weniger reagiert als vermutet und Burschi wurde im Schlafzimmer untergebracht, damit er zur Ruhe kommt. Steffi hat Schulferien und so ist immer jemand zugegen, um Burschi zu hegen und zu pflegen. Es wird alles versucht, damit der Katzenmann wieder auf die Beine kommt. Leider wissen wir auch kein genaues Alter nur dass er schon ziemlich betagt ist, ist klar. Danke liebe Freundin und Stefanie für diese große Hilfe. Dank Euch kann ich wieder halbwegs ruhig meiner Büroarbeit nachgehen und weiß den süßen Schmuser in besten Händen !Dienstag, 02.02.2010
Mein Adi hat ja noch wetterbedingt Urlaub und wurde heute wieder zum Tierarztbesuch eingeteilt *ggg*. FELIX wurden nun nach vorangehender Medikation, endlich einige ganz, ganz schlechte Zähne gezogen. Gezogen ist eigentlich zu drastisch formuliert, denn die Zähnchen fielen fast schon von alleine heraus und eine Narkose war nicht notwendig. Zweiter Patient war unser Seniorkater BURSCHI, der uns sehr große Sorgen macht. Das Blutbild zeigte keine Auffälligkeiten - hier ist alles soweit in Ordnung. Trotzdem frisst Burschi nur wirklilch genüsslich mit Zureden und hat immer wieder massiven Durchfall. Er wiegt nur noch knappe 3 kg und ist dehydriert, obwohl er genügend trinkt. Schwer zu therapieren, da kein Befund vorliegt - für Burschi wäre ein rascher Umzug in Einzelpflege sehr wichtig, aber leider ist keine Fixstelle in Sicht!
Der dritte Patient war der rot-weiße Katerbub TIZIAN. Er humpelt seit zwei Tagen und die Ursache ist ein Abszess auf dem rechten Pfoterl. Es wurde geöffnet, desinfiziert und am späten Abend benützte er bereits wieder alle vier Beinchen. Die nächste Zeit bleiben ihm Medikamente leider nicht erspart, aber da der Schmusekater Tizian mittlerweile sehr zutraulich ist (zumindest mir gegenüber), macht das keine großen Probleme.
Ach ja und der kleine Rüde Strubbelrüde PUNKY hat einen schlimmen Husten und muss ebenfalls Medikamente bekommen.
Momentan sind wir nicht nur eine Pflegestelle sondern ähneln schon sehr einer Krankenstation.
Montag, 01.02.2010
HURRA ! Wir sind alle überglücklich, denn die 17-jährige JULIE hat die Tumoroperation an der Pfote super weggesteckt und ist wieder wohlauf! Der Eingriff war ja bereits vergangenen Freitag und zwei Tage war sie schon noch recht müde und vor allem durstig, wie mir Pflegemama Renate mitteilte. Aber seit heute ist alles supergut und wir hoffen, dass Julie noch eine schöne Weile beschwerdefrei und lustig ist.Sonntag, 31.01.2010
| Es wird sich schon ein schönes Platzerl finden, müssen wir halt Geduld haben! Das sind die gelassenenen Aussagen von Pflegemama Daniela, die noch nicht einmal Stress machte. Auch wenn sie Schützlinge über mehrere Wochen oder Monate betreut, so wie auch die kleine LISSY.
Heute aber war es dann auch für die liebe, ruhige schwarz-weiße Kleinhündin soweit und sie ist in eine sehr liebe junge Familie mit einer bereits ansässigen Kleinhündin übersiedelt. Zuvor aber hatte Dani gestern noch ein "dasgibtsdochnichtwirklich" Erlebnis: eine ältere Dame, die sich mehrmals nach der Mischlingshündin Lissy erkundigte und nachfragte, welche Rassen da wohl mitgespielt haben ?!?, besuchte Dani und ihre Schützlinge. Aber der Besuch dauerte nur etwa eine Minute und mit den Worten "ach, die gefällt mir absolut nicht ..." wieder aus der Türe schwebte. Die Dame suchte dann doch einen reinrassigen Hund ... Aber Dani ist ja auch schon einigermassen abgebrüht und allerhand gewöhnt und sah die Sache gottlob gelassen .... Jeder ist seines eigenen Glückes Schmid ! | ![]() |
Samstag, 30.01.2010
Ein toller Tag für unsere Katzen und damit auch für uns. Endlich wieder etwas Bewegung rund um unsere Samtpfoten. Die hübsche norwegische Waldkatzendame LILLITH und auch die beiden Main Coone Katzenkinder - natürlich gemeinsam - haben wunderbare Familien gefunden. LILLITH wird bei einer zweiten Katzendame leben und die beiden Main Coone Welpen bei einer dreijährigen Langhaarkatze. Wir haben den ganzen Nachmittag mit diesen jungen aber sehr verantwortungsvollen Tierfreunden sehr genossen und ich bin sehr froh, dass unsere Schützlinge dorthin übersiedeln durften. Freitag, 29.01.2010
| Einem Hilferuf aus Gänserndorf Süd folgend, holte ich heute abends nach Büroschluß die beiden Katzenwelpen JELLY und SKIMBLE ab. Jelly ist ein schildpattfarbenes Weibchen und Skimble ein wunderschön rot getigerter Katerbub.
Die beiden sehr aufgeweckten und lebhaften vier Monate jungen Main Coon Katzenwelpen (eine Premiere für mich - solche Schützlinge hatten wir noch nie) wurden wegen Betreuungsproblemen abgegeben und fanden sich in unserem Katzenareal sofort ausgesprochen gut zurecht. Sie sind nur an den höchsten Plätzen zu finden und kein Hindernis ist ihnen zu schwierig. Wirklich sehr aufgeweckt und wendig und unsere älteren Mietzen sitzen nur da und schauen den beiden "Herumwirblern" fasziniert beim Herumtollen zu. Ich habe das Versprechen abgegeben, die beiden nur gemeinsam weiter zu geben - jetzt müssen nur noch nervenstarke Katzenfans gefunden werden *ggg* |
Donnerstag, 28.01.2010
Der kleine Papillonrüde MUCKI wurde heute kastriert und hat die OP absolut komplikationslos gut überstanden. Renate und Christoph scheuen keine noch so lange Autofahrten um mit ihren Schützlingen zu unseren Tierärzten zu fahren. Pflegemama Renate ist ja schon eine richtige Fachfrau in Sachen Operationen und Nachbetreuung und ich danke den beiden sehr, dass sie mir diese Termine immer wieder abnehmen!Mittwoch, 27.01.2010
| Ich kenne Rubina bereits seit vielen Jahren und sie und ihre tierlieben Eltern in Vorarlberg haben bereits einige ganz arme und auch betagte Schützlinge aufgenommen.
Rubina lebt jetzt in Wien und studiert Keltologie, ist sehr tierliebend und naturverbunden und wollte uns bzw. armen Tiern in einem ihr möglichen Rahmen helfen. So hat sie heute, vorerst einmal als Pflegestelle mit äußerst wahrscheinlicher Option einer Adoption!!!, die kleine Pinschermixhündin SOFIE zu sich genommen. Rubina möchte gerne ganz sicher sein, dass ihr Alltag für einen Hund keine Probleme aufwirft und auch sie selbst damit zurecht kommt. Erst dann wird sie eine Entscheidung treffen - zugunsten des Tieres, das ist klar ! Für das süße "Rehlein" SOFIE ist es jedenfalls eine Riesenchance auf einen wunderbaren Platz und wir alle drücken ganz fest die Daumen ! | ![]() |
Montag, 25.01.2010
Eigentlich hätte Julie heute an der Pfote operiert werden sollen und Karl war ganz pünktlich bei TA Renate. Sie hat die Pfote geröngt und festgestellt, dass der Tumor nicht vom Gewebe sondern tiefer sitzt und vom Knochen ausgeht. Renate hat daher entschieden noch einige Tage die betagte Julie medikamentös auf den Eingriff vorzubereiten und Karl wurde mit Julie dann für kommenden Freitag wieder bestellt.
Unsere beiden "Neuen" BUNKY und SOFIE haben sich bereits wunderbar eingelebt. Die glatthaarige kleine rehbraune Sofie zieht es allerdings nicht wirklich nach draußen, während Bunky sehr gerne im Schnee unterwegs ist und auch schon die Gassispaziergänge mitmacht. SOFIE ist seit gestern soweit, ihr Geschäft nicht im Wohnzimmer zu erledigen und ihre Ausflüge in den verschneiten Garten beschränken sich auf 1-2 Minuten zum Wasserlassen. Das war´s auch schon. 




