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Unser Tagebuch


Auf die Idee, ein Tagebuch mit den wichtigsten Ereignissen unserer Tierschutzt√§tigkeit einzurichten, haben uns Freunde und Bekannte gebracht, die bereits das zweifelhafte Vergn√ľgen hatten, √ľber einen l√§ngeren Zeitraum bei uns zu Besuch zu sein, denn Zeit zum ruhigen Kaffeeplauscherl gibt es fast keine! Wir m√∂chten mit diesem Tagebuch einen kleinen Einblick in unsere t√§glichen Aktivit√§ten geben und uns dabei selbstverst√§ndlich auf die wichtigsten und interessantesten Ereignisse beschr√§nken. Wir sind sicher, dass Sie hier sehr traurige, manchmal auch am√ľsante aber leider sehr oft best√ľrzende und ersch√ľtternde Vorkommnisse beschrieben sehen und m√∂chten Sie an dieser Stelle versichern, dass alle gemachten Eintr√§ge
100%ig den Tatsachen entsprechen - so
unwahrscheinlich sie auch klingen mögen !
Obwohl wir bereits seit 1992 aktive Tierschutzarbeit betreiben, sind diese Aufzeichnungen erst ab Anfang November 2005 gef√ľhrt, da √ľber die l√§nger zur√ľckliegenden Ereignisse keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr m√∂glich w√§re. Da wir Sie beim Lesen ja nicht erm√ľden wollen, haben wir uns bei unseren Eintr√§gen auf die wirklich interessanten Ereignisse beschr√§nkt, die t√§glichen 20 bis 30 Telefongespr√§che sind nicht extra angef√ľhrt.

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Samstag, 26.01.2013



Unsere neuerste Errungenschaft: eine komfortable Hundeklappe, die sofort von unseren Wuffzis angenommen wurde. Von einigen absolut sofort, von wenigen anderen anfangs noch recht skeptisch.
Seitdem wir hier eingezogen sind, stand die Terrassent√ľre f√ľr unsere Vierbeiner meistens offen und vorallem im Hinblick auf die Energiekosten, bin ich √ľber diese Anschaffung sehr gl√ľcklich !


Samstag, 19.01.2013

Am 22. Dezember 2012 nahmen wir anl√§sslich unserer Spendenfahrt nach Breclav den Dackelmixwelpen "Huber" - kurz Hubsi - mit in unsere warme Stube. Zusammen mit ihm kam auch die damals schwer gezeichnete Kavalier King Charles H√ľndin TINA (ca. 8 Jahre) und der kleine Seniorr√ľde ADILO (ebenfalls schon etwa 8-9 Jahre alt) mit zu uns. Diese drei Wuffis schienen uns am allerdringsten eine warme Stube zu brauchen, wenngleich ich gerne alle eingeladen h√§tte :-(((

Bei der Routineuntersuchung und der √ľblichen Impfung zwischen Weihnachten und Neujahr stellte unser Tierarzt bei Hubsi ein starkes Herzger√§usch fest, dass jetzt vergangenen Freitag bei einem Herz-Ultraschall-Spezialisten, Dr. Kosztolich im 3. Bezirk in Wien ganz genau untersucht wurde.
Unser tapferer Hubsi liess das EKG, sowie die aufwendige Ultraschalluntersuchung seeeeehr geduldig und √§ussert brav √ľber sich ergehen und es wurde festgestellt, dass er an einer Verengung der Lungenarterie leidet. Dieser angeborene Defekt bewirt, dass das Blut mit erh√∂htem Druck ins Herz gepumpt wird und sich daher das Herzger√§usch ergibt. Unser kleines Sorgenkind bekommt jetzt einmal t√§glich Medikamente, die er mit einem R√§dchen K√§sewurst nur allzu gerne verschlingt und in etwa vier Wochen wird nochmals der Lungendruck kontrolliert.
Fest steht jedoch, dass Hubsi dadurch zwar nicht lebensgef√§hrlich krank, aber doch eingeschr√§nkt ist. Abgesehen von den Herzger√§uschen w√§re uns absolut gar nichts am Verhalten des kleinen Wirbelwinds aufgefallen, wie ein Welpe eben reagiert, spielt er ganz toll und schl√§ft dann wieder ein M√ľtzchen.
Hubsi ist ein ganz entz√ľckender kleiner Welpe, der mit dieser Krankengeschichte noch viele sch√∂ne Jahre haben kann. Wichtig ist lediglich, dass eventuelle Interessenten absolut genau Bescheid wissen, sich darauf einstellen m√ľssen und k√∂nnen (Hubsi sollte z.B. nicht zur Sportskanone ausgebildet werden) und dass er eben seine Medizin bekommt (Kostenpunkt daf√ľr etwa 5 Euro/ Monat).
Wir hoffen nat√ľrlich sehr, dass dies kein allzu gro√ües Hindernis sein wird, f√ľr den s√ľssen kleinen Hundemann auch ein liebenvolles eigenes Zuhause zu finden. Wenn es gew√ľnscht wird, werden wir unseren Zwerg auch weiterhin sehr gerne weiter betreuen und seiner neuen Familie jederzeit mit Rat und Tat beistehen.


Montag, 31.12.2012

PROSIT NEUJAHR 2013 liebe Freunde, und alles Gute, Gl√ľck und vorallem Gesundheit f√ľr Euch und Eure Lieben !!


Zum Start ins Neue Jahr 2013 hier ein grober √úberblick √ľber die wesentlichsten Ereignisse der letzten 10 Monate - solange ist unser letzter Tagebuchbericht bereits her !

Beinahe ein Dreivierteljahr dauerte die Causa der BH G√§nserndorf gegen mich und unsere private Tierschutzgruppe. Trotz vieler Stellungnahmen, schriftlicher und m√ľndlicher Eingaben und Vorlage aller notwendigen Belege blieb das Urteil nach fast 8 Monaten aufrecht und ich musste mehrere Hundert Euro Strafe zahlen. Die Begr√ľndung des Urteils bestand darin, dass es nur Z√ľchtern und dem Handel gestattet ist, Inserate regelm√§√üig und eigenst√§ndig, usw. zu schalten. Das w√ľrde nat√ľrlich bedeuten, dass ALLE privaten Internetseiten in diesem Sinne unzul√§ssig sind aber auch, dass vielleicht einigen unseri√∂sen Hundeh√§ndlern durch diese Art der Marktaufsicht doch etwas auf die Zehen getreten werden kann. Das war bei der ganzen unangenehmen Geschichte mein einziger Trost ....

Seitdem wir hier im l√§ndlichen Bereich leben, √§nderte sich langsam aber stetig auch unsere Aufgabenstellung. Bekanntlicherweise spricht es sich auf dem Land und in einer Ortschaft doch anders herum als in der Stadt, wer, was und wie macht. Das war bei uns nicht anders und so konnte es auch nicht ausbleiben, dass wir in einige ziemlich unsch√∂ne Angelegenheiten zum Schutz und zur Hilfe von Tieren "verwickelt" wurden. Aus Gr√ľnden des Datenschutzes darf ich darauf nicht n√§her eingehen.
So haben wir uns nach reiflicher - eigentlich um genau zu sein, nach 20-j√§hriger √úberlegung ! - im Sommer dazu entschlossen, einen Verein zum Schutz von Tieren zu gr√ľnden. Der offizielle Eintrag ins Vereinsregister erfolgte am 17. September 2012 und der offizielle Name unseres Vereins lautet seither: "PTi" Private Tierschutzinitiative e.V.
Dies war mit Sicherheit einer der H√∂hepunkt dieses Jahres! Entanden ist die Private Tierschutzinitiative im Jahre 1992 und dann, 20 Jahre sp√§ter, erfolgte die off. Vereinsgr√ľndung !!!

Ein weiteres Highlight war die Ausstrahlung im ORF/N√Ė heute vom 6. Oktober 2012 mit einem Bericht √ľber unser kleines, privates Tierheim. Erwartungsgem√§√ü wurde die Anzahl der Interessenten f√ľr unsere Sch√ľtzling dadurch in keiner Weise angekurbelt, allerdings jedoch die Anzahl derjenigen, die eine neue Bleibe f√ľr ein eigenes Tier oder einen Findling brauchen. Aber das ist OK und solange wir Platz haben, k√∂nnen bed√ľrftige Tiere bei uns unterkommen - die Warteschlange ist allerdings bereits sehr, sehr lang !

Am 22. Dezember 2012Ich habe mir heute einen sehr gro√üen Herzenswunsch erf√ľllen d√ľrfen! Heute durfte ich offiziell die Patronanz √ľber ein kleines, sehr armes und ebenfalls v√∂llig privat gef√ľhrtes Tierheim in Breclav in der CZ √ľbernehmen. Mit einem Klein-LKW ging es voll beladen mit Futter- und ganz vielen Sachspenden um 14.00 Uhr Richtung Breclav. Wir wurden dankbar und sehr ger√ľhrt empfangen und haben f√ľr diese armen Gesch√∂pfe dort (die von einem √§lteren Ehepaar so gut es geht umsorgt und gepflegt werden) mit den vielen Leckereien und w√§rmenden Decken ein kleines Bisschen Freude bringen k√∂nnen. Drei ganz arme H√ľndchen und 4 Katzen haben wir in unsere Obhut (TINA, ADILO und HUBERT - sind auf der Inserateseite kennen zu lernen) mitgenommen. Die Heimfahrt war absolut ruhig und problemlos und zuhause angekommen war es anfangs noch etwas hektisch aber sch√∂n langsam legte sich die Aufregung der Wuffis.
Einen genauen Bericht dieser Spendenfahrt und Fotos sind hier auf unserer Homepage in der Rubrik "Hier konnte geholfen werden" / Breclav oder bereits auf Facebook "HausTierSuche" zu sehen.
Um diese tierlieben Leute in Breclav auch zuk√ľnftig unterst√ľtzen zu k√∂nnen, sammeln wir verst√§rkt Futter- und Sachspenden wie Decken, Futtern√§pfe, Hunde- und Katzenk√∂rbe, uvm. und ich danke Euch allen bereits jetzt ganz herzlich wieder f√ľr Eure Unterst√ľtzung !! Danke, Danke, Danke !

Das war ein kleine Zusammenfassung der ausserordentlichen Geschehnisse des vergangenen Jahres 2012 und ab morgen werde ich unsere momentanen Sch√ľtzlinge detailliert vorstellen. Ich w√ľnsche einen sch√∂nen ersten Abend in diesem neuen Jahr und eine gute Nacht !


Freitag, 10.02.2012

Heute durfte der "b√ľrstenscheue" Perserkater Leonardo endlich in ein tolles und sehr liebevolles neues Heim √ľbersiedeln. Seine neue Familie lernte den h√ľbschen Langhaarigen ja bereits vor einer Woche mit voller Haarpracht kennen - heute sah er mehr nach einem gerupften H√ľhnchen aus. Aber darauf war Britta mit ihrer Familie ja bereits vorbereitet und ausserdem wachsen die Haare ja wieder nach *ggg*.
Leonardo wird mit zwei anderen Samtpfoten sein sch√∂nes Zuhause in Wien teilen und wir w√ľnschen dem lieben Schmusekater und seiner Familie alles Liebe und Gute !



.... die etwa dreijährige getigerte PAM

.... und die h√ľbsche Tigerkatze mit r√∂tlichem Farbstich hei√üt KATHI und ist etwa 5 Jahre jung

Diese beiden lieben Katzendamen kamen heute abend wieder direkt aus Nitra zu uns ins "Warme" und sind beides bestimmt sehr problemlose Samtpfoten. Kathi hat sofort mit dem Kratzbaum gek√∂pfelt (siehe Foto) ganz so als wollte sie ihre Dankbarkeit ausdr√ľcken.
Die zartw√ľchsige PAM war bei der Einlieferung in Nitra sehr abgemagert und musste er aufgep√§ppelt werden - ihr √úberleben in dem eiskalten und engen Notunterk√ľnften stand lange auf des Messer¬īs Schneide. Jetzt wird die h√ľbsche "gefressige" Pam noch weiter Kraft und Gewicht zulegen.


Mittwoch, 08.02.2012

Der enorme Mangel an passenden Fixpl√§tzen und dem gegen√ľber der enorme Andrang an Notfellchen hat eine Umschichtung unserer Sch√ľtzlinge innerhalb unserer kleinen Gruppe notwendig gemacht. Obwohl wir es selbstverst√§ndlich tunlichst vermeiden, w√§hrend der Betreuungszeit unseren Pfleglingen einen nochmaligen Platzwechsel zuzumuten, ist es in Ausnahmesituationen wie jetzt leider notwendig, um die eine oder andere Fellnase doch noch aufnehmen zu k√∂nnen. "Der Zweck heiligt die Mittel" sozusagen und der neueste Standort unserer Pflegehunde (nat√ľrlich zus√§tzlich zu unser aller eigenen Vierbeiner) sieht jetzt ganz aktuell seit heute wie folgt aus:

Claudia und Manfred betreuen seit Anfang November 2011 die kleine Pinscherh√ľndin LILLY. Sie √ľbersiedelte heute zu mir (und hat sich sofort spielend auf ihr kleines T√∂chterchen BIENCHEN, die ja seit einigen Wochen bei uns lebt, "gest√ľrzt" und sie gewaschen und geputzt!)
Anstatt Lilly √ľbernahm Claudia von Nora den braunen Mixr√ľden LUCA, weil Luca zunehmend zeigt, dass er eine Bezugsperson braucht und regelm√§ssig Baustellen im Wohnbereich verursachte.
Luca hat sich gleich gut bei Claudia zurecht gefunden - f√ľr den sanftm√ľtigen Schmuser ist es ohnehin am Wichtigsten, wenn er seine Streicheleinheiten erh√§lt und sein K√∂pfchen auf einen Scho√ü legen darf !!!
bei Nora und Thomas leben daher der beige Shar-Pei-R√ľde HUGO, der schwarze Spanielmixr√ľde ENKO und der wei√üe Mittelspitzr√ľde TRISTAN.
Auch Tristan beginnt sch√∂n langsam seinen gro√üen Trennungsschmerz zu √ľberwinden - f√ľr ihn wiederum ist es sehr wichtig zur Ruhe zu kommen und dabei "st√∂rt" ihn der problemlose Enko rein gar nicht.
Die s√ľ√üe Dackelmixh√ľndin SUNNY darf ja seit einer Woche bei Renate und Christoph leben und ist so dem tristen und eiskalten Hundelager in Nitra entkommen. Sie versteht sich mit Renate¬īs Langzeitsch√ľtzling GISMO im Gro√üen und Ganzen sehr gut und die kleinen Rivalit√§tsspielchen k√∂nnen die geeichten Pflegemama Renate nicht aus der Ruhe bringen.
Bei uns in Reyersdorf leben jetzt die kleine Bienchen mit Mama Lilly (sie wird √ľbrigens am Montag, den 13.2. kastriert)

Leider tr√§gt die momentane frostige Wetterlage nicht wirklich dazu bei, dass sich Interessenten f√ľr unsere Sch√ľtzlinge interessieren - dieses Vergabeloch im tiefsten Winter geh√∂rt leider zur allj√§hrlichen Realit√§t. Ist nicht nur bei uns so, sondern auch bei den anderen Tierschutzkollegen mit denen ich gesprochen habe.
Ich bin sehr froh und dankbar, dass meine Freunde so viel Geduld und Verst√§ndnis haben und wir in aller Ruhe und ohne Druck und Stress unseren Sch√ľtzlingen die allerbesten und allerpassendsten Pl√§tze erwarten lassen k√∂nnen. Ich habe es auch schon anders erlebt und wei√ü das sehr zu sch√§tzen !! Vielen Dank !



Montag, 06.02.2012

Endlich wurden die N√§hte an meinem Knie, die schon ziemlich gespannt und gejuckt hatten, entfernt und morgen beginne ich mit der Physiotherapie. Obwohl ich wirklich permanent √úbungen mache, damit ich schnellst m√∂glich wieder mobil bin (das Kr√ľcken-Getanze ist schon sehr nervig ...) sind diese Therapien bestimmt sehr wichtig und hilfreich. Auf jeden Fall geht es steil bergauf und wenn ich denke, dass ich gestern vor zwei Wochen operiert wurde, wei√ü ich echt nicht, wo die Zeit schon wieder hin gekommen ist. F√ľr meine Tierchen ist es nat√ľrlich supercool mich den ganzen Tag um sich zu haben aber ich freue mich ehrlich gesagt schon wieder sehr auf mein B√ľro.
Als ich vor einigen Monaten erfuhr, dass mir eine Meniskusoperation ins Haus steht musste ich sofort an meine Professorin in der Mittelschule denken. Auch sie hatte damals eine solche OP und war monatelang auf Kr√ľcken im Klassenzimmer. Das war nat√ľrlich vor einigen Jahrzehnten und ich bin heilfroh, dass die Medizin zwischenzeitlich solche Fortschritte machte.
Heute hatte ich das erste Mal seit meiner OP eine normale Jeanshose an und morgen werde ich das erste Mal seit 17 Tagen wieder selbst Autofahren. So habe ich doch jeden Tag ein persönliches Highlight *gg*.


Sonntag, 05.02.2012

Diese beiden Seniorkatzen LILLY (schwarz) und der getigerte "Tiger" leben bereits seit zwei Jahren bei Pflegemama Traude in Favoriten. Während Lilly noch gesund ist, laborierte der anhängliche Tiger schon seit einigen Monaten mit einem Tumor an der rechten Schulter. Nach zwei Operationen, wobei die letzte schon eine Größere war, baute Tiger jetzt immer mehr ab und mußte nun erlöst werden.
Uns bleibt nur noch, f√ľr den dankbaren Kater eine Kerze zu entz√ľnden .....

Ich m√∂chte mich an dieser Stelle f√ľr die liebevolle Pflege und Hilfe bei Traude bedanken und auch daf√ľr, dass die betagte Katze Lilly nun bei Traude bleiben darf und keinen weiteren Platzwechsel mehr verkraften muss. Vielen, vielen Dank daf√ľr !


Samstag, 04.02.2012

Bereits vergangene Woche musste die geplante Komplettrasur des verfilzten Perserkaters Leonardo frustriert abgebrochen werden.
Wir brachten Leonardo um 17.00 wie vereinbart zum "Friseur" und w√§hrend Adi und ich beim Arzt zur Kontrolle war, bem√ľhte sich unser Reyersdorfer Hunde- und Katzenfriseur vergeblich die notwendige Schur durchzuf√ľhren. Als wir nach 90 Minuten wieder da eintrafen traute ich meinen Augen nicht: Herr S. sa√ü mit Leonardo am Scho√ü im Arbeitszimmer der kleinen aber feinen Schuranstalt und kraulte ihn mit gleich zwei eingebundenen Fingern. So sehr hatte Leonardo sich gewehrt und bis auf zwei d√ľnne Streifen am R√ľcken war er fellm√§ssig immer noch der alte !!
Es blieb also nichts anderes √ľbrig, als Leonardo unter Kurznarkose zu setzen und das geschah heute vormittag bei unserem Tierarzt. Als ich den h√ľbschen Katermann dann nach zwei Stunden wieder sah, war das Erscheinungsbild nat√ľrlich ein anderes. Aber das Fell w√§chst nach und bei permanenter Fellpflege wird es auch kein Verfilzen mehr geben.



Freitag, 03.02.2012

Der Winter hat uns fest im Griff und heute nacht hatten wir minus 13 Grad im Garten. Wenn ich daran denke, wie sehr all die armen Gesch√∂pfe in den verschiedenen Tierasylen und √ľberhaupt alle, die keine warmen Unterk√ľnfte haben, unter diesen Bedingungen zu leiden haben, werd ich einfach nur traurig.
Seit heute mittag war Hochbetrieb bei uns und gleich drei neue Sch√ľtzlinge fanden an diesem Nachmittag in unserer Gruppe vor√ľbergehend eine Bleibe.

Das ist die etwa zweij√§hrige, kastrierte Dackelmixh√ľndin Sunny. Sie kam namenlos direkt aus dem eiskalten Nitra und wurde noch am Abend von ihren Pflegeeltern Renate und Christoph bei uns abgeholt. Als Renate von den vielen Notf√§llen in diesem Hundelager erfuhr, sagte sie sofort zu mindestens ein Weibchen (R√ľden vertr√§gt ihr Langzeitpflegling Gismo leider nicht) aufzunehmen. So darf jetzt die Kuschelmaus Sunny in dieser lieben Pflegefamilie auf eine eigene Familie warten.

Zusammen mit Sunny kam auch ein ganz reizender Tigerkater, der bereits w√§hrend er aus dem Transport stieg, zu schnurren begann. Daraufhin habe ich ihn ganz spontan SCHNURLI genannt - treffender geht¬īs glaube ich nicht ! Schnurli fehlen s√§mtliche Vorderz√§hne, die Z√§hne im hinteren Bereich sind noch vorhanden und sehen nicht krank aus. Ob die Vorderz√§hne dem armen Tier, √ľber dessen Vergangenheit es absolut keine Informationen gibt, ausgeschlagen wurden oder durch einen Unfall abhanden kam, ist und bleibt ungewiss. Er selbst leidet darunter aber in keiner Weise, knabbert mit Genu√ü am Trockenfutter und ist halt andauernd am Schnurren. Mit den anderen Katzen gibt es √ľberhaupt keine Probleme, wenn Schnurli sich anderen n√§hert geschiet das seitlich mit einem dezenten Buckel und: schnurrend !! Ein ganz besonders liebes Tier, das da heute in unsere Obhut kam.

Obwohl Pflegemama Nora bereits zwei Sch√ľtzlinge bei sich hat (LUCA und ENKO) hat auch sie sich sofort angeboten zu helfen, damit der 9-j√§hrige Polarspitz TRISTAN auch weiterhin gut versorgt bleibt.
Sein Frauchen verstarb heute im Spital nach einem tragischen Sturz und seit dem Unfall lebte Tristan bei Tochter und Schwiegersohn, wo allerdings auch zwei Katzen leben, die schwer gestresst reagierten. Daher war die Familie auf der dringenden Suche nach einer L√∂sung und war sehr angetan und auch √ľberrascht wie problemlos und "so ganz anders" als erwartet sich der Besuch mit Tristan bei uns in Reyersdorf abspielte.
Wie sich das Zusammenleben bei Nora so abspielt, hat Nora wieder in unserem Gästebuch sehr bildlich und lesenswert geschildert.
Tristan hat das gleiche "Problem", das sehr viele Hunde speziell bei √ľbervorsichtigen, zumeist √§lteren Hundehaltern haben. Er reagierte auf die Unsicherheiten und √ľbernahm sukzessive die F√ľhrungsrolle. Bedeutet: alles Fremde wird verbellt, verknurrt und man kann f√∂rmlich k√∂rperlich den Stress f√ľhlen, den dieser Hund ausstrahlt. Aber bereits nach zwei Stunden hatte sich die Situation sichtbar gebessert und Nora wird mit Tristan eben in dieser Richtung arbeiten. Weitere Berichte werden uns einen Einblick in die Fortschritte geben.



Montag, 30.01.2012


Diesel und ...

Joyi

Diese beiden 4-j√§hrigen Katerbuben Diesel und Joyi zogen heute bei uns ein, weil die bisherige Besitzerin einen neuen gemeinsamen Haushalt mit ihrem Partner gr√ľndet und dieser leider an einer Katzenallergie leidet !
W√§hrend der grau getigerte Diesel schon nach kurzem zum Schmeicheln kommt, f√§llt dem etwas scheuerem schwarzen Joyi die Umstellung bedeutend schwerer. Die Tatsache, dass die beiden keine Geschwister sind und sich auch nicht sehr zugetan sind k√∂nnte die Aufenthaltsdauer bei uns verk√ľrzen, da die beiden auch getrennt werden k√∂nnen. Angeblich wurde der schmusige Diesel vom schwarzen Joyi regelm√§ssig gemobbt - eine Tatsache die ich bisher (noch) nicht best√§tigen kann.


Sonntag, 29.01.2012


Unsere alte Maus namens "Elli" macht uns bereits seit einiger Zeit gro√üe Sorgen. Sie kommt einfach nicht mehr selbstst√§ndig hoch und mu√ü die meiste Zeit von Adi (Elli wiegt knapp 30 kg) die einzigen sechs Stufen in unserem Haus bis zum Garten hinunter getragen werden. Im Garten geht Elli dann dank des rauhen Untergrundes (im Haus haben wir Fliesenboden, auf dem sie leider wenig bis gar keinen Halt findet) noch recht tapfer und erledigt ihre Gesch√§fte. Es macht nur unglaublich traurig, wie schwerf√§llig sie schon geht und ihre Hinterbeine immer √∂fter nicht gehorchen. Die t√§gliche Medikation wurde nach R√ľcksprache mit unserem Tierarzt noch ein wenig erh√∂ht aber die Dosierung des Schmerzmittels ist bereits auf dem Maximum und es gibt doch noch Tage wo es ihr besser geht - aber die werden leider immer seltener.
Es g√§be noch die M√∂glichkeit unsere Stufen zu umgehen, indem Elli ihren Polster unten im Wohnzimmer, gleich neben der Terrassent√ľre beim Heizk√∂rper, h√§tte, aber das m√∂chte sie pardut nicht !! Damit h√§tte sie uns zwar im Auge aber w√§re dennoch nicht nah genug bei uns. Sie hat mir ganz deutlich gezeigt, dass dies keine Option f√ľr sie ist und sie sich lieber tragen l√§sst, bevor sie unten liegen bliebe. Dazu muss ich anmerken, dass unser Schatz doch sehr eitel ist - wenn die Notwendigkeit des Gassigehens nicht absolut gegeben ist, dreht sie sich ganz demonstrativ zur Seite, sodass es fast nicht m√∂glich ist, sie hoch zu heben. Nur wenn es wirklich notwendig ist, was ich aber bereits auf ihrem grauen Gesicht ablesen kann, dann l√§sst sie die Prozedur √ľber sich ergehen. Unrein ist Elli bis jetzt nicht.
Andererseits nimmt sie an unserem täglichen Leben noch voll aktiv teil, sie verbellt klein Bienchen, wenn ihr das Herumtollen zu bunt wird und verlangt auch nach ihren geliebten Leckerlis. Den Futternapf und auch das Wasser reichen wir Elli direkt zum Polster, damit sie sich diesen Weg ersparen kann.
Unsere gemeinsame Zeit neigt sich dem Ende zu, dieser traurigen Tatsache m√ľssen wir leider ins Auge sehen. Der letzte Dienst, den wir dieser lieben, dankbaren und tapferen H√ľndin bereiten k√∂nnen ist der, den optimalen Zeitpunkt zu sehen und gegen alle unsere Gef√ľhle und Egoismus alleine, und ganz alleine in ihrem Sinne zu handeln. Ich hoffe dennoch, dass dieser Moment noch einige Zeit auf sich warten l√§sst ...




Freitag, 27.01.2012

Lilli¬īs kleiner Welpe DIESEL wurde heute von seiner neuen lieben Familie aus Abtenau im sch√∂nen Salzburger-Land in die Arme geschlossen und verhielt sich w√§hrend der vierst√ľndigen Heimfahrt absolut "nicht-sp√ľrbar". √úberhaupt ist der kleine Diesel ein wahrer Wonneproppen, einfach nur lieb, anh√§nglich und superschmusig.
W√§hrend unserer diversen Gespr√§che mit Melanie stellte sich heraus, dass sie eine sehr gute Bekannte von Laura ist, die vor einigen Wochen unseren Sch√ľtzling TIMON (Spanielr√ľde) adoptiert hatte. Die Welt ist wahrlich ein Whirlpool ....
Jedenfalls ist f√ľr morgen schon ein gemeinsamer Spaziergang geplant und wir freuen uns wirklich sehr √ľber diese beiden prima Pl√§tze f√ľr unsere Sch√ľtzlinge !


Und noch ein sehr lieber Sch√ľtzling verliess uns heute bereits in ein sehr liebes fixes Zuhause. Nicht ganz so weit wie Dieselchen, sondern nur quasi um¬īs Eck in den 10. Bezirk nach Wien. Familie R. hat bereits eine 17-j√§hrige Katze, sonst bleibt die gesamte Betreuungszeit f√ľr die anh√§ngliche und sehr liebe kleine Malteserh√ľndin. Frau R. ist bereits in Pension und kann sich also den ganzen lieben Tag um die s√ľ√üe Maus k√ľmmern. Das ist genau was Tessy braucht - seit dem ersten Tag bei uns wich sie mir nicht von den Fersen und wollte immer und √ľberall mit dabei sein. Das wird ihr jetzt gegeben und dar√ľber freuen wir uns sehr !



Montag, 23.01.2012

Meine gestrige Knieoperation ist sehr gut verlaufen und seit heute nachmittag bin ich gottlob auch schon wieder Zuhause. Mein Adi und meine Yvonne sind mir eine riesengro√üe St√ľtze, "√ľberwachen" mich mit liebevollen Augen und ich werde verw√∂hnt und umsorgt und jede - auch so kleine Last - wird mir abgenommen. Meine Yvonne hat sich extra heute und morgen Urlaub genommen um bei mir sein zu k√∂nnen und ich bin sehr stolz und sehr dankbar f√ľr so eine tolle Familie.
Aber auch meine Freunde haben mich sehr unterst√ľtzt, denn obwohl ich sonst nicht wirklich ein Angsthase bin, hatte ich vor der notwendigen OP bzw. vielmehr vor der Vollnarkose doch geh√∂rigen Respekt. Jetzt im Nachhinein kann ich erleichtert sagen: alles halb so wild und auch die eine Nacht im Spital war zwar ungewohnt aber durchaus ertr√§glich. Es war zwar nicht unbedingt eine ruhige Nacht, aber eben nur eine einzige und was ich so alles im Krankenhaus zu sehen bekam, ist meine Meniskusoperation wirklich ein Waldspaziergang gewesen und ich bin von Herzen dankbar, dass ich nur eine solche OP hatte ....
Apropos Spazierengehen: das geht im Moment bis zur Nahtentfernung nur mit zwei Kr√ľken um das Kniegelenk nicht zu sehr zu belasten und ich bin meiner lieben Dani wirklich sehr dankbar. Sie hat das Katzenhaus ganz toll im Griff und mir bleibt nur noch zu streicheln und die Leckerlis zu verteilen, alles andere und einiges mehr im Haushalt erledigt meine liebe Freundin t√§glich.
Jetzt heisst es f√ľr mich nur noch schnell wieder voll mobil zu werden und meine Eisbeutel und Gelenksgymnastik greifen sehr gut und ich mache gro√üe Fortschritte.
DANKE nochmals an alle meine lieben Freunde und meine Familie f√ľr die vielen lieben Nachrichten und positiven Gedanken !!!!!


Samstag, 21.01.2012

Seit gestern leben wieder zwei neue Sch√ľtzlinge in unserer kleinen Tierschutzgruppe:
Abends zog die etwas √§ltere aber superfitte kleine Malteserh√ľndin - wir nennen sie TESSY - direkt aus dem Tierlager Nitra bei uns ein. Ilka brachte die kleine Maus gegen 20.00 Uhr bei uns vorbei und es schien so, als h√§tte die kleine Tessy √ľberhaupt keine Ber√ľhungs√§ngste. Zumindest verh√§lt sie sich wesentlich sicherer als viele andere ihrer Artgenossen, die aus Nitra bei uns eintrafen. Allerdings von oben zu streicheln geht nicht - da zuckt die Kleine sehr zusammen und geht in Deckung ... na sagt ja schon einiges ...

Und das ist der zweite Gl√ľckspilz der seit gestern bei Pflegemama Nora in Wien leben darf.
So liest sich der Bericht von Enko¬īs Pflegern in Nitra: ENKO ist ein ca. 4 j√§hriger, kastrierter Spanielmixr√ľde, der sein bisheriges Leben als Kettenhund fristen musste und vom Besitzer selbst als "nicht mehr gebraucht" im Auffanglager abgegeben wurde.
Er ist ein aktiver, lebhafter und verspielter Hundebub der noch nicht sehr viel in seinem bisherigen Leben kennenlernen durfte und daher riesigen Nachholbedarf hat. Enko ist unglaublich lieb und anh√§nglich, freut sich total √ľber Streicheleinheiten und will alles richtig machen um ‚Äěseinen‚Äú Menschen zu gefallen. Der h√ľbsche Bursche w√ľrde sich √ľber den Besuch einer Hundeschule sicher freuen wo er sowohl geistig als auch k√∂rperlich gefordert wird. Enko ist mit anderen Hunden problemlos vertr√§glich und genie√üt es zwar, sich im Auffanglager erstmals in seinem Leben ohne Einschr√§nkung durch die Kette bewegen zu k√∂nnen, aber jetzt wieder durch Gitter in seiner Freiheit eingeschr√§nkt zu sein macht ihn sehr ungl√ľcklich.
Wer will mit Enko die Welt neu entdecken und daf√ľr von ihm mit Liebe √ľbersch√ľttet zu werden? Er w√ľrde sich nat√ľrlich auch √ľber einen Pflegeplatz als Sprungbrett in sein neues Leben freuen.


Wie sich die Eingewöhnung von ENKO so gestaltet, hat Nora in unserem Gästebuch am 21.1. bereits sehr eindrucksvoll dokumentiert.


Freitag, 20.01.2012

Heute wurde der s√ľ√üe Pinscher-Dackelmixwelpe MIKKI von seiner neuen Familie aus Sitzendorf Bezirk Hollabrunn mit Freudentr√§nen in den Augen √ľbernommen. Familie M. lebt in Haus mit Garten und der kleine Racker wird als vierbeiniges Familienmitglied ein sehr sch√∂nes Hundeleben f√ľhren d√ľrfen.

MIKKI¬īs Schwester WINNIE wurde bereits am 12. Januar von Familie T. aus Seyring adoptiert und das Foto wurde uns freundlicherweise schon von Winnie¬īs neuer Familie √ľbermittelt. Es zeigt die verspielte, freche, kleine Pinschermixh√ľndin mit ihrem "gro√üen" Besch√ľtzer SPIKE beim Herumtollen und √ľber die lieben Zeilen habe ich mich sehr gefreut:

21.1.2012
Liebe Frau Höss-Fillip,
Anbei sende ich Ihnen einige Fotos von Winnie. Die kleine Maus hat sich schon sehr gut bei uns eingelebt. Sie und Spike verstehen sich wirklich gut. Auch mit unserer Katze hat sie sich schon angefreundet. Da Susi aber schon fast 18 Jahre ist, hält sie nicht sehr viel vom Spielen. Deshalb muss die meiste Zeit Spikie herhalten. Und nach dem Spielen und Toben im Garten ist dann gemeinsamens kuscheln angesagt - dann ist einige Stunden Ruhe im Hause T.:-))


Bereits vergangenes Wochenende wurde die extrem schmusige Schildpattkatze ZWERGI von Frau G. aus Wien besucht und sofort ins Herz geschlossen. Da jedoch im gleichen Haushalt bereits eine neunj√§hrige Katze lebt wollte Frau G. ganz auf Nummer sicher gehen und hat deshalb gebeten, bei Zwergi auf ihre Kosten einen Leukosetest vornehmen zu lassen. Da dieser Test negativ ausfiel, durfte die s√ľ√üe Schmuserin heute in ihr neues, liebevolles Zuhause √ľbersiedeln. Da auch die ans√§ssige Katzendame eine sehr ruhige und vertr√§gliche ist (das war uns wichtig, denn Zwergi wurde ja von ihrer fr√ľheren Gef√§hrtin Lilli sehr unterjocht und sollte es jetzt besser treffen ...) werden sich die beiden Katzenseniorinnen bestimmt sehr gut vertragen.
Wir w√ľnschen dem "Dreim√§derlhaushalt" alles erdenklich Gute und der Zwergi eine schnelle Eingew√∂hnung !


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